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NRW-Besoldungsrunde 2015

Pfarrvertretung erwartet Übernahme der Landesregelung

Am 20. Mai 2015 wurde in den Verhandlungen für die Beamtinnen und Beamten in NRW eine Besoldungserhöhung erreicht.

Für 2015 wird die Besoldung mit einer zeitlichen Verzögerung von 3 Monaten (Erhöhung zum 01.06.2015) um 2,1 % erhöht. Für 2016 wurde eine Steigerung um 2,3 % mit einer zeitlichen Verzögerung von 5 Monaten (Erhöhung zum 01.08.2016) vereinbart. Der Mindesterhöhungsbeitrag in 2016 liegt bei 75 Euro. Dieser Betrag wirkt sich bis zur Erfahrungsstufe 4 der Besoldungsgruppe A 12 aus. Im Jahr 2017 wird das für 2017 erzielte Tarifergebnis inhaltsgleich mit einer zeitlichen Verschiebung von 3 Monaten übertragen. Auf Landesebene findet darüber hinaus §14a ÜBesG Anwendung. Demzufolge werden 0,2% von der jeweiligen Besoldungserhöhung abgezogen und dem Versorgungsfond des Landes Nordrhein-Westfalen zugeführt.

Für die Lehramtsanwärter, Referendare und Beamtenanwärter werden die Bezüge mit der entsprechenden zeitlichen Verschiebung für die Jahre 2015 und 2016 um jeweils 30 Euro monatlich erhöht. Für das Jahr 2015 erhalten sie einen zusätzlichen Urlaubstag.

Bei den Verhandlungen auf Landesebene konnten sowohl Eingriffe in die Versorgung abgewendet werden als auch eine erneute Besoldungsstaffelung. Durch die inhaltliche Übertragung des Tarifergebnisses wird – trotz zeitlicher Verzögerung - eine Langzeitwirkung in struktureller Hinsicht erreicht.

Mit der Regelung für 2017 wird zudem eine frühzeitige Besoldungsperspektive erreicht, da aufgrund der im Jahr 2017 stattfindenden Landtagswahl eine Besoldungsanpassung erst nach einer Konstituierung des Landtages, also nach der Sommerpause 2017 stattfinden würde. Der Ausgang der Besoldungsübertragung wäre zudem äußerst ungewiss.

Die Pfarrvertretung geht davon aus, dass dieses Ergebnis, das durchaus akzeptabel erscheint, wie in den Vorjahren auch für den Pfarrdienst übernommen wird. Außerdem erwartet die Pfarrvertretung, dass Eingriffe in Versorgung und Beihilfe unterbleiben, da noch nicht abschließend geklärt ist, welchem Rechtskreis (Bundes- oder Landesbesoldung) die EKiR zukünftig folgen wird. (PS)

 



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