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für den 14.12.2019

HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.

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Herbstsynode in Kempen

Leben auf Pump

Der Bericht des Superintendenten und Haushaltsberatungen standen im Vordergrund der Herbstsynode des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen am Samstag in Kempen. Auch das Diakonische Werk gab einen Bericht zum vergangenen Jahr. Siehe Berichte unten als PDF.

Herbstsynode tagte in der Thomaskirche in Kempen. Foto: Furchheim LupeHerbstsynode tagte in der Thomaskirche in Kempen. Foto: Furchheim

Es war ein kritischer und nachdenklicher Bericht, den Superintendent Burkhard Kamphausen als Resümee des vergangenen Kirchenjahres den 110 Synodalen gab. „Leben auf Pump“, überschrieb er einen Passus seines Berichtes. „Wir leben über unsere Verhältnisse, und das keineswegs vorrangig nur mit dem Blick auf finanzielle Aspekte. Wir halten Strukturen, Arbeitsformen und Zustände aufrecht, die für deutlich mehr Kirchenmitglieder aufgebaut wurden, für Kirchenmitglieder in bestimmten sozialen Milieus und in Lebensformen, neben die inzwischen andere prägend getreten sind.“

Die Belastungen für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie für kirchlich Mitarbeitende, aber auch für Ehrenamtlern haben stark zugenommen. Die Ursache sei gesamtgesellschaftlich zu sehen. Dass diese zunehmende Belastung und Verantwortung manche Ehrenamtler abschreckt, zeige sich beispielsweise in der Bereitschaft, bei der Presbyteriumswahl im Februar zu kandidieren. Nur in 12 von 26 Gemeinden wird es in Krefeld-Viersen eine Wahl geben können. In den anderen Gemeinden stehen genauso viele Kandidaten wie Plätze zur Verfügung, oder auch knapp darunter. Dennoch sei die Arbeitsfähigkeit der Presbyterien auch in Zukunft gesichert, da ist sich Pfarrer Michael Windhövel sicher. „Ein Grund liegt sicherlich an der Vielfalt der Aufgaben“, meint Assessor Windhövel. „Ein anderer im diffusen Bild des Amtes.“ Es seien viele ganz unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen – wie etwa Verwaltung, Finanzumstellungen, Personalentwicklungen und Dokumentationen sowie Organisation von Gemeindeaktivitäten. Das soll sich demnächst ändern: Die Presbyterien sollen sich wieder stärker auf die geistliche Leitung einer Gemeinde konzentrieren können.

Durch die Umstellung auf das Neue Kirchliche Finanzwesen (NKF) zum 1. Januar 2012 ist eine genaue Aufstellung des Haushaltes zur Zeit noch nicht möglich. Der Kirchenkreis gehört zu den erstenin der Ev. Kirche im Rheinland, die von der Kameralistik auf das neue System umstellen. Zur Zeit scheint es, als wäre der Haushalt 2012 von gut 5 Millionen Euro nur durch eine Entnahme aus den Rücklagen von knapp 100.000 Euro auszugleichen. Obwohl manche Zahlen durch die Umstellung zur Zeit nicht eindeutig zu erheben sind, sprach die Synode der Verwaltung mit ihrer Zustimmung zum Haushaltsbeschluss das Vertrauen aus.

Neben manch Nachdenklichem zeigte Superintendent Kamphausen viele positive Veränderungen im Kirchenkreis auf und wunderbare Beispiele vorbildlichen Handelns. Für den gemeinsamen Weg in das neue Kirchenjahr riet er den Synodalen: „Lassen Sie uns auf dem Weg bleiben, Möglichkeiten und Verhältnisse miteinander verbinden, unsere irdischen Aufgaben im Lichte des Reiches Gottes wahrnehmen und dabei auch das Böse mit dem Guten überwinden.“

Synode des Kirchenkreises Krefeld-Viersen

Die Synode des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen besteht aus etwa 145 Synodalen. Sie kommen aus 26 unterschiedlichen Gemeinden, sowie aus kirchlichen Einrichtungen und Arbeitsfeldern. Der Ev. Kirchenkreis Krefeld-Viersen erstreckt sich auf knapp 740 Quadratkilometern im Westen von Nettetal bis Krefeld im Osten, und von Meerbusch im Süden bis Straelen im Norden. Ihm gehören knapp 112.000 evangelischen Christinnen und Christen an. Die Kreissynode ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Ihm stehen Kreissynodalvorstand und – an seiner Spitze – der Superintendent vor.

 

 



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