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Samstag, 24. Mai 2014

Frühjahrssynode in der Friedenskirche

Am Samstag, 24. Mai 2014 fand die 1. Tagung der 73. ordentlichen Kreissynode Krefeld-Viersen statt in der Friedenskirche, Luisenplatz 1 in 47799 Krefeld. Die einzelnen Wahlergebnisse sind weiter unten im PDF des Protokolls veröffentlicht.

 

Die Synode begann um 8.30 Uhr mit einer liturgischen Mahlfeier in der Kirche. Sie wurde gestaltet von Pfarrerin Sabina Busmann, Pfarrerin Sylvia Pleger und Pfarrer Volker Schran.
Am Vormittag ging es um das Thema „Du stellst unsere Füße auf weiten Raum“.
Pfarrer Hans-Hermann Pompe und Pfarrerin Juliane Kleemann vom „Zentrum für Mission in der Region“ der EKD arbeiteten mit den Synodalen zu diesem Thema.

Tagesordnung:
8.30 Uhr: liturgische Mahlfeier
1. Konstituierung der Synode + Grußworte
2. Thema: „Du stellst unsere Füße auf weiten Raum“
Mittagspause bis 14 Uhr
3. Zwischenbericht der Arbeitsgruppe „Personalplanung“
4. Bericht zum Stand der Verwaltungsstrukturreform
5. Zwischenbericht zum Beschluss zu TOP 14.2 der Herbstsynode 2013 ("Trägerverbünde KiTas")
6. Zwischenbericht zum Beschluss zu TOP 11.2 der Herbstsynode 2013 (Haushaltsentwicklung)
7. Satzung für den synodalen Fachausschuss für Frauenarbeit
8. Wahlen
9. Anträge an die Synode
9.1 Antrag des Bezirksbeauftragten Pfarrer Uwe Kaiser zur Errichtung einer kreiskirchlichen Pfarrstelle Erteilung von Religionsunterricht am Berufskolleg Kempen.
9.2 Antrag des synodalen Fachausschusses für Frauenarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen und Pfarrer Volker Hendricks zum Prostitutionsgesetz
10. Abschluss der Synode
Die Synode endet voraussichtlich gegen 17 Uhr

 

Die Strukturen verändern sich

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – unter diesem Thema stand der Vormittag der Frühjahrssynode des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen. „Die Strukturen verändern sich“, begründete  Superintendent Burkhard Kamphausen die Wahl des Themas. „Unsere Kirche von heute wird es in zehn Jahren so nicht mehr geben.“ Die Mitgliederzahlen würden zurückgehen, Strukturen sich verändern. Der Auftrag der Kirche bliebe jedoch bestehen: Das Evangelium in der Welt zu verkünden.

So kamen am Samstag in der Friedenskirche Krefeld 114 Synodale miteinander ins Gespräch. Abweichend von sonstigen Synoden saßen die Synodalen nicht nach Gemeinden geordnet sondern in alphabetischer Sitzordnung. Pfarrer Hans-Hermann Pompe und Pfarrerin Juliane Kleemann, beide vom EKD-Zentrum Mission in der Region, leiteten den Austausch zwischen den Synodalen an. Beide verfügen über viele Erfahrungen aus dem Osten und Süden Deutschlands zu Strukturveränderungen, Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Kooperationen in Regionen und Fusionen. Durch Impulsfragen wie beispielsweise „Wo hat meine Kirche mich bereichert?“, „Wo bin ich an meine Grenzen gestoßen?“ oder „Welche Vorteile und Risiken sehen Sie in Kooperationen?“ diskutierten die Synodalen miteinander und bekamen ein Gespür für einander. Befürchtungen, ermutigende Erfahrungen sowie Ideen für weitere Schritte wurden notiert und als Auftrag an den Kreissynodalvorstand weitergegeben. Auf Presbytertagen soll das Thema weiter vertieft werden.

Zwischenberichte und Berichte standen am Nachmittag auf der Tagesordnung: zur Verwaltungsstrukturreform, zur Personalplanung, zu Trägerverbünden von Kindertagesstätten und zur Haushaltsentwicklung. „Wir brauchen kostengünstigere Strukturen“, erklärte Kamphausen. „Wir leisten uns zur Zeit noch kleinteilige Strukturen mit viel Verwaltungsarbeit in Gemeinden.“ Die Lösung läge in einer gemeinsamen und konzentrierten Verwaltung aller Gemeinden im Kirchenkreis. Natürlich würden sich Gemeinden nicht gerne von diesen Aufgaben trennen, da sie befürchten, Einfluss zu verlieren. Das Gegenteil sei der Fall. Denn sie könnten unliebsame Verwaltungsaufgaben abgeben und sich stärker auf die eigentliche Gemeindearbeit vor Ort konzentrieren.

Z
ur Haushaltsentwicklung nahm Kamphausen ebenfalls Stellung: „Wir versuchen einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen. Zur Zeit liegt das Defizit für 2014 bei etwa 100.000 Euro, die wir aus den Rücklagen nehmen müssten.“ Das hänge natürlich noch von den Kirchensteuereinnahmen ab. Noch gebe es keine konkreten Vorstellungen zur Kostenreduzierung. Deshalb würden derzeit die jeweiligen Kosten beziffert und zügig beraten. 

Beide Anträge an die Synode wurden angenommen: Zum einen die Errichtung einer kreiskirchlichen Pfarrstelle am Rhein-Maas-Berufskolleg in Kempen zur Erteilung Ev. Religionslehre. Zum anderen ein Antrag zur Novellierung des Prostitutionsgesetzes. Dieser wurde ebenso wie bei der am selben Tag stattfindenen Synode in Moers, einstimmig verabschiedet. Der Beschluss soll an die regionalen Bundestagsabgeordneten überreicht werden, mit der Bitte sich bei der Novellierung des Prostitutionsgesetzes im Bundestag für die Änderungen einzusetzen.

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Die Synode des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen besteht zur Zeit aus 137 Synodalen. Sie kommen aus 26 unterschiedlichen Gemeinden sowie aus kirchlichen Einrichtungen und Arbeitsfeldern. Der Ev. Kirchenkreis Krefeld-Viersen erstreckt sich auf knapp 740 Quadratkilometern von Nettetal im Westen bis Krefeld im Osten und von Meerbusch im Süden bis Straelen im Norden. Ihm gehören etwa 107.900 evangelische Christinnen und Christen an. Die Kreissynode ist das Leitungs­gremium des Kirchenkreises. Ihm stehen Kreissynodalvorstand und – an seiner Spitze – der Superintendent vor.

 

 

 



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