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Losung für den 20.11.2019

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen. Psalm 71,23

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern. Epheser 5,19

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Lüttringhauser Gespräche 2015

Am Dienstag, 03.11.2015 um 19.30 Uhr findet im evangelischen Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz in Lüttringhausen der erste Abend der diesjährigen Lüttringhauser Gepräche statt:

 Die Lüttringhauser Gespräche 2015 fokussieren auf die Verschiebung von Grenzen und Werten in unserer Gesellschaft. Tabubrüche im politischen, medizinischen oder sozialen Bereich können Fortschritt bedeuten, Ausdruck von Zivilcourage sein oder auch Schaden anrichten.
Dies zeigt sich in der gesellschaftlichen Diskussion über Rechtsextremismus, Islamophobie und die Pegida-Bewegung, wo Marken des politischen Diskurses hinterfragt oder verschoben worden sind. Auch in der medizinischen Forschung, z.B. bei der Stammzellenforschung und Möglichkeiten der menschlichen Selbstoptimierung (Human Enhancement) tun sich Möglichkeiten auf, die Grenzüberwindung und Grenzüberschreitung zugleich sein können. Eine Verschiebung von Grenz-Werten ist auch im Sport zu beobachten, wo nicht nur mit allen Mitteln Leistungsmarken zu toppen versucht werden, sondern immer mehr Menschen oft in neuen und extremen Herausforderungen Grenzerfahrungen suchen.
Die Lüttringhauser Gespräche möchten angesichts dieser Verschiebung von Grenzen und Wertorientierungen im Gespräch mit Fachleuten zu kritischem Austausch, Vergewisserung und neuen Einschätzungen und Einsichten anregen.

Am Dienstag, 03.11.2015 um 19.30 Uhr findet im evangelischen Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz in Lüttringhausen der erste Abend der diesjährigen Lüttringhauser Gepräche statt: 

 

GRENZENLOSER FORTSCHRITT IN DER MEDIZIN
Was möglich ist, ist auch erlaubt!?
Dr. theol. Michael Coors
Pastor, Zentrum für Gesundheitsethik, Evangelische Akademie Loccum

In der medizinischen Forschung tun sich Möglichkeiten auf, die Grenzüberwindung und Grenzüberschreitung zugleich sein können. Stammzellenforschung, Reproduktionsmedizin, Human Enhancement und die Frage nach der Selbstoptimierung des Menschen bis ins hohe Alter wecken die Hoffnung, manche Grenzen überwinden zu können, denen der menschliche Körper heute noch unterworfen ist. Allerdings werfen Entwicklungen in diesem Feld auch neue ethische Fragen danach auf, wie weit hier in diesen Zusammenhängen durch menschliches Eingreifen auch Grenzen verschoben werden und ob alles erlaubt ist, was machbar erscheint. Dr. Coors wird Chancen und die Grenzen der Weiterentwicklung der Medizin in ethischer Hinsicht ausloten.

 

Am Dienstag, 10.11.2015 um 19.30 Uhr findet im evangelischen Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz in Lüttringhausen der zweite Abend der diesjährigen Lüttringhauser Gepräche statt:

GOING EXTREME
Individuelle Grenzerfahrungen im Sport
Arnd Bader, Ausdauersportler und Dipl. Sozialwissenschaftler, Remscheid

Immer mehr Menschen suchen in neuen, extremen sportlichen Herausforderungen individuelle Grenzerfahrungen. Varianten des Marathonlaufens sowie des extremen Trail-, Berg- und Ultralangstreckenlaufs und anderer Ausdauersportarten sind nicht mehr allein mit den Kategorien des klassischen Leistungssports fassbar, sondern eröffnen den Blick auf eine stetig wachsende Bewegung, in der ein hoher Grad an Erlebniswert und die Suche nach immer neuen Grenzerfahrungen zu sinn- und kulturstiftenden Elementen werden.
Warum suchen Menschen vermehrt diese Formen der Freizeitbeschäftigung, in denen sie ihre Grenzen austesten können? Was treibt sie dazu an? Ist es eine Sucht, oder der Drang nach Selbstoptimierung und Leistungsfähigkeit? Ist es nur Narzismus oder steckt dahinter Selbstverwirklichung, Sinnsuche, das Streben nach einem besonderen "Gesundheits-niveau", nach Äquilibration, der persönlichen Gleichgewichtsherstellung auf einem höheren Niveau? Und geht es nicht vielen, gerade älteren Ausdauersportlern darum, die Grenzen des Alterns offensiv und mit Spaß und viel Lebensfreude zu überwinden?

Der Referent wird aus eigener Erfahrung in über 40 Jahren Ausdauer-Leistungssport und als Sozialwissenschaftler diese Fragen erörtern und ausloten, wie in diesem Lebensbereich Grenz-Werte und Grenzmarkierungen in Bewegung gekommen sind und wie diese Suche nach Grenzerfahrungen eingeschätzt werden kann.

Am Dienstag, 17.11.2015 um 19.30 Uhr findet im evangelischen Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz in Lüttringhausen der dritte Abend der diesjährigen Lüttringhauser Gepräche statt:

GRENZ-WERTE IM POLITISCHEN DISKURS
Strategien, Regeln und Prinzipien des politischen Diskurses in Zeiten von Pegida
Dr. Ana Honnacker,
Forschungsinstitut für Philosophie, Hannover

Rechtsextreme Haltungen fassen in der Mitte der Gesellschaft und auch in den Kirchen Fuß. Das belegen Studien. Ereignisse der letzten Monate haben diesen Haltungen neue Foren gegeben. Der starke Zustrom an Flüchtlingen, Terrorakte in Europa, gewaltbereite Salafisten, das Aufkommen von Pegida und die Koalition mit HoGeSa, ein verstärkter Antisemitismus und eine noch nie so stark vorherrschende Islamophobie erschweren einen politischen Diskurs, der an Sachlichkeit, Verständigung und Toleranz orientiert Lösungen sucht. Der Anspruch der politischen Korrektheit bzw. gerade der Tabubruch unter dem Mantel der Zivilcourage vermint das Gelände eines Sachdiskurses zusätzlich.
Die Referentin wird diese Verschiebungen in der Diskussionskultur nachzeichnen und Strategien, Regeln und Prinzipien erörtern, die für einen politischen Diskurs auch in diesen belasteten und konfliktiven Konstellationen demokratisch verantwortlich, zielführend und lösungsorientiert sind.

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28.10.2015



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