Unser großes Wochenende zum Frieden
Friedensfest

Tatsächlich Frieden

Vom 27. bis 29. September 2019 veranstaltete der Kirchenkreis Lennep ein Wochenende ganz im Zeichen des Friedens. Hier finden Sie weitere Informationen im Rückblick.

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Diakonisches Werk
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Mittwoch, 11. Dezember, 20.00 Uhr
Adventsandacht für Frauen-"Vertrauen wagen..."
Pauluskirche
Donnerstag, 12. Dezember, 18.30 Uhr
Sternstunde im Stall
Kirche Goldenberg
Sonntag, 15. Dezember, 10.00 Uhr
Gottesdienst im CVJM-Haus Linde
Jugendheim Linde und in Walbrecken

 

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Musik(er)leben im Kirchenkreis 

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Losung

für den 11.12.2019

Noah fand Gnade vor dem HERRN.

1.Mose 6,8

Im Gespräch mit Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski

"So ist Kirche heute - das ist ja toll"

In einem bewegenden Gottesdienst ist Sabrina Frackenpohl-Koberski am 10. November in ihr Amt als neue Pfarrerin für den Gemeindebezirk Tente der evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen eingeführt worden. Wir haben mit ihr über ihre Aufgaben, Wünsche und Hoffnungen gesprochen.

Foto: Theresa Demski Foto: Theresa Demski

Was sind Ihre Herzenswünsche für Ihr Wirken im Gemeindebezirk Tente?

Die Kirchengemeinde Wermelskirchen und der Tenter Bezirk lebt von und durch die vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden in allen Bereichen – Familienkirchenarbeit, CVJM und Jugend, Förderverein, Posaunenchor, Chor, Besuchsdienstkreis, Seniorenmittagstisch, Geburtstagsfrühstück, Familienfreizeit und so vieles mehr. Was wäre Gemeinde ohne all diese Menschen, die mit Herz, Hand und Verstand das Ihre dazutun, damit Gemeinde auch wirklich Gemeinschaft ist?! Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam ein Ort der Begegnung zwischen Menschen und mit Gott bleiben – in dem jeder sein darf, wie er ist und hier ein Zuhause und gemeindliche Heimat findet.

 

Nach der einstimmigen Wahl im September: Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski. Foto: Theresa Demski LupeNach der einstimmigen Wahl im September: Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski. Foto: Theresa Demski

Keine Hierarchie zwischen Gemeinde und Pfarrer

Was gehört alles zu Ihrer Arbeit?

Als Pfarrerin liebe ich gerade die Abwechslung meiner Arbeit. „Von der Wiege bis zur Bahre“ darf ich Menschen begleiten und ihr Leben unter Gottes Segen wahrnehmen.
Schwerpunkte meiner Arbeit sind zurzeit die Arbeit mit Familien, die Seelsorge und der Gottesdienst.
Neben den klassischen Taufgesprächen begleite ich Familien eng durch und über den Tenter Kindergarten und die Kindertagesstätte Wielstraße. In beiden Einrichtungen übernehme ich zurzeit die religionspädagogische Arbeit, feiere Mini-Gottesdienste. Besonders liebe ich die Projektwochen, in denen ich mehrere Tage mit den Kindern von Gott und seinen Menschen erzähle und biblische Geschichte erfahrbar mache. Über die Schulgottesdienste und die Kinderbibelwoche bleibe ich mit den Kindern und Eltern in Kontakt.

Konnten Sie bereits Neues etablieren?

Neben der „Kirche für Kleine und Große“ feiern wir in Tente seit zwei Jahren die Osternacht mit der Jugend und dem CVJM. Viermal im Jahr feiern wir unser ganz neues Format, „Frei:tag“. Ein Gottesdienst am Freitagabend mit großer Band, junger Musik, parallelem Kindergottesdienst zum selben Thema und gemeinsamem Abendbrot. Das macht so viel Spaß und ist ein so großer Segen, mit Menschen Gottesdienst vorzubereiten und zu feiern! Und da gibt es keine Hierarchie zwischen Pfarrerin und Gemeinde. Jeder darf mitmachen und soll das auch! Weil Gottesdienst so lebendig wird und Gott mit seinen Menschen in Kontakt bringt.

Nach der Taufe ein fröhliches Erschrecken erlebt

Worauf freuen Sie sich in Ihrem Amt besonders?

Ich bin sehr dankbar und fühle mich sehr gesegnet, dass ich mit meiner Familie hier in Wermelskirchen Tente bleiben kann – und das mit so viel Zuspruch und Wertschätzung!
Ich freue mich darauf, mit den bewährten und hoffentlich noch neu entstehenden Teams zusammen zu arbeiten. Im Bereichsausschuss klappt das schon wunderbar, ebenso im CVJM, Förderverein und all unseren Gruppen und Kreisen. Menschen begegnen, von Gott erzählen, Lebensgeschichte im Lichte Jesu wahrnehmen, im Bezirk mit Menschen leben, Neues wachsen sehen – auf all das und viel mehr freue ich mich!

Auf der jüngsten Kreissynode haben wir nach neuen Wegen gesucht, die Angebote der evangelischen Kirche wieder attraktiver für mehr Menschen zu machen. Gibt es Dinge, die Sie deshalb ausprobieren möchten bzw. werden?

Ich möchte gerne weg von der Defizitorientierung unserer Kirche. Lasst uns darüber sprechen, was schon gut läuft anstatt immer darüber, was (noch) nicht gut geht. Weil wir in dem lebendigen und begeisterten Erzählen unserer Leidenschaften und gelungener Projekte Menschen begeistern können, sollen und müssen! Kolleginnen und Kollegen, Presbyterien und Ehrenamtler leisten schon jetzt wunderbare Arbeit! Lasst es uns ihnen auch sagen und es weitertragen in die Welt! Wir sprechen zu wenig über uns (da können uns Social Media helfen!), über das, was uns ausmacht, wie Kirche heute ist! Oft erlebe ich nach Taufen oder Trauungen ein fröhliches und erleichtertes Erschrecken: „So ist Kirche heute – das ist ja toll! Ich dachte immer, Kirche wäre noch alt und altbacken!“ Ja, liebe Menschen in und außerhalb von Gemeinde – wir können was und wir sind was! Und bei uns wird auch gelacht und geklatscht, aber auch gemeinsam getrauert und geweint. Weil all das möglich ist mit offenen Herzen und tatkräftigen Händen. Ihr Kinderlein kommet und seht: Die Türen stehen offen für euch alle!

Vielen Dank für das Gespräch!

Kommen Sie mit Pfarrerin Frackenpohl-Koberski ins Gespräch.

 

14.11.2019



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