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für den 10.12.2019

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Evangelischer Kirchentag

Mit dabei in Dresden

Unterschiedliche Gruppen, viele Familien und Einzelpersonen aus unserem Kirchenkreis waren auf dem Ev. Kirchentag in Dresden unterwegs. Sie gehörten zu den über 120.000 Dauerteilnehmenden, die das Stadtbild für fünf Tage prägten. 

Flagge zeigen für den Kirchentag vor der Frauenkirche Dresden: Auch Martin Luther hatte eine Fahne über den Schultern. Foto: Furchheim LupeFlagge zeigen für den Kirchentag vor der Frauenkirche Dresden: Auch Martin Luther hatte eine Fahne über den Schultern. Foto: Furchheim

Emmaus-Gemeinde: Ideen in Dresden gesammelt

Der Willicher Projektchor der Emmaus-Gemeinde beim Auftritt vor dem Dresdener Schloss. Foto: Furchheim LupeDer Willicher Projektchor der Emmaus-Gemeinde beim Auftritt vor dem Dresdener Schloss. Foto: Furchheim

Die Mitglieder des Projektchores der Emmaus-Gemeinde sind von der Herzlichkeit der Sachsen begeistert.


Willich/Dresden.
„Für den Kirchentag in Dresden habe ich kein besonderes Programm geplant. Das war in München und Bremen noch anders.“ Regina Niederstebruch erinnert sich noch ganz genau. Sie ist Mitglied des Projektchores der Emmaus-Kantorei Willich. Dessen Auftritte in Dresden standen freilich vorher fest: Singen vor dem Schloss, Mitgestaltung eines Feierabendmahles und Beteiligung an einem Stadtteilfest.

Seit Jahren nimmt die Emmaus-Kirchengemeinde mit einem Projektchor unter der Leitung von Kantor Klaus-Peter Pfeifer an den Kirchentagen teil. „Zufällig kam ich diesmal als Gast zu einem Konzert von Karl Jenkins“, erzählt Niederstebruch.

„Viele andere aus meinem Chor waren auch da.“ Grund des Interesses: Bei der Chorfahrt im Herbst werden die Willicher ein Stück aus der in Dresden aufgeführten Messe „The Armed Man“ singen. Die hat Jenkins im Jahr 2000 in Auseinandersetzung mit dem Kosovo-Krieg komponiert.

Kantor Pfeifer hatte sich ebenfalls dieses Konzert ausgesucht. „Dass so viele aus meinem Chor dort waren, hat mich bestärkt: Das ist etwas für unseren Chor.“

Bild von der Stadt hatte sich völlig verändert 

Pfeifer war überrascht, wie sehr sich das Bild von Dresden durch den Kirchentag verändert hat: „Ich musste mich erst einmal zurechtfinden – dabei hatten wir 2004 in der Kreuzkirche gesungen.“

Neue Werke und Ideen für seine Chöre zu finden, war etwas, das Pfeifer sich für den Kirchentag vorgenommen hatte. Mit Erfolg. Auch die Erwartungen von Regina Löwenstein-Hausmann haben sich erfüllt: Sie wollte neue Impulse für die Arbeit in der Gemeinde finden, besonders für die Mittendrin-Gottesdienste. „Mir hat gefallen, wie offen und herzlich die Dresdner sind“, resümiert die Anratherin.

Das kann ihr Mann, Günter Hausmann, nur bestätigen. „Ich habe mich von der Fröhlichkeit anstecken lassen.“ Besonders an den Abend in der Gemeinde Pesterwitz wird er sich noch lange erinnern. Nach dem gemeinsamen Feierabendmahl ließen Einheimische und Gäste bei einem Lagerfeuer den Abend bis in den Morgen hinein ausklingen. Hausmann war zum ersten Mal auf einem Kirchentag. Er will 2013 in Hamburg wieder dabei sein – mit dem Projektchor.

Quelle: Westdeutsche Zeitung, 7. Juni 2011

Osterather auf dem Kirchentag in Dresden

Pfarrer Gerhard Saß (rechts) stellt das Projekt „Kunst in der Apsis“ vor. Foto: Furchheim LupePfarrer Gerhard Saß (rechts) stellt das Projekt „Kunst in der Apsis“ vor. Foto: Furchheim

Projekt „Kunst in der Apsis“ auf dem Markt der Möglichkeiten vorgestellt

Halle F4, Stand C10 auf der Messe beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden: Mit dem Platz in der Zeltecke hatte das Projekt „Kunst in der Apsis“ der Evangelischen Kirchengemeinde Osterath einen strategisch sehr günstigen Punkt auf dem „Markt der Möglichkeiten“. Beim Rundgang in der Halle mit dem Schwerpunkt „Lebenswelt Gemeinde“ fiel der erste Blick der Besucher auf die Wand mit Fotos von unterschiedlichen Ausstellungen im Kirchraum. Die Apsis wirkte jedes Mal völlig anders. „Was sehen Sie da?“ fragten die Osterather die Messebesucher.  „Mehrere Kirchen ...“ oder „eine Kirche unterschiedlich gestaltet ...“ lauteten die meisten Antworten.

„Daraus ergaben sich sehr gute Gespräche“, berichtet Presbyter Wolrad Rube, der in einem achtköpfigem Team den Osterather Stand mitbetreute. „Kunst in der Apsis“ lautet auch der Titel des Buches, das im Mai erschienen ist – und das auch auf dem Kirchentag viele Abnehmer fand. Viele, aber natürlich längst nicht alle Ausstellungen der Reihe „Kunst in der Apsis“ sind darin zu finden. Denn seit ihrem Beginn im Jahr 2001 gab es bisher mehr als 60 Wechselausstellungen, die sich alle thematisch am Kirchenjahr orientieren. Dazu schreibt Künstlerin Marlies Blauth, Organisatorin von „Kunst in der Apsis“ in dem erschienenen Kunstbuch: „`Farbige Zeiten´ wechseln mit zurückhaltenden Ausstellungen, beispielsweise in der Passionszeit und im November mit seinen Totengedenktagen; gegenständliche Arbeiten lösen ungegenständliche ab, festgelegte Themen fordern in der Folge wiederum offene, meditativ wirkende Arbeiten.“

I
n Dresden gehörte auch Künstlerin Lore Schneider-Pohrt aus Strümp zum Standteam. Auch sie hat die Apsis bereits mehrfach gestaltet. Sie war begeistert von den Ideen der Kinder und Jugendlichen, die auf dem Kirchentag eingeladen waren, eine Apsis nach ihren Vorstellungen grafisch zu gestalten.

Dabei sind ganz unterschiedliche Bilder herausgekommen. Unter dem Motto „Sei so frei … gestalte unsere Apsis“ wurde die freie Fläche beispielsweise mit einem Posaunenengel, einem Apfelbaum oder einem Regenbogen gefüllt. Ein Bild zeigte den Aufbruch Richtung Licht. Auch Herz und Kreuz gehörten zu den verwendeten Motiven der sechs- bis 17jährigen Künstler.

Das Apsisprojekt und die Idee, dass Kirche sich auf diese Weise so ganz anders öffnet, fand laut Pfarrer Gerhard Saß großen Anklang bei den Messebesuchern. So überlegten manche bereits vor Ort, ob sich so ein Projekt nicht auch in ihrer eigenen Kirche umsetzen ließe.

Quelle: Rheinische Post, 9. Mai 2011



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