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Landespfarramt für Notfallseelsorge
der Evangelischen Kirche im Rheinland
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42285 Wuppertal

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Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland

Ein Terroranschlag macht Jan Angst

Jan hat auf dem Schulweg mitbekommen, dass Terroristen einen Anschlag verübt haben.
Das Buch beschreibt, wie es Jan in den Tagen nach dem Anschlag ergeht und wie in der Schule und zu Hause mit der außergewöhnlichen Situation umgegangen wird.

Tipps für Eltern zur Begleitung von Kindern nach einem Terroranschlag

Sollte man mit Kindern über Terror und Anschläge sprechen?

Zeigen Sie sich gesprächsbereit und hören Sie aufmerksam zu, wenn Ihre Kinder über das Geschehene reden! Sprechen Kinder von sich aus das Erlebte an, so sollten sich Antworten unmittelbar an den Fragen orientieren. Beantworten Sie Fragen offen und ehrlich. Drängen Sie Ihren Kindern aber keine Gespräche über die Terrorakte auf.

Verdeutlichen Sie Ihren Kindern, dass die Terrorakte im Augenblick beendet worden sind. Erklären Sie, dass die Polizei alles tut, damit die Täter rasch gefasst werden und so etwas nicht noch einmal geschieht.

Wie kann man mit Kindern über Terrorangriffe reden?
Vermitteln Sie die zur Verfügung stehenden Informationen stets so sachlich wie möglich. Bagatellisieren Sie das Geschehene nicht, aber dramatisieren Sie es auch nicht zusätzlich: Versuchen Sie einerseits nicht, das Geschehene „klein zu reden“ oder „herunterzuspielen“, um Ihre Kinder vermeintlich zu schützen. Äußern Sie andererseits aber auch nichts, was zusätzliche Ängste auslösen könnte. Spekulationen über etwaige Folgen der Anschläge und weitere befürchtete Terrorszenarien sind Kindern gegenüber unangebracht.
Verheimlichen Sie Ihre eigene Betroffenheit nicht. Kinder spüren rasch, wenn Ihnen etwas vorenthalten wird und fühlen sich dann u. U. betrogen oder ausgegrenzt. Erklären Sie ggf., warum Sie auch selbst besorgt oder traurig sind, damit Kinder Ihr Verhalten angemessen einordnen können.

Wie kann man Kindern „Terrorismus“ erklären?
Terroristen tun schreckliche Dinge. Ihnen gefällt es häufig nicht, wie wir leben und wie unsere Politiker Entscheidungen treffen. Sie wollen die Welt mit Gewalt nach ihren Vorstellungen verändern. Sie wissen aber, dass es nur ganz wenige Menschen gibt, die die Ideen der Terroristen gut finden. Deshalb versuchen sie ihre Vorstellungen mit Gewalt durchzusetzen. Mit schrecklichen Taten versuchen Sie Angst und Unsicherheit zu verbreiten. So hoffen sie viel Aufmerksamkeit für ihre Ideen zu bekommen. Wichtig zu wissen ist jedoch: Nur ganz wenige Menschen sind Terroristen. Wenn die Polizei Terroristen verhaftet, kommen sie vor ein Gericht und werden verurteilt, fast immer zu einer langen Gefängnisstrafe.

Wie soll mit der Berichterstattung in den Medien umgegangen werden?
Kinder von sämtlichen Medienberichten fern zu halten, ist weder möglich noch sinnvoll. Lassen Sie Ihre Kinder mit den Medienberichten jedoch keinesfalls allein. Schauen Sie einzelne Meldungen, insbesondere spezielle Kindernachrichten, ggf. gemeinsam an. Zudem sollte der Medienkonsum begrenzt werden: Ständige Wiederholungen von schrecklichen Bildern und Videos, insbesondere auch im Internet, können zusätzlich erheblich belasten.

Welche Reaktionen können Kinder zeigen?
Kinder, die von einem Terrorakt erfahren haben, können unterschiedliche Reaktionen zeigen. Dazu gehören z. B. Konzentrationsschwierigkeiten, Albträume, Ängstlichkeit oder Gereiztheit. Manche Kinder bringen ihre Befindlichkeit auch in Zeichnungen oder in ihren Spielen zum Ausdruck. Solche Reaktionen sind zunächst normal, zeigen Sie Verständnis dafür. In den meisten Fällen klingen diese Reaktionen nach kurzer Zeit wieder ab. Wenn sie jedoch sehr stark ausgeprägt sein sollten oder mehrere Wochen anhalten, sollten Sie sich an einen Experten/eine Expertin (z. B. Kinderarzt, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin) wenden. Manchmal kann professionelle Unterstützung bei der Bewältigung des Erlebten notwendig sein. Scheuen Sie sich dann nicht, diese in Anspruch zu nehmen.

Was hilft Kindern bei der Verarbeitung von problematischen Erlebnissen?
Machen Sie deutlich, dass und wie den betroffenen Menschen geholfen wird. Weisen Sie darauf hin, dass die Verletzten in Krankenhäusern und dort „in guten Händen“ sind. Sprechen Sie darüber, wie Menschen sich gegenseitig trösten und für Unterstützung sorgen können. Lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Kinder auch auf positive Aspekte, etwa darauf, dass viele Menschen in Sicherheit gebracht werden konnten und die Polizei sehr rasch vor Ort gewesen ist.

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern, ob es etwas gibt, was sie selbst tun könnten. Kinder können z. B. symbolisch eine Kerze anzünden, für die Betroffenen beten oder in einem Brief aufschreiben, was sie den Betroffenen gerne mitteilen würden.

Vorabdruck aus:
Dr. Lars Tutt
Ein Terroranschlag macht Jan Angst  
Redaktion: Prof. Dr. Harald Karutz, Dr. Uwe Rieske, Jutta Unruh
Illustration: Nina Zuchowski

Vertrieb: www.notfallseelsorge-shop.de

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21.07.2017



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