Kontakt

Landespfarramt für Notfallseelsorge
der Evangelischen Kirche im Rheinland
Missionsstr. 9 a/b 
42285 Wuppertal

Landespfarrerin
Bianca van der Heyden
Mobil: 0172-13 72 679
Tel.:0202 / 2820-352
Fax:0202 / 2820 361
E-Mail: 
bianca.van_der_heyden@ekir.de

Assistentin
Julia Pohl
Tel.:0202 / 2820-352
Fax:0202 / 2820 361
E-Mail: ​​​​​​​notfallseelsorge@ekir.de

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Service

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Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland

Gedenkfahrt zum 15. Jahrestag der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004 nach Thailand

Weihnachten 2019 wird im thailändischen Khao Lak für eine Vielzahl von Menschen aus ganz Deutschland vielmehr ein Gedenken als ein Fest der Freude und sicher auch kein Urlaub. Es sind Angehörige der Opfer und Überlebende der Tsunami-Katastrophe von vor 15 Jahren, die dort zusammenkommen.

 

 

 

 

 

Etliche Betroffene kommen jedes Jahr nach Khao Lak, um ihren Lieben an den Todesorten nahe zu sein. Andere reisen zum ersten Mal nach Thailand. Die nötige Kraft für die Begegnung mit dem Katastrophenort können sie erst jetzt aufbringen. 

Ein Team der Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) wird sie in dieser sensiblen Zeit seelsorglich begleiten.

Bereits ab dem 15.12. werden Pfarrer Joachim Müller-Lange und Frau Jutta Unruh die Vorbereitungen zu allen seelsorglichen Angeboten treffen, die Honorarkonsulin sowie das Präsidium des Thailändischen Roten Kreuzes persönlich über die geplanten Aktivitäten informieren und den Kontakt mit der Deutschen Gemeinde in Thailand aufnehmen. Die Anbringung weiterer Tafeln an der Gedenkmauer in Ban Nam Khem ist vorgesehen.

Frau Angela Lodorf und Herr Klaus Andrees folgen am 22.12.2019.

Folgendes Angebot ist vom 23.12. – 27.12.2019 in Khao Lak geplant:

Genaue Zeiten und Orte können im Landespfarramt für Notfallseelsorge der EKiR erfragt werden.

23.12.2019    Informationsaustausch und Angehörigentreffen

24.12.2019   Annäherung an zentrale Gedenkorte: Besuch des Policeboat, des Baan Nam Khem Memorial und einer Tempelanlage

Heilig Abend Gottesdienst und gemeinsames Abendessen

25.12.2019   Weihnachtsandacht und Begegnung mit Vertretern der Deutschen Gemeinde, die ebenfalls vom Tsunami betroffen waren; anschließend nach Bedarf Begleitung an Unglücksorte

26.12.2019  Deutschsprachiges Gedenken zum Zeitpunkt des Tsunami in der Nähe der Gedenkstätte Baan Nam Khem von Thyssen-Krupp und gegen Abend Teilnahme am thailändischen / internationalen Gedenken am Policeboat, das alljährlich durch das Königshaus ausgestaltet wird

27.12.2019   Angehörigentreffen und nach Bedarf Begleitung an Unglücksorte

Abends: Abendsegen am Strand

Der Rückflug nach Deutschland ist für den 28.12.2019 angesetzt.

Das Projekt wird schon im Vorfeld vor Ort durch einen thailändischen Guide begleitet, der die örtlichen Bedingungen kennt und die notwendigen Maßnahmen in Gang setzen kann.

Die Stiftung Notfallseelsorge der EKiR beteiligt sich an der Finanzierung der seelsorglichen Begleitung und bittet herzlich um Spenden, um allen Hinterbliebenen die Reise zu ermöglichen. Durch Spenden wird auch die Unterstützung durch die örtlichen Guides und die Bereitstellung von Bussen für den Transfer zum deutschsprachigen Gedenken ermöglicht. Auch muss am Strand ein Zelt aufgestellt und für die Versorgung mit Getränken und Speisen gesorgt werden.

Gedenkstätte Baan Nam Khem Gedenkstätte Baan Nam Khem

Erneuerung der Gedenktafeln für die Opfer der Tsunami Katastrophe

 

Die Stiftung Notfallseelsorge begleitete Anfang 2008 das Projekt „Gedenktafeln“ in enger
Zusammenarbeit mit der Firma ThyssenKrupp, die in Baan Nam Khem in Khao Lak,
Thailand eine Gedenkstätte errichtete.

Dort ist es möglich, individuelle Gedenktafeln anzubringen, die von den Angehörigen selbst entworfen werden.
Über das Jahr hinweg und besonders an den Jahrestagen der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004 ist die Gedenkstätte für die Hinterbliebenen der Opfer aus Thailand, Deutschland und den vielen weiteren Nationen ein immer wieder aufgesuchter Ort des Gedenkens. Inzwischen besuchen täglich auch viele Thailandreisende die Gedenkstätte.

Das Anliegen eines Angehörigen, dessen einziger Sohn die Tsunami Katastrophe vom 26. Dezember 2004 in Thailand nicht überlebt hat, veranlasste eine Wiederaufnahme des Projektes in 2017 / 2018. An den in den Jahren 2008 und 2014 angebrachten Gedenktafeln am Denkmal in Ban Nam Khem, Khao Lak in Thailand war eine sichtbare Verwitterung durch Sonne, Wind, Regen und die salzhaltige Luft festzustellen gewesen.

Zum 15. jahrestag im Dezember 2019 können wietere Gedenktafeln angebracht werden, sofern Angehörige dies wünschen und Kontakt zum Landespfarramt für Notfallseelsorge der EKiR aufnehmen.

Das Landespfarramt für Notfallseelsorge der Ev. Kirche im Rheinland begleitet das Projekt. Die Stiftung Notfallseelsorge förderte das Projekt aus Spendenmitteln.

Verwitterte Mauer im Mai 2018 Verwitterte Mauer im Mai 2018

 

 

Ein Angehöriger schreibt dazu:

… „Zum 15. Jahrestag sollte an der Stätte der Erinnerungen rechtzeitig etwas gemacht werden.

In dem Zusammenhang habe ich jetzt folgende Idee:

Ich biete mich arbeitsmäßig völlig kostenfrei an, die Gedenkstätte zu betreuen, wenn es nötig und gewünscht ist. Für den Ersatz von fehlenden und verwitterten Gedenktafeln würde ich witterungsbeständige Tafeln mit einer Gravur zum Selbstkostenpreis anfertigen lassen und diese persönlich an der Gedenkmauer anbringen.“

Angehörige können lediglich zum Materialpreis eine neue Gedenktafel - natürlich selbst nach ihren eigenen individuellen Wünschen entworfen - anfertigen lassen.

Die graphisch und technisch sehr aufwändige Realisierung von der Vorlage zur herstellungsfertigen Gedenktafel bis hin zur Auftragsvergabe an eine geeignete Fachfirma leistet der Angehörige für jede Tafel in stundenlanger Arbeit.

Der nachhaltige Erhalt einer würdigen Gedenkstätte ist sein Herzenswunsch und wirkt als Triebfeder für die unentgeltlich eingebrachte Arbeitszeit.

Viele Gedenktafeln sind in den vergangenen Wochen neu gestaltet worden. Wer noch unentschieden ist oder bisher von dem Projekt keine Kenntnis hatte, kann gerne zum Landespfarramt Kontakt aufnehmen.

Die Frage nach Erneuerung der Gedenktafel oder Belassen im verwitterten Zustand fordert eine oft schmerzliche Auseinandersetzung für Angehörige heraus. Gleichzeitig greift sie offensichtlich eine bestehende Fragestellung nach Beständigkeit eines würdigen Gedenkortes auf und wirkt heilsam, wenn Vergewisserung der Unsicherheit entgegengesetzt werden kann. Es ist auch deutlich, dass einige Angehörige die Erneuerung wünschen und andere Angehörige die Verwitterung annehmen können. Beides trägt zur Gewissheit bei.  

Die Stiftung Notfallseelsorge fördert die Erneuerung der Gedenktafeln durch die Übernahme der konkreten Aufwendungen, die bei der Anbringung der Tafeln vor Ort in Thailand entstehen.

Ein herzlicher Dank an alle Freunde und Förderer, die dieses Projekt unterstützen.

Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie im Landespfarramt für Notfallseelsorge der EKiR.

Jutta Unruh

Neugefertigte Gedenktafeln

Erste neugefertigte Gedenktafeln sind hergestellt und seit Mai 2018 angebracht und eine Gedenktafel darf hier bereits gezeigt werden.

Bei der Fertigung der Gedenktafeln steht die Wetterfestigkeit, Stabilität und natürlich die Qualität im Vordergrund. Die Gedenktafeln sind in einen Rahmen eingefügt, der alte Bohrlöcher oder ausgebrochene Stellen überdeckt. Zudem sind die Rahmen zerlegbar und ein Austausch der Gedenkplatte, sollten andere Motive gewählt werden, ist ohne große Hilfsmittel zu machen. Dazu braucht es nur einen 4 mm Inbusschlüssel. 

Ein aufwändiger Prozess, eine mit Herzblut und akribisch durchgeführte technische Umsetzung führte zu einem repräsentablen Ergebnis.

Herzlichen Dank an Herrn Manfred Bode, der sich unglaublich einsetzt und dem Anliegen vieler Angehöriger entsprechen konnte.

Rahmen zerlegbar

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03.08.2018



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