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für den 21.09.2019

Gott sprach zu Jakob: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht. Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will dich auch wieder heraufführen.

1.Mose 46,3.4

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Landessynode 2015

Landessynodale bekennen sich zum Dialog

„Gerade jetzt gemeinsam!“ – mit einen Gemeinschaftsfoto bekräftigt die Synode die mit großer Mehrheit beschlossene Erklärung zum Dialog mit Musliminnen und Muslimen.

Lupe

Geschlossen hat die Synode vergangene Woche mit einem Foto sichtbar gemacht, dass sie gerade jetzt für den Dialog einsteht. Auch Gäste und Zuschauerinnen und Zuschauer beteiligten sich an der Fotoaktion und hielten Karten mit dem Motto hoch und zeigten dabei Gesicht für den Dialog.

Der Text der Erklärung, Materialien für den Dialog und Grafiken zum Teilen in sozialen Netzwerken finden sich unter http://www.gerade-jetzt-gemeinsam.de/

Die Landessynode bringt ihre Erklärung "Gerade jetzt gemeinsam!" zum Klingen! (http://www.ekir.de/www/ueber-uns/video-gerade-jetzt-gemeinsam-18510.php )


"Gerade jetzt gemeinsam!" - Foto: EkiR Lupe"Gerade jetzt gemeinsam!" - Foto: EkiR

„Gerade jetzt gemeinsam!“ - "Wort der Synode" anlässlich der Terroranschläge in Paris

Die Terroranschläge in Paris nehmen wir mit Erschrecken und Empörung wahr. Die Brutalität dieser Verbrechen macht uns Angst. Die kriminellen Taten, ihre religiöse Begründung und ihre extremistischen  und antisemitischen Motive fordern uns heraus. Diese Gewalt mitten in Europa richtet sich gegen das Selbstverständnis unserer offenen und religiös pluralen Gesellschaften. Sie zielt bewusst darauf ab, deren Freiheit zu zerstören.

Wir beklagen, dass Menschen, die zu unseren Gesellschaften gehören, sich zu solchen Taten verleiten lassen.
Wir fühlen uns verbunden mit den muslimischen Gemeinden, die genauso fassungslos vor diesem Geschehen stehen.

Als Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland bekräftigen wir die Geltung der allgemeinen Menschenrechte als Grundlage unseres Zusammenlebens in religiöser und weltanschaulicher Pluralität.
Die universalen Menschenrechte ermöglichen und verwirklichen eine Achtung vor der Würde jedes Menschen. Nach unserem christlichen Glauben ist allen Menschen das mit der Gottebenbildlichkeit zugesagt.

Die Offenheit unserer Gesellschaft gründet auf der Anerkennung von Vielfalt und Differenz. Darin sehen wir keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung unseres Zusammenlebens. Diese Vielfalt muss gestaltet werden. Dafür tragen alle politischen, gesellschaftlichen und religiösen Gruppen Verantwortung.

Wir wollen uns nicht von Angst, Hass und Gewalt beirren und in eine Spirale der Gewalt hineinziehen lassen. Wir lehnen eine Einschränkung der Freiheit und einen Abbau demokratischer Rechte ab. Die Mittel des Rechtsstaates reichen aus, Verbrechen dieser Art zu verfolgen und zu ahnden.

Terroristische Gewalt bringt uns nicht dazu, von unserer grundsätzlichen Haltung abzuweichen.

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Röm 12,21). Diese Aufforderung verpflichtet uns. Wir werden Hass nicht mit Hass beantworten und für gewaltfreie Konfliktlösungen eintreten.

Wir wenden uns gegen Diskriminierung, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus und betonen das gemeinsame Engagement von Christen, Juden und Muslimen für Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben in unseren Gesellschaften.

Im christlich-muslimischen Dialog unserer Kirche sind über viele Jahre verlässliche Beziehungen gewachsen. Viele Gemeinden stehen seit langem in engem Kontakt mit ihren muslimischen Nachbargemeinden. Sie arbeiten daran, dass Kinder und Jugendliche Annahme und Wertschätzung erfahren und ihren Platz in dieser Gesellschaft finden. Wir danken allen Menschen, die sich für ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in Schulen und Kindertagesstätten und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen engagieren. Wir erleben, dass es in erster Linie die persönliche Begegnung ist, die ein friedliches Zusammenleben ermöglicht und sich auch in Krisen bewährt. Wir ermutigen alle Menschen in unserer Kirche, bestehende Kontakte zu den muslimischen Gemeinden zu vertiefen, Begegnungen zu suchen und sich den Herausforderungen zu stellen – gerade jetzt gemeinsam.

Evangelische Kirche im Rheinland, Pressemitteilung Nr. 21/2015, Bad Neuenahr, 14. Januar 2015

 



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