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Wahlkonvent der Pfarrvertretung

„Wenn es die Pfarrvertretung nicht schon gäbe, müsste man sie erfinden!“

Neuwahl der Pfarrvertretung

Konvent der Wahl- und Kontaktpersonen 2017 -2021 LupeKonvent der Wahl- und Kontaktpersonen 2017 -2021

Beim Wahlkonvent der Pfarrvertretung am 29. November in Bonn wurden die Pfarrer Peter Stursberg (Koblenz) als Vorsitzender und Christoph Hüther (Waldalgesheim) als Stellvertreter für die Wahlperiode 2017 – 2021 in ihren Ämtern bestätigt. Auch die übrigen Mitglieder der bisherigen Pfarrvertretung, die Pfarrerinnen Martina Biebersdorf (Wesel) und Tanja Bodewig (Geilenkirchen) sowie die Pfarrer Hartmut Ohlendorf (Engers) und Jochen Schulze (Lohmar) wurden wiedergewählt. Aus dem Kreis der Pfarrvertretung verabschiedet wurde Pfarrer Christoph König (Krettnach/Trier), der nicht für eine weitere Wahlperiode kandidieren wollte, da er in absehbarer Zeit die Pensionsgrenze erreicht. Seine Nachfolgerin ist Pfarrerin Margitta Kruppa (Bonn), die als Schulpfarrerin die Gruppe der Funktionspfarrerinnen und -pfarrer in der Pfarrvertretung repräsentiert.

LKR Iris Döring sprach den Dank der Kirchenleitung an die "alte" Pfarrvertretung aus. LupeLKR Iris Döring sprach den Dank der Kirchenleitung an die "alte" Pfarrvertretung aus.

Landeskirchenrätin Iris Döring sprach der gesamten bisherigen Pfarrvertretung gegenüber den Dank des Präses und der Kirchenleitung für die in den vier zurückliegenden Jahren geleistete Arbeit aus. Sie hob insbesondere die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Pfarrvertretung hervor. „Wenn es die Pfarrvertretung nicht schon gäbe, müsste man sie erfinden“, meinte Döring.

Pfarrer Peter Stursberg trägt den Jahresbericht der Pfarrvertretung vor. LupePfarrer Peter Stursberg trägt den Jahresbericht der Pfarrvertretung vor.

Vor der Wahl, die seit der Bildung der Pfarrvertretung im Jahr 2009 jetzt erst zum dritten Mal stattfand, legte der Vorsitzende den Jahresbericht vor. Stursberg betonte in seinem Bericht, der Pfarrvertretung sei es in den zurückliegenden Jahren gelungen, ihre Position auf allen Ebenen der Landeskirche zu festigen. Für die in Kürze beginnenden Gespräche über Dienstvereinbarungen brachte er nochmals die Erwartung zum Ausdruck, dass die Kirchenkreisleitungen für die Moderation der Gespräche in den Gemeinden die Verantwortung übernehmen müssten.

Breiten Raum in der Diskussion der Konventsmitglieder aus den Kirchenkreisen nahm die Debatte über die Rückkehr zur Regeldurchstufung für Pfarrerinnen und Pfarrer nach A 14 ein. Stursberg hatte auf die hohen finanziellen Belastungen verwiesen, die eine Wiedereinführung mit sich bringen würde, da für die Versorgung Nacherstattungen bis ins Jahr 2008 erbracht werden müssten. Seitens der im Konvent vertretenen Pfarrerinnen und Pfarrer wurde mit Vehemenz dennoch die deutliche Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass man zur Regeldurchstufung zurückkehre. In der Höhergruppierung drücke sich auch die Wertschätzung der Landeskirche für langjährig geleistete treue Dienste der Pfarrerinnen und Pfarrer aus. Dies sei außerdem ein Beitrag, um die Attraktivität der Übernahme eines Pfarramtes in der rheinischen Kirche zu steigern. Stursberg sagte zu, dieses deutliche Votum des Konvents an die zuständigen Gremien weiterzuleiten. Allerdings sei eine Umsetzung nur möglich, wenn es gelänge, die Zustimmung der synodalen Gremien zu gewinnen.

Vor dem Hintergrund der Beratungstätigkeit, die die Pfarrvertretung im Kreis der Kolleginnen und Kollegen wahrnimmt, stellte der Vorsitzende auch die Frage, „ob das Superintendentenamt nicht doch als Hauptamt der Regelfall werden muss“. Stursberg: „Auch auf der Führungsebene werden manche Probleme verschleppt, drohen manche unter den aufgeladenen Lasten zu verzweifeln und wird manche Krise durch mangelhaftes Handling verschärft.“ Profiliertes und professionelles Führungsverhalten sei gerade in schwierigen Zeiten unabdingbar, und man müsse sich erneut die Frage stellen, ob dies nicht nur durch ein Hauptamt zu leisten sei.

Auch über die Zukunft des theologischen Nachwuchses macht sich die Pfarrvertretung Gedanken. Man wolle sich in der neuen Wahlperiode kreativ mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit es möglich sei, „Junior-Senior-Tandems“ zu bilden: „Es geht darum, das Potenzial zu entdecken und zu nutzen, das in der Zusammenarbeit zwischen älteren, erfahrenen und jungen, innovativen Kolleginnen und Kollegen liegt.“

Am 14. März 2018 treffen die Wahl- und Kontaktpersonen mit der Pfarrvertretung zum Frühjahrskonvent in Bonn zusammen. (PS – 30.11.2017)

 



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