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Landespfarramt für Notfallseelsorge
der Evangelischen Kirche im Rheinland
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42285 Wuppertal
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Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland

Nachsorge-Treffen für Angehörige der Opfer der abgestürzten Germanwings-Maschine Flug 4U9525

Im November 2019 findet ein weiteres Angehörigentreffen für Hinterbliebene nach dem Absturz der Germanwings-Maschine statt.

 

Der Wunsch zu einem weiteren Angehörigentreffen wurde bereits am 24.03.2018, dem dritten Jahrestag der Katastrophe und später in zahlreichen Mails von Angehörigen geäußert.

Das Treffen möchte Gelegenheit zum Austausch bieten, um über die Erfahrungen und Anliegen im dritten Jahr nach der Katastrophe ins Gespräch zu kommen. Der aktuelle Stand von eigenen Projekten kann von Angehörigen vorgestellt werden.

Wir beginnen gemeinsam mit Kaffee und Kuchen am Samstag, den 30.11. um 15.00 Uhr und verabschieden uns am Sonntag, den 01.12..um 14.00 Uhr voneinander.

Nähere Informationen zum Ort erhalten Sie im Landespfarramt für Notfallseelsorge der EKiR. Gerne senden wir auf Anfrage eine Einladung zu.

Das Angehörigentreffen ist vertraulich und öffnet Schutzräume für Betroffene. Medienvertreter sind daher nicht zugelassen.

Das Landespfarramt für Notfallseelsorge wird das Treffen ausrichten, die Stiftung fördert die Angehörigentreffen.

Andacht Andacht

Zum dritten Jahresgedenken des Flugunglücks vom 24. März 2015 reisten Angehörige zum Absturzort nach Le Vernet.
Andere gedachten Ihrer Lieben hier in Deutschland. Das Landespfarramt der Ev. Kirche im Rheinland und die Flughafenseelsorge
standen Angehörigen und Mitarbeitern der Fluglinien  zur Seite.

 

Am 24. März 2015 stürzte die Germanwings Maschine Flug 4U9525 in Frankreich nahe Le Vernet ab. Sie war auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf. An Bord waren 150 Menschen, davon 72 Deutsche und überwiegend spanische Bürger, aber unter den Passagieren waren auch viele weitere Nationalitäten.

In Düsseldorf betreuten am 24.09. und in den Tagen darauf Mitarbeitende der Airportseelsorge, der Notfallseelsorge Düsseldorf gemeinsam mit den Special Assistent Teams (SAT) der Airline die Abholer, die vergebens auf ihre Angehörigen und Freunde warteten. Die Mitarbeiter des Landespfarramtes für Notfallseelsorge übernahmen in den ersten Tagen die Pressearbeit, damit vor Ort in Düsseldorf unbehelligt gearbeitet werden konnte.

Eine erste Begleitung nach Frankreich fand bereits am 2. Tag nach der Katastrophe statt. Die Erfahrungen vorhergehender Katastrophen aufnehmend, ermittelte ein Team der Stiftung Notfallseelsorge in den folgenden Tagen den Bedarf der akuten und mittelfristigen Katastrophen-Nachsorge.

Ein erster Schritt bestand in dem Angebot eines Angehörigentreffens noch vor der offiziellen Gedenkfeier, die am 17. April stattfinden sollte. Das erste Treffen konnte am 10. und 11. April 2015 stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Angehörigen und Freunde Vermissende, mit allen verzweifelten Fragen nach dem Wie und Warum, mit der Hoffnung auf Überleben und der gefühlten Gewissheit der Unabänderlichkeit des Geschehens.

Um in diesem Zustand Wege zur Hilfe und Unterstützung zu finden, bietet das Landespfarramt für Notfallseelsorge der Ev. Kirche im Rheinland Angehörigentreffen an, die den Betroffenen im gegenseitigen Austausch den Zugang zu Informationen öffnen und helfen können, sich in der derzeitigen Situation besser zurechtzufinden. Der Austausch mit anderen Angehörigen ergänzt die individuelle Begleitung durch die Mitarbeitenden der Notfallseelsorge und durch andere Begleiter an den Wohnorten und eröffnet erste Schritte zur Bildung einer Schicksalsgemeinschaft. Die Stiftung Notfallseelsorge fördert die Angehörigentreffen.

Von der Staatskanzlei des Landes NRW wurde die Notfallseelsorge um die Begleitung der Angehörigen bei der Gedenkfeier im Kölner Dom und dem anschließenden Angehörigentreffen am 17. April gebeten. Weltweit hat dieses Unglück Mitgefühl ausgelöst und insbesondere der Gottesdienst im Kölner Dom am 17. April 2015 hat gezeigt, wie stark dieser Absturz viele Menschen weit über Deutschland hinaus bewegt hat.

Weitere Begleitungen fanden bei den Begegnungen der Hinterbliebenen anlässlich der Überführungen der Särge der Passagiere und der Crew am 10. Juni 2015 mit einem Team der Notfallseelsorge statt, 37 Opferfamilien konnten begleitet und betreut werden. Bereits in der vorhergehenden Nacht segnete Dr. Rieske noch im Flugzeughangar die ankommenden Verstorbenen.

Ein Team der Notfallseelsorge hat zudem seelsorglich etwa 75 deutsche Angehörige begleitet, die an einer interreligiöse Zeremonie und dem Abschied am Schicksalsort der Opfer des Flugunglücks am 24. Juli in Le Vernet in Frankreich teilgenommen haben.

Auf dem Friedhof der Kapelle Sainte-Marthe du Bas-Vernet wurden in den Tagen vor der interreligiösen Zeremonie mindestens zwölf in Holz gefertigte Schreine mit den nicht identifizierten menschlichen Funden in im Boden befindliche Grabkammern eingebracht. Eine Abdeckplatte für die gesamte Grabstätte wurde am späten Abend des 24.07. darüber gelegt.

In Gruppen und Einzeln konnten Angehörige an die Grabstätte herantreten und diesen Ort mit Vertrautem ihrer Lieben beseelen. Danach war Zeit, im Umfeld des Friedhofs oder in der Kapelle zu verweilen. Die gemeinsame Zeit in der großen Schicksalsgemeinschaft konnte dazu beitragen, Eigenerlebtem nachzuspüren und den Austausch mit anderen Angehörigen zu suchen.

Weitere Angehörigentreffen wurden in den Jahren 2015 bis 2018 durchgeführt. Die Angehörigentreffen sind vertraulich und öffnen Schutzräume für Betroffene. Medienvertreter sind nicht zugelassen.

Hinterbliebene äußern, dass es für sie von besonderem Wert ist, sich mit anderen Betroffenen in vergleichbarer Lage austauschen zu können sowie Informationen über Angebote zur Begleitung und Unterstützung ihres Trauerweges und zur weiteren Orientierung zu erhalten. Denn viele Angehörige sind erfahrungsgemäß nach der Katastrophe in einer sehr belasteten Situation. Tägliches und Herausragendes wird in veränderter Situation erlebt: Mahlzeiten, Tagesabläufe, der Geburtstag des Verstorbenen / der Verstorbenen, Familienfeste, Feiertage, Urlaube …

Die Angehörigentreffen werden vom Landespfarramt für Notfallseelsorge der Ev. Kirche im Rheinland durchgeführt und durch die Stiftung Notfallseelsorge der Ev. Kirche im Rheinland dank vielfältiger Spenden unterstützt.

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23.06.2019



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