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Prof. Matthias Franz im Abendforum

Die Bedeutung der Väter für die frühkindliche Entwicklung

Auf Einladung der Männerarbeiten im Rheinland und Westfalen referierte Prof. Dr. Matthias Franz von der Universität in Düsseldorf im Rahmen eines Abendforums zu aktuellen Forschungsergebnissen zur Bedeutung des Vaters für die frühkindliche Entwicklung.

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Praktiker und Praktikerinnen aus beiden Landeskirchen und unterschiedlichen Berufsfeldern teil.

Nach Ansicht des Facharztes für Psychosomatische Medizin und Psychoanalytikers Prof. Franz lassen sich aus entwicklungspsychologischer Sicht vier Entwicklungsschritte beschreiben, bei denen die emotionale Präsenz eines fürsorglichen und empathischen Vaters für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist. Hierzu gehört z.B. die Förderung der Entwicklung der Geschlechtsidentität. Gerade für Jungen im Alter zwischen 3 und 6 Jahren bietet sich durch einen präsenten und emotional verfügbaren Vater eine wichtige männliche und prägende Identifikationsfigur.

Vielen Jungen mangelt es heute an einem solchen Identifikationsmodell z.B. als Auswirkung von trennungsbedingter Vaterlosigkeit. Die Filmbranche hat dieses Identifikationsdefizit aufgegriffen und präsentiert, mit Filmen wie z.B. „Matrix“ vaterlose Söhne auf der Suche nach omnipotenten Ersatzvätern.

Nicht zuletzt auch durch die Erforschung der kriegsbedingten Folgen von Vaterlosigkeit konnten zudem wichtige Erkenntnisse für die Bewertung der Vaterrolle und den Folgen von Vaterlosigkeit gefunden werden.
Ein emotional präsenter und verfügbarer Vater wirkt sich aus entwicklungspsychologischer Sicht durchweg positiv auf die kindliche Entwicklung aus.

Die Förderung der Beziehung von Vätern und Kindern kommt vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung zu. Väter müssen ermutigt werden ihre Verantwortung wahrzunehmen – gleichzeitig ist es aber auch wichtig Hürden in den Blick zu nehmen die eine aktive Vaterschaft verhindern. Die Männerarbeit im Rheinland und die Männerarbeit Westfalen möchte mit ihren Angeboten, wie z.B Vater-Kind-Wochenenden Akzente setzen und Väter aktiv unterstützen.

„Mit dem Thema des Abendforums wollten wir jenseits aller Klischees und Vorurteile zu einer öffentlichen Diskussion beitragen die die Rolle von Vätern im Sinne des Kindeswohles ernst nimmt“, so die Organisatoren.

Jürgen Haas

13.10.2010



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