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für den 04.08.2020

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Presbyteriumswahlen 2020

"Gemeinde mit mir"

Am Sonntag, 1. März 2020 wählen die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Krefeld-Viersen, wie in der Evangelischen Kirche im Rheinland und in ganz NRW ihre Presbyterien.„Gemeinde mit mir“, unter diesem Motto stehen die Presbyteriumswahlen 2020 in der EKiR.

Beginn des Wahlverfahrens am 15.9.2019

Das Wahlverfahren beginnt am Sonntag, 15. September 2019. Alle wahlberechtigten Gemeindeglieder sind aufgefordert, in der Zeit vom 15. bis zum 26. September schriftlich Wahlvorschläge beim Presbyterium ihrer Gemeinde einzureichen.

Verfahren zum Vorschlag von Kandidat/innen

Die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten müssen am Wahltag mindestens 18 Jahre alt und konfirmiert sein. Sie müssen in das Wahlverzeichnis eingetragen und nach den Bestimmungen der Kirchenordnung zur Leitung und zum Aufbau der Kirchengemeinde geeignet sein. Darüber hinaus dürfen sie am Wahltag das 75. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auch die beruflich Mitarbeitenden müssen diese Voraussetzungen erfüllen.

Der weitere Ablauf der Presbyteriumswahl

Das Verfahren und den Ablauf der Presbyteriumswahl regelt das Presbyteriumswahlgesetz, das die einzelnen Schritte vorgibt: Nach der Eröffnung des Wahlverfahrens die Erstellung einer Vorschlagsliste, das Verfahren bei nichtausreichender Vorschlagsliste, die Möglichkeit der Briefwahl, den Ablauf des Wahlsonntags, die Bekanntgabe des Wahlergebnisses und die Einführung.

Hier der Zeitplan zur Presbyteriumswahl 2020 (Quelle: KK Aachen):

https://www.kirchenkreis-aachen.de/fileadmin/user_upload/redaktion/kirchenkreis/Aktuelles/Presbyteriumswahl_2020/Terminplan_PW_2020.pdf

„Statt zu meckern, selbst an Verbesserungen mitarbeiten“

Daniela Mondry-Küppers, 36, ist Presbyterin in der Pauluskirchengemeinde Krefeld. Sie ist verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn. Ihr Ehrenamt kann sie gut mit ihren Aufgaben im Beruf und in der Familie vereinbaren.

„Ich habe mich 2016 zur Presbyteriumswahl aufstellen lassen, weil ich gefragt wurde, ob ich gerne in der Gemeinde mitarbeiten würde. Bei der Wahl fehlten mir vier Stimmen. Doch dann hat 2017 ein Presbyter aufgehört, weil er nach Bonn verzogen ist, und für den bin ich nachgerückt. Ich bin Vorsitzende des Diakonieausschusses und arbeite im Finanzausschuss mit.

Ich kannte das Presbyteramt schon von meiner Mutter. Sie war Presbyterin in einer Gemeinde der Evangelischen Kirche von Westfalen. Diese Gemeinde hat viel für die Jugendarbeit getan und meine Familie hat davon profitiert. Ich komme ursprünglich aus Gelsenkirchen, einer eher strukturschwachen Gegend, wo es schwierig war, neben den kirchlichen andere soziale Angebote in Anspruch zu nehmen. Ich habe an den Kinder- und Jugendgruppen der Gemeinde teilgenommen, bin auf Freizeiten in den Ferien mitgefahren, ich habe Theater gespielt und im Kinderchor gesungen. Und ich bin mit der Gemeinde in die USA zum Besuch einer Partnerkirche gereist.

Ich kann mein Ehrenamt gut mit meinen Berufs- und Familienpflichten vereinbaren. Mein Mann unterstützt mich zum Glück. Wir hatten das bei meiner Kandidatur abgesprochen. Und meine Schwiegereltern wohnen auch in der Nähe, um mal einzuspringen. Wieviel Zeit ich investiere hängt davon ab, was gerade an Aufgaben anliegt. Wir haben einmal im Monat Presbyteriumssitzung. Es kommt darauf an, wie gut die geleitet und vorbereitet wird. Ich nutze zum Beispiel die tägliche Bahnfahrt zur Arbeit, um Unterlagen zu lesen.

Im Presbyterium trifft man Leute, die ganz anders sind als man selbst, von der Herkunft und dem sozialen Umfeld her. Meine Generation ist hier leider unterrepräsentiert. Wir sind in der Pauluskirchengemeinde eine recht heterogene Mischung, aber wir arbeiten gut zusammen – trotz unterschiedlicher Auffassungen vom Leben und von Kirche. Für mich ist dieses Ehrenamt eine gute Sache. Ich finde es wichtig, dass man nicht nur meckert, wenn einem Dinge nicht gefallen, sondern sich engagiert und selbst an Verbesserungen mitarbeitet.“

Quelle: www.presbyteriumswahl.de - Ulrike Klös

Was macht ein Presbyter, eine Presbyterin?

Mitglieder des Presbyteriums sind die ehrenamtlichen Presbyterinnen und Presbyter, die Pfarrerinnen und Pfarrer und die gewählten Mitarbeitenden. Sie üben den Dienst der Leitung in gemeinsamer Verantwortung aus.

Das Presbyterium leitet die Kirchengemeinde: Es entscheidet, in welche Richtung sich die Gemeinde entwickelt. Dazu trifft sich das Presbyterium regelmäßig, um Beschlüsse zu fassen. Konkret geht es dabei z. B. um Mitarbeitende und Veranstaltungen, den Haushalt der Gemeinde und ihre Gebäude. Möglich ist auch die Mitarbeit in weiteren Ausschüssen auf Gemeinde- oder Kirchenkreisebene In vielen Gemeinden übernehmen Presbyterinnen und Presbyter auch Lektorendienste im sonntäglichen Gottesdienst, helfen bei der Austeilung des Abendmahls oder beim Sammeln der Kollekten.

Das Presbyterium trägt die Mitverantwortung für die Seelsorge und die Gottesdienstgestaltung und ist gemeinsam mit den ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitenden für das Gemeindeleben verantwortlich. Die Gemeinde hat auch diakonische und gesellschaftliche Aufgaben. Auch hier entscheidet und unterstützt das Presbyterium. Damit all diese Aufgaben gelingen, sucht, beauftragt und fördert das Presbyterium geeignete Personen. Jede und jeder aus der Gemeinde ist eingeladen, dabei mitzumachen. Presbyterinnen und Presbyter werden in einem besonderen Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.

Wie viel Aufwand bedeutet das?

Neben den monatlich stattfindenden Sitzungen ist auch Zeit für das Lesen von Protokollen und Sitzungsvorlagen einzuplanen. Jede Mitarbeit in einem weiteren Ausschuss oder mit einer Beauftragung bringt weiteren Zeitaufwand mit sich.Die Aufgaben eines Presbyteriums sind vielfältig: Nicht alle können sich in jedes Thema gleichermaßen einarbeiten

Welche Unterstützung gibt es?

Alle Mitglieder des Presbyteriums haben Anspruch auf vollständige und umfassende Informationen, die sie für die Ausübung ihres Dienstes brauchen. Auch wird ihnen die Nutzung des Intranets der Landeskirche https://portal.ekir.de empfohlen: Neben der Einrichtung eines persönlichen E-Mail- Postfachs sind dort viele weitere hilfreiche Informationen zu finden. Die Presbyterinnen und Presbyter arbeiten ehrenamtlich. Sie haben Anspruch auf Auslagenerstattung, z. B Fahrtkosten, Kinderbetreuungskosten, Porto und Telefonkosten. Als Unterstützung für die neuen Aufgaben im Presbyterium werden verschiedene Fortbildungen angeboten. Einen Überblick darüber gibt es hier: www.ekir.de/fortbildung.

Quelle: www.presbyteriumswahl.de - Nicole Ganss

 



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