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für den 23.01.2020

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Ausstellung in der Mediothek Krefeld

Nie wieder!

"Nie wieder!" lautet der Titel der Ausstellung in der Mediothek Krefeld. Schülerinnen und Schüler des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums in Fischeln nahmen Anfang Februar an einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teil.

Eindrücke von der Fahrt nach Auschwitz - von Schüler/innen des MSM. Foto: Bettina Furchheim LupeEindrücke von der Fahrt nach Auschwitz - von Schüler/innen des MSM. Foto: Bettina Furchheim

Wie beeindruckt die Schülerinnen und Schüler von dem sind, was sie in Auschwitz gesehen und gehört haben, wird in der Ausstellung gut deutlich. Der Verlust der Identität und der eigenen Geschichte, die Machtlosigkeit der Namenlosen, der Bruch mit dem Vorstellbaren – neben den Themen von Verlust und Entmenschlichung finden sich auch Fragen nach unserer eigenen Identität und nach dem, wofür wir heute eintreten, in den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler wieder. Franziska Schurf hat sich in Vorbereitung auf die Fahrt nach Auschwitz in einem Poetry Slam mit Gedanken auseinandersetzt, was Menschsein ausmacht. Lale Di Nunzio hat ihre Fahrteindrücke in Worte gefasst.

Doch lesen Sie selber (siehe PDFs weiter unten)! Denn vor allem wollen die Schülerinnen und Schüler zu „Zweitzeuginnen und Zweitzeugen“ werden und damit zu Menschen, die von dem begangenen Unrecht berichten und sich für eine Welt einsetzen, in der alle Menschen ein Recht auf Leben haben.

(Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Fischeln)

Eindrücke von der Fahrt nach Auschwitz - von Schüler/innen des MSM. Foto: Bettina Furchheim LupeEindrücke von der Fahrt nach Auschwitz - von Schüler/innen des MSM. Foto: Bettina Furchheim

"Werteerziehung nach Auschwitz" - ein fächerübergreifendes Projekt am MSM

Die Zeit des Nationalsozialismus ist nicht nur ein Thema für den Geschichts- oder Politikunterricht, meint die Pfarrerin und Religionslehrerin Annette Vetter. Ihr Projekt "Werteerziehung nach Auschwitz" funktioniert deshalb fächerübergreifend.

Kern ist eine Schülerfahrt nach Auschwitz, die sie vor über 15 Jahren das erste Mal am Maria-Sibylla-Marian-Gymnasium angeboten hat. Damals fuhren 13 Schülerinnen und Schüler mit, inzwischen sind es jeweils um die 80 – etwa zwei Drittel der jeweiligen Jahrgangsstufe. Die Vorbereitung auf die Fahrt dauert fast ein Jahr. In dieser Zeit erkunden die Jugendlichen u.a., wie das jüdische Leben in Krefeld vor und während der NS-Zeit aussah und wie es heute darum bestellt ist. Außerdem sprechen sie mit Zeitzeugen und entdecken, wie und wo Antisemitismus zum Beispiel im Internet verbreitet wird.

Zahlreiche Lehrkräfte aus dem Kollegium sind in das Projekt eingebunden und unterstützen es aktiv – unter anderem durch Workshop-Angebote. Ziel ist es – so Pfarrerin Annette Vetter – "junge Menschen darin zu unterstützen und zu schulen, ihr eigenes Bild von Welt und von Menschen zu entwickeln." Die Herrschaft der Nationalsozialisten bezeichnet sie als "den absoluten Tiefpunkt von Werteverfall" und als eine Zeit, "in der Menschen Gehorsam höher gestellt haben als eigene Denkfähigkeit und eigene Entscheidungsfähigkeit."

Hier ein Link zu einem Beitrag über die Fahrt 2018: https://www.himmelunderdeonline.de/hue/-das-waren-menschen-keine-nummern-.php

 



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