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Vom Rhein an den Bosporus

Verabschiedung von Rainer Volz

Vom Rhein an den Bosporus: Rainer Volz, Leiter des Zentrums für Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland, gibt seinen Posten auf, um nach Istanbul zu ziehen, wo seine Frau Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei wird

Entpflichtung und Verabschiedung von Rainer Volz am 02.12.2010 Entpflichtung und Verabschiedung von Rainer Volz am 02.12.2010

Vom Rhein an den Bosporus: Rainer Volz, Leiter des Zentrums für Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland, gibt seinen Posten auf, um nach Istanbul zu ziehen, wo seine Frau Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei wird. Am 02.12.2010 wurde Rainer Volz im Düsseldorfer FilmFunkFernsehZentrum der rheinischen Kirche von seinem Dienst entpflichtet und verabschiedet.
Rainer Volz hat sich über die rheinische Kirche hinaus einen Namen gemacht: Er ist Co-Autor von großen wissenschaftlichen Männerstudien. „Männer im Aufbruch“ erschien 1998 und beschreibt, „wie Deutschlands Männer sich selbst und wie Frauen sie sehen“, so ihr Untertitel. „Männer in Bewegung” lautete zehn Jahre später die ebenfalls viel beachtete Folgeuntersuchung von Rainer Volz und Paul M. Zulehner. Neben diesen beiden großen Werken forschte und veröffentlichte Volz u.a. auch zu Fragen der Kirchenmitgliedschaft.

Lieber Rainer,
als Mann, der schon vor seiner Arbeit hier im Rheinland mit unserem Thema befasst war, fiel es Dir nicht schwer vor 6 ½ Jahren in die Arbeit hinzuwachsen. Das war ein Glück für uns.

Gerne und mit Zufriedenheit erinnern wir uns an die zahlreichen Projekte, die wir gemeinsam in den Jahren seit 2004 gestemmt haben.
o Die Besuche in den zahlreichen Pfarrkonventen
o Die Erstellung der Arbeitshilfe „Väter“
o Die Verfassung der kleinen Broschüren „Die Männer und der liebe Gott“, „Was macht Man(n) mit Kirche“, „Männer und Gesundheit“
o Die engagierte Mitgestaltung der Arbeit in den unterschieldichen Gremien
o Die Besuche in den Gemeinden und Kirchnkreisen
um nur einiges anzureißen.

Und dann waren da die Aufträge, die von Deiner Profession als Soziologe bestimmt wurden, die Studien, „Wollen Frauen den neuen Mann“, die „Zeitverwendungsstudie“, neben den großen Männerstudien die Du für die Evangelische und Katholische Männerarbeit (siehe oben) zusammen mit Paul Zulehner verantwortet hast, die uns für die nächsten Jahre noch viel Arbeit, hinsichtlich der Umsetzung ihrer Erkenntnisse, bringen wird. Sie alle haben unserer Arbeit eine Tiefe und die wissenschaftliche Begründung geliefert. Damit war klar, dass die Thesen für eine männerspezifische Arbeit nicht einfach als persönliche Meinung von den Männern der Männerarbeit abgetan werden konnten.

Das Thema unseres Auftrages war niemals todernst. Das Lachen über die Unzulänglichkeiten im Geschlechterverhältnis ist mir noch gegenwärtig und es war manches Mal befreiend. Der Streit der Männer um den richtigen Weg brachte nicht nur Ärger mit sich, oft auch Humoriges.

Wir waren uns einig, dass allzu viel Ideologie weder auf Seiten der Männer noch auf Seiten der Frauen gut tut. Übrigens auch nicht in der Kirche. An der Differenzierung der Sachverhalte, das habe ich in der Zusammenarbeit mit Dir gelernt, führt kein Weg vorbei.
Es war nicht immer einfach, auf der einen Seite den Frauen zu signalisieren, dass wir ihre errungenen Rechte nicht streitig machen wollten, auf der anderen Seite aber die berechtigten Anliegen einer männerspezifischen Arbeit nicht einfach aufzugeben. Eine männerspezifische Arbeit hatte sich sowohl in Richtung der Frauen Gehör zu verschaffen als auch Männer für dieses Anliegen zu gewinnen. Dass diese Gradwanderung möglich wurde, ist Deiner Bestimmtheit und Beharrlichkeit, mit denen Du für unsere Belange eingetreten bist, zu danken.

Das alles hat mit dazu beigetragen, ein neues Profil für die Männerarbeit zu entwickeln.

Nun ist es denen aufgetragen, die hier bleiben, Deine Anliegen weiterzuentwickeln. Wir werden es gern tun und oft an Dich denken.

Dir wünschen wir am neuen Ort ein gelingendes Einleben, schnell viele neue Freunde, viele offene Arme und Gottes Segen mit den folgenden Worten von H.-D. Hüsch

Abschiedssegen

Lieber Freund und Bruder,
Gott unser Herr über Anfang und Ende
Gestern heute und Morgen
Möge dir auf deiner großen Reise in die Zukunft
stets nahe sein
So sehr wir dich vermissen werden
Genauso wissen wir aber auch
Dass in den neuen Gegenden Gottes
in denen du nun leben und arbeiten wirst
deine Güte dein Humor und deine Sprache
willkommen sein wird
Möge der Herr Krankheit und Gewalt
von dir fernhalten
Deine Gabe, Feinde in Freunde zu verwandeln
weiterhin segnen
und dich in deiner Sanftmut bestärken
Möge er uns noch oft an deine Freundlichkeit
und deine Geduld erinnern

Jürgen Rams
Für die vielen Männer in der Männerarbeit

08.12.2010



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