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für den 13.07.2020

Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!

Hosea 10,12

Kandidaten für das Amt des Superintendenten befragt

Was macht für Sie dieses Amt so besonders?

Welche Pläne möchten die drei Kandidaten für das Amt des Superintendenten im Kirchenkreis Lennep umsetzen? Was glauben sie, sind die größten Herausforderungen, die Kirche in den nächsten Jahren meistern muss? Wir fragten die Kandidaten, die sich am 5. Juni 2020 zur Wahl stellen.

Pfarrer Dr. Dieter Jeschke, Pfarrerin Antje Menn und Pfarrer Karl Hesse (v.l.) haben sich um das Amt des Superintendenten im Kirchenkreis Lennep beworben. Foto: Volk LupePfarrer Dr. Dieter Jeschke, Pfarrerin Antje Menn und Pfarrer Karl Hesse (v.l.) haben sich um das Amt des Superintendenten im Kirchenkreis Lennep beworben. Foto: Volk

Zum 1.Oktober 2020 verabschiedet sich Pfarrer Hartmut Demski, Superintendent des Kirchenkreises  Lennep, in den Ruhestand. Die drei Bewerber Karl Hesse, Landespfarrer für Jugendarbeit, Leiter der Ev. Jugendbildungsstätte Hackkhauser Hof in Solingen, Dr. Dieter Jeschke, Pfarrer in der Ev.-ref. Kirchengemeinde Radevormwald,  und Antje Menn, Pfarrerin in der Ev. Kirchengemeinde Lennep, bewerben sich um die Nachfolge. Hier die Antworten auf unsere Fragen:

1. Was macht das Amt des/der Superintendenten/in des Kirchenkreises Lennep aus Ihrer Sicht so besonders?

Karl Hesse: Besonders ist für mich die Mischung aus städtischem und ländlichem Raum, gepaart mit der Schönheit der Landschaft und der Bauten sowie ihrer Würde aus Tradition und Geschichte. Besonders ist auch das neu geschaffene Hauptamt des Superintendenten, das Rollenklarheit schafft und eine externe Sichtmöglichkeit eröffnet. Positiv angesprochen hat mich das Setzen regelmäßiger Gottesdienste im Kirchenkreis jenseits der aus dem Amt erwachsenden. Hier sehe ich eine großartige Chance, über das Vorbereiten und Feiern der Gottesdienste an verschiedenen Orten die einzelnen Gemeinden und Einrichtungen in ihrer Tradition und Kultur, ihrem Stolz und ihrer Vision kennen zu lernen und wert zu schätzen.

Dr. Dieter Jeschke: Ich vergleiche die Kirche mit einem Netz, das hält. Im Kirchenreis Lennep sehe ich in den einzelnen Gemeinden und kirchlichen Orte (z.B.Schulen, Krankenhäuser, Diakonie) ein solches Netz, z.B. auch inunseren landeskirchlich einzigartigen Abteilungen.  Schon jetzt  gibt es im Kirchenkreis  motivierte Pfarrerinnen und Pfarrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an diesem Netz knüpfen, damit es zusammenhält und den Menschen Halt gibt in allen denkbaren Glaubensfragen und Lebenssituationen. Der Superintendent ist vor allem ein ausdauernder „Netzwerker“, der an leitender Stelle dafür sorgen muss, dass das Netz gut hält.

Antje Menn: Was ich am Kirchenkreis Lennep sehr schätze, ist die bunte Vielfalt seines Glaubenslebens in den Gemeinden und an den vielen anderen kirchlichen Orten. Ich mag die Menschen, die hier leben. Als Superintendentin möchte ich dazu beitragen, dass der Kirchenkreis einladend – vielfältig – bergisch ist und bleibt.

2. Vor welchen großen Herausforderungen steht Kirche in den nächsten Jahren?

Antje Menn: Angesichts kleiner werdender personeller und finanzieller Ressourcen stehen wir vor der Aufgabe, in den kommenden zehn Jahren einen einschneidenden Wandel in unserer Kirche zu gestalten. Da wird es beispielsweise um Fragen stärkerer Vernetzungen und Kooperationen gehen. Die größte Herausforderung – und damit zugleich Chance – sehe ich aber darin, wie es uns gelingt, den Schatz unserer Botschaft so zu kommunizieren, dass Menschen diesen wieder oder erstmals als für sich relevant erleben.

Dr. Dieter Jeschke: Trotz aller schon erfolgten und oft ermüdenden Reformen werden weitere Einschnitte folgen müssen. Unsere Aufgabe wird es sein, mit den weniger werdenden finanziellen Möglichkeiten ein Netzwerk  zu erhalten, das den einzelnen Menschen im Blick behält und ihm die Gewissheit ver-mittelt: „Deine Kirche ist für dich da!“ Das ist der Netzwerk-Auftrag Jesu Christi; er ist es, der uns herausfordert, der uns aber auch den Grund gibt, auf dem wir fest stehen können.

Karl Hesse: Eine Herausforderung wird die Frage nach der Organisation von Kirche als Antwort auf weitreichende Veränderungen sein. Die demographische Entwicklung betrifft Haupt- und Ehrenamt und die Strukturen; die Finanzierung kirchlicher Aufgaben wird anders und nicht einfacher; Sympathie und Verständnis für Kirche und Gemeinde in der Öffentlichkeit der Gesellschaft im städtischen und ländlichen Raum zu schaffen und zu bewahren, bedarf eigener Aufmerksamkeit.
Mindestens so wesentlich wie die Frage nach der Organisation von Kirche ist die nach unserer christlichen Existenz: wie können wir die Relevanz christlichen Glaubens für unser Leben individuell und für die Welt als Ganze sichtbar, überzeugend und attraktiv machen.

3. Auf was würden Sie sich in diesem Amt besonders freuen?

Dr. Dieter Jeschke: Ein Netz, das wirklich Halt gibt, besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Netzteilen, die sich gegen-seitig bereichern und ergänzen. Ich freue mich über die Vielfalt an Menschen, Kirchengemeinden undkirchlichen Orten! Alle sind gleich wichtig und machen das Netz stabil.Ich freue mich über die Segenszusage unseres „Seilermeisters“ Jesus Christus und die reiche Vielfalt seines Netzes!

Antje Menn: Mir liegen Begegnungen und guter Austausch am Herzen: Mit den Gemeinden und Presbyterien, den Mitarbeitenden und Einrichtungen im Kirchenkreis sowie, über den eigenen Tellerrand hinaus, in ökumenischen und öffentlichen Kontexten.
Ich würde mich freuen, wenn wir als Kirche in der Region glaubwürdig unsere Stimme für Menschenrechte, Frieden und die Umwelt erheben und evangelische Impulse setzen.

Karl Hesse: Miteinander acht Jahre Zeit zu haben, um daran als leitender Teil kräftig mitwirken zu dürfen:
Gemeinden, kreiskirchliche Einrichtungen und Dienste bieten Menschen solidarisch Heimat, Orientierung und Möglichkeiten, sich zu entfalten und zu engagieren. Diakonie und Einrichtungen sind gefragte Partner der Städte. Als Arbeitgeberin sind wir wertgeschätzt, verlässlich und fair. Als Evangelische Kirche sind wir geistlich und sozial erkennbar ein sympathischer und wesentlicher Teil im Bergischen Land, wobei die Bandbreite an Gottesdiensten zu unserer Attraktivität beiträgt.

 

 

 

Katrin Volk, Ref. für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Lennep / 27.05.2020



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