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Samstag, 7. November 2015, 9 Uhr

Herbstsynode in der Kreuzkirche Lank

Die 2. Tagung der 74. - ordentlichen - Kreissynode begann mit einer Andacht. Es schlossen sich an der Bericht des Superintendenten, des Diakonischen Werks Krefeld-Viersen, der Haushalt und weitere Beratungen. Weiter unten Berichte + Protokoll als PDFs.

Kreuzkirche in Meerbusch-Lank, Nierster Str. 56. Foto: Furchheim LupeKreuzkirche in Meerbusch-Lank, Nierster Str. 56. Foto: Furchheim

Tagesordnung der Kreissynode am 7. November 2015

Beginn 9.00 Uhr: Andacht Herr Pfarrer Rolf Klein, Emmaus-Kirchengemeinde

1. Konstituierung der Synode
2. Grußworte
3. Bericht des Superintendenten
4. Aussprache
5. Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017
6. Bericht des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises
7. Aussprache
8. Personalbericht
9. Pfarrstellenrahmenplan
10. Finanzangelegenheiten - Haushalt des Kirchenkreises
11. Kreiskirchliche Kollekten
12. Satzung für das Verwaltungsamt im Kirchenkreis Krefeld-Viersen
13. Satzung für den Verwaltungs- und Finanzausschuss
14. Wahlen
15. Anträge
15.1 Antrag Kirchengemeinde Krefeld-Ost
15.2 Antrag Pauluskirchengemeinde

Schlussakte

Herbstsynode tagte am Wochenende in Meerbusch-Lank

„Nehmt einander an“ – die Jahreslosung dieses Jahres stand im Mittelpunkt des Berichts von Superintendent Burkhard Kamphausen, traditionell im Herbst zur kirchlichen Lage, zu Entwicklungen und Herausforderungen. „… wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob“ heißt es dort weiter. „Nehmt einander an“, das sei ein Grundmotiv für die Beziehungen der Kirchen weltweit – Kamphausen nimmt Bezug auf die Ökumenische Visite, die im Juni in der Evangelischen Kirche im Rheinland stattfand und auch im Kirchenkreis Krefeld-Viersen zu Gast war.

Der Bericht der Visitierenden beginne mit folgender Feststellung: „In den zehn Tagen, in denen wir die EKiR … besucht haben, sind wir begeisterten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern begegnet. Wir haben viel gute Arbeit und lebendige Gemeinden gesehen. Das hat uns überrascht! Vorher hatten wir gehört, dass viele Gemeinden um ihre Zukunft und Existenz ringen. … Wir wollen ermutigen, sich auf die Zukunft hin leiten zu lassen. Die Welt ist groß. Die Probleme sind vielfältig. Gott ist aber größer, spricht viele Sprachen und ist reich an Rat. Darum können wir mehr vertrauen und müssen weniger planen.“
So werde der Blick auf einen großen Schatz gelenkt: „Nicht nur ein, sondern viele Talente, die wir auch in unserem Kirchenkreis wahrnehmen dürfen“, freut sich Kamphausen. „Und wofür wir dankbar sind.“
Dankbar im Hinblick auf die Presbyteriumswahlen im kommenden Februar, bei denen wieder in mehr Gemeinden als 2012 eine ausreichende Wahlliste vorliegt und somit gewählt werden kann. Dankbar auch für das Engagement in Gemeinden, Funktionsbereichen und der Diakonie in der Flüchtlingsfrage.
„Wir haben Aufgaben vor uns, Herausforderungen, denen wir begegnen“, erklärt der Superintendent am Ende seines Berichtes. „Und wir haben Möglichkeiten, gemeinsame Schritte zu tun.“ Die Mitglieder der ökumenischen Visite sagten: Ihr habt Ressourcen. „Ja“, bestätigt Kamphausen, „wir haben Zeit, geschenkte Zeit, wir haben Menschen, die sich einbringen, wir haben Räume, ökumenische Offenheit, theologische Kompetenz, finanzielle Mittel.“

106 Synodale waren bei der Herbstsynode in der Kreuzkirche in Meerbusch-Lank anwesend. Zu-dem einige Gäste, wie beispielsweise Landeskirchenrätin Katja Wäller und Pfarrer Johannes Quadflieg, Regionaldekan Kempen-Viersen, die beide ein Grußwort hielten. Für beide standen die Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit im Mittelpunkt, aber auch der Dialog und Veränderungen in der kirchlichen Landschaft.

Berichte zu Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017 folgten dem Bericht des Superin-tendenten. Die vier Kirchenkreise Aachen, Gladbach-Neuss, Jülich und Krefeld-Viersen haben sich als Kleeblatt für gemeinsame Planungen zusammengeschlossen. Ihre jeweilige Reformationsgeschichte unterscheidet sich wesentlich von der in anderen Teilen Deutschlands. Die Geschäftsführung des Projekts Reformationsjubiläum 2017, Pfarrerin Friederike Lambrich und Pfarrer Jens-Peter Bentzin, stellten der Synode die drei gemeinsamen Teilprojekte vor: Pilgerwege, Reformati-onssynode und Fest der Begegnung. Sie baten die Vertreter aus Gemeinden und Einrichtungen, mitzugestalten, mitzuplanen und mitzumachen. Infos dazu auf www.2017-reformation.de

Pfarrerin Anke Brüggemann-Diederichs berichtete als Kuratoriumsvorsitzende über die Diakonie Krefeld-Viersen in 2015: Der Arbeitsbereich Flüchtlings- und Asylarbeit sei neu hinzugekommen. Die Diakonie moderiere z.B. „Runde Tische“, werde in den nächsten Wochen die komplette Betreuung einer Unterbringung in Nettetal übernehmen. In der Flüchtlings- und Asylarbeit sieht die Diakonie für die kommenden Jahre aber noch eine weitere große Herausforderung: Überwältigend groß ist die Bereitschaft, erste humanitäre Hilfe zu leisten. Aber wir müssen und wollen weiter denken: Was kommt nach dem ersten Moment des Ankommens? Sprach- und Integrationskurse, Förderung von Wohnungsbau und Arbeitsplätzen, Eintreten für Religionsfreiheit und Toleranz, für einen respektvollen Umgang miteinander, … Die Diakonie werde fortlaufend versuchen, ihr Engagement dort zu erweitern und an Lösungen mitzuarbeiten.
Brüggemann-Diederichs stellte einige Projekte näher vor – erwähnte beispielsweise das interkultu-relle Zentrum in der Alten Kirche in Krefeld, das unter dem Namen „Dach der Kulturen“ eröffnet wurde. Oder die „Möbelhalle“ im Viersener Bereich, wo bedürftige Menschen kostengünstig gut erhaltene, gebrauchte Möbel erwerben können, die von Menschen aus der Region gespendet werden.

Beratungen zur Personalentwicklung standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Zum einen allgemein auf alle Beschäftigten im Kirchenkreis bezogen. Hierin wird deutlich, ob alle Stellen besetzt sind und in wieweit es Teilzeitbeschäftigungen, Kopplungen oder Stellenteilungen gibt. Zum anderen auf die Pfarrstellen bezogen. „Wir werden 2030 noch etwa 1.000 Pfarrstellen von heute etwa 2.000 in der gesamten Landeskirche haben“, bemerkt Superintendent Kamphausen. „Dahinein müssen sich auch die kreiskirchlichen Prozesse einordnen lassen.“ Zur Zeit sei dieser Prozess im Kirchenkreis noch nicht spürbar, alle Stellen seien besetzt – auch zwei gerade wieder neubesetzt. In vier bis fünf Jahren werde er jedoch deutlich, aufgrund der vielen anstehenden Pensionierungen.

Der kreiskirchliche Haushalt mit einem Volumen von 6.3 Millionen in 2016 wurde verabschiedet. Er weist ein strukturelles Defizit von knapp 700.000 Euro auf. Um dieses Defizit auszugleichen, wurde zum einen ein Anheben der kreiskirchlichen Umlage um 1 Prozentpunkt auf 4,3 Prozent beschlossen, aber auch eine Rücklagenentnahme um gut 424.000 Euro. Die so genannte Erheblichkeitsgrenze wurde um vier Fünftel auf 100.000 Euro gesenkt, so muss die Synode in Zukunft früher über mögliche Defizite in Kenntnis gesetzt werden und darüber beraten.
Da der Kirchenkreis im landeskirchlichen Finanzausgleich jetzt nicht mehr abgebender sondern so genannter neutraler Kirchenkreis ist, erhalten die Kirchengemeinden mehr Geld, ca. 500.000 Euro. Die Umlage für die Diakonie Krefeld-Viersen blieb konstant bei 2,7 Prozent.

Die Synodalen beriefen Michael Lorenz (Krefeld-Nord) in den Nominierungsausschuss, Pfarrer Mischa Czarnecki (Dülken) in den Öffentlichkeitsausschuss und Mareike Herwig (Krefeld-Ost) so-wie Miriam Pausch (Emmaus-Kirchengemeinde) in den Jugendausschuss. Neue Synodalbeauf-tragte für das christlich-jüdische Gespräch sind Pfarrer Christian Dierlich (Büderich) und Prof. Dr. Ulrich Schulz (Alt-Krefeld): Den Vorsitz des Krankenhausseelsorgeausschuss hat jetzt Pfarrerin Antje Wenzel-Kassmer (Helios-Klinikum), Stellvertreter ist Pfarrer Volker Hülsdonk (Krefeld-Oppum).

Die Kollekte, die im Anschluss an die Andacht von Pfarrer Rolf Klein aus Willich zu Beginn der Synode eingesammelt wurde, ergab 550 Euro. Sie werden für die Diakonie Meerbusch-Flüchtlingshilfe eingesetzt.

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Die Synode des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen besteht zur Zeit aus 137 Synodalen. Ihr gehören an: die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes, Delegierte der 26 Gemeinden, aus kirchlichen Einrichtungen und Arbeitsfeldern sowie berufene Mitglieder. Der Ev. Kirchenkreis Krefeld-Viersen erstreckt sich auf knapp 740 Quadratkilometern von Nettetal im Westen bis Krefeld im Osten und von Meerbusch im Süden bis Straelen im Norden. Ihm gehören etwa 105.557 evangelische Chris-tinnen und Christen an. Die Kreissynode ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Ihm stehen Kreissynodalvorstand und – an seiner Spitze – der Superintendent vor.

 

 



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