27. bis 29.9.2019
Friedensfest

Tatsächlich Frieden

Vom 27. bis 29. September 2019 veranstaltet der Kirchenkreis Lennep ein Wochenende ganz im Zeichen des Friedens. Hier finden Sie weitere Informationen.

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Diakonisches Werk
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Donnerstag, 27. Juni, 10.00 Uhr
Gottesdienst im Haus Clarenbach
Kirche Lüttringhausen
Sonntag, 30. Juni, 10.00 Uhr
Gottesdienst im ev. Gemeindehaus Lüttinghausen
Kirche Lüttringhausen
Sonntag, 30. Juni, 10.00 Uhr
Ökumenischer Kindergottesdienst im Gemeindehaus
ev.Gemeindehaus Lüttringhausen

 

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Kirchenmusik
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Musik(er)leben im Kirchenkreis 

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Losung

für den 24.06.2019

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?

Hiob 2,10

"Wir in dieser Welt" - diesmal von Pfarrerin Tabina Bremicker

Ein fröhlicher Blick auf das Leben

Mein Ohr klebt an der Tür. Ganz nah dran und doch außen vor. Der Schulunterricht hat begonnen und ich stehe vor dem Klassenzimmer und traue mich nicht hineinzugehen. Hinter der Tür höre ich Stimmen und Gewusel.

Ich jedoch stehe draußen, weil ich mich in der Zeit vertan habe und zu spät bin. Soll ich nun hineingehen oder nicht? – Diese Erinnerung aus meiner Schulzeit ist mir auch als Erwachsene noch präsent.
Der größere Zusammenhang ist für mich: Habe ich den Mut, mich einer Situation zu stellen, die mir Angst macht? Ist es okay Fehler zu machen? Und wenn etwas schief geht, fühle ich mich dann klein und unzulänglich, bin ich dann sozusagen zur falschen Zeit am falschen Ort oder kann ich mir ein Herz nehmen und sagen: „So etwas passiert, nimm es nicht so schwer“?
In meinem Alltag, meinem Arbeiten und Handeln habe ich oft einen hohen Anspruch an mich selbst. Alles muss perfekt sein, bestens vorbereitet, gut organisiert, bis ins letzte durchdacht. Dann bin ich frustriert, wenn das Leben anders läuft, chaotisch und ungeordnet scheint.

 

Stürme los und öffne die Tür

Ein Briefwechsel zwischen Sol Lewitt und Eva Hesse, gefunden in dem Buch „Letters of note“, spricht mir da aus der Seele. Beide sind Künstler und da Eva an ihrer Arbeit zweifelt, schreibt ihr Sol: „Habe Vertrauen in deine Fähigkeiten. Wenn du Angst hast, mache sie dir zunutze. Zeichne und male deine Angst und Furcht. Du besitzt die Fähigkeit, absolut alles zu tun. Also: Tue es. Just do it.“ In dieser Weise macht er seiner Freundin Mut.
Die Bibel findet dafür folgende Worte: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7) Sicher werde ich noch oft Fehler machen, werde zweifeln und grübeln und ängstlich das Ohr an die Tür halten. Aber als Christin weiß ich, dass ich darin nicht alleine bin. Ich habe Füße und Hände, Kopf und Herz geschenkt bekommen, bin ein Kind Gottes, wertvoll und besonders in seinen Augen. Sein Geist gibt mir Kraft, feuert mich an, macht mir Mut. Er schenkt mir Liebe und Besonnenheit und damit einen fröhlichen und gnädigen Blick auf mein Leben. Wenn ich mir selbst nichts zutraue, wenn ich zweifele und fürchte, brüte und kämpfe, stolpere und taumele, weht Gottes Geist mir ins Herz und ermutigt mich: Lass deine Zweifel los. Gib sie frei. Und dann gehe keinen Schritt zurück, sondern stürme los, wirf dich hinein. Öffne die Tür.

Pfarrerin Tabina Bremicker, Evangelische Krankenhausseelsorgerin Radevormwald

Die Wochenandachten erscheinen immer am Freitag in der Tageszeitung rga.

 

23.01.2019



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