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Sonntag, 8. November 2020, Markuskirche in Fischeln

Pfarrerin Laura Bowinkelmann wurde ordiniert

Strahlender Sonnenschein machte den Tag noch etwas festlicher: Pfarrerin Laura Bowinkelmann wurde im Gottesdienst durch Superintendentin Dr. Barbara Schwahn ordiniert. Ihr Vikariat hatte sie in Krefeld-Süd absolviert. Jetzt ist sie Pfarrerin in Uerdingen.

Pfarrerin Laura Bowinkelmann nach ihrer Ordination. Foto: Bettina Furchheim LupePfarrerin Laura Bowinkelmann nach ihrer Ordination. Foto: Bettina Furchheim

Interesse an Religion hatte Pfarrerin Laura Bowinkelmann bereits in der Grundschule. "Ich habe viel mit meinem Großvater diskutiert", erinnert sie sich. "Zum Beispiel über die Schöpfungsgeschichte in sieben Tagen im Vergleich zur Evolutionstheorie." Ihr Großvater habe damals schon gesagt, die beiden Theorien widersprächen sich gar nicht, sie könnten nebeneinander bestehen. "Mein Opa hat mich in meinem Glauben sehr geprägt", meint die 32jährige, die mit ihrem Freund in Bockum wohnt. "Aber auch mit meinem Vater habe ich viel darüber geredet."

Laura Bowinkelmann wurde 1988 in Düsseldorf geboren, kam nach einem kurzen Ausflug nach Hessen, wieder ins Rheinland zurück. Nach ihrem Abitur in Jüchen studierte sie Evangelische Theologie in Wuppertal und Bochum und absolvierte ihr Vikariat bei Pfarrer Marc-Albrecht Harms in der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Süd. Am Sonntag wurde sie in einem feierlichen Gottesdienst durch Superintendentin Dr. Barbara Schwahn ordiniert.

Hebräisch, Griechisch und Latein - diese Pflichtsprachen für das Theologiestudium musste Bowinkelmann alle erst an der Uni lernen. "Ich kann schon verstehen, warum die Sprachen der Numerus Clausus der Theologie genannt werden",  meint sie im Nachhinein. 

Geschätzt hat sie an ihrem Studium besonders die Vielfältigkeit, ganz unterschiedliche Fächer und Dozenten: "Ich habe gemerkt, wieviel Christentum auch mit den Menschen zu tun hat, die es vermitteln." Sehr eindrücklich ist ihr in Erinnerung das Symposium eines neutestamentlichen Dozenten. Symposium bedeutete für ihn: Er lud den Kurs zum Essen zu sich nach Hause und die Studenten durften alles fragen, diskutieren, in Frage stellen - den gesamten Abend.  "Im Studium habe ich Menschen in der Bandbreite zwischen evangelikal bis kurz vor katholisch konservativ getroffen", berichtet Bowinkelmann. Zu erleben, wie Menschen unterschiedlich geprägt werden, das sei bereichernd. "Manche wurden durch ihr Elternhaus geprägt, andere nach dem, wonach sie auf der Suche waren", sagt die Theologin.

Dahinein passt ein Gemeindeprojekt, das Bowinkelmann während ihre Vikariats entwickelte: Lieder-Gottesdienste. "Liebe" sei das Thema eines Gottesdienstes gewesen. Leute unterschiedlichen Alters haben Aspekte dazu beleuchtet. "Ein älteres Ehepaar etwa hat über auch schwere Zeiten in der Liebe erzählt", berichtet Bowinkelmann. "Das hat die Besucher sehr bewegt. Alleine hätte ich diese Vielfältigkeit gar nicht darstellen können." Ihr ist es ein Herzensanliegen, Gemeinde im Gottesdienst mehr zur Sprache zu bringen. Wichtig sei ihr dabei auch, Jugendliche in Gottesdienste zu integrieren. Gottesdienste als etwas Gestaltbares zu erleben, das tue gut. In jeder Gemeinde gebe es Menschen, die Spaß daran haben, andere an dem teilhaben zu lassen, was sie denken und fühlen.

Noch etwas in ihrem Beruf macht Bowinkelmann besonders gerne: Beerdigungen. "Das klingt jetzt vielleicht seltsam", meint die Pfarrerin. "Aber ich finde es total wichtig, Menschen seelsorgerlich zu begleiten, wie beispielsweise Angehörige von Verstorbenen." Da sei viel Raum zwischen Gottesdienst und dem Leben des Verstorbenen, Verbindungen zu ziehen, die vorher vielleicht nicht ersichtlich waren.

Menschen - die sind Pfarrerin Bowinkelmann wichtig, das ist deutlich zu merken. Menschen und ihr Leben, Menschen und ihr Glaube. So wird sie in ihrer neuen Gemeinde auch die Menschen vermissen, die sie im Vikariat gestützt und getragen haben, in Krefeld-Süd und Krefeld-Oppum. "Ich freue mich jetzt auf neue Leute" meint Bowinkelmann, "und darauf, dass wir gemeinsam ganz viele Möglichkeiten haben, Akzente zu setzen, Neues auszuprobieren." Beispielsweise ein Tauferinnerungsfest 2021, schön gestaltet, in die Gottesdienst-Gemeinde eingebunden.

Seit 1. November bereits ist Laura Bowinkelmann in der Evangelischen Kirchengemeinde Uerdingen tätig - als "Pfarrerin im Probedienst", so heißt der nächste zweijährige Abschnitt im Werdegang im Pfarrberuf.

Bettina Furchheim, Ev. Kirchenkreis Krefeld-Viersen

 



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