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Service

30. Januar 2009 - Zehn Jahre Notfallseelsorgerin für Solingen

Erste Hilfe für die Seele

Am 1. Januar 1999 hat die Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch ihren Dienst als Koordinatorin der Notfallseelsorge aufgenommen. Seit zehn Jahren trägt sie dafür Verantwortung, dass die Evangelische Kirche verlässlich Erste Hilfe für die Seele leistet.

Seit zehn Jahren als Koordinatorin der Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Solingen im Dienst: die Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch (Foto: Britta Kurth). Seit zehn Jahren als Koordinatorin der Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Solingen im Dienst: die Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch (Foto: Britta Kurth).

Rund um die Uhr werden in Solingen Einsatzkräfte zu dramatischen Situationen gerufen. Zu jeder Zeit ist auch ein Notfallseelsorger auf Anforderung durch Polizei oder Feuerwehr erreichbar, um Angehörige zu begleiten, Unfallopfer zu betreuen oder für Menschen nach Unglücksfällen da zu sein.

„Die Menschen, zu denen wir gerufen werden, finden wir nach einer dramatischen Unglückserfahrung meistens in einer Art Schockzustand vor“, erläuterte Henn-Pausch heute anlässlich eines Pressegesprächs. „Wir bieten dann Begleitung für die erste Zeit an und versuchen den Menschen dabei zu helfen, mit ihren Gefühlen und mit der Situation zu Recht zu kommen.“ Oft würden Betroffene dann Fragen nach Schuld oder nach dem Sinn des Lebens thematisieren. Auch Rituale würden in vielen Fällen als hilfreich empfunden, weiß die 36-jährige Theologin: „Es tut Menschen gut, zum Beispiel nach dem plötzlichen Tod eines Familienmitglieds sich noch einmal in der vertrauten Umgebung zu verabschieden. Rituale können hier helfen.“

Die Solinger Notfallseelsorge ist ein Angebot für alle Menschen in der Klingenstadt. Das betonte Pfarrer Thomas Förster, Pressesprecher des Evangelischen Kirchenkreises: „Die Notfallseelsorge ist zwar eine Einrichtung der Evangelischen Kirche, aber sie bietet ihre Hilfe allen Menschen an, die Begleitung nach einem Unglück brauchen.“ Damit stehe sie in der guten Tradition evangelischer Diakonie, die sich schon immer um Menschen gekümmert und dabei zuerst nach deren Not und nicht nach Herkunft oder Konfession gefragt habe. Der Bedarf nach einer professionellen Notfallseelsorge ist in Solingen gegeben. Das zeigen nicht nur die Zahlen: 1243 Einsätze hatte die Einrichtung in den ersten zehn Jahren zu verzeichnen. Auch die Verleihung der „Großen Ehrennadel“ der Solinger Feuerwehr, mit der Henn-Pausch 2005 für ihre Verdienste um den Aufbau der Notfallseelsorge ausgezeichnet wurde, zeuge von der besonderen Wertschätzung für dieses Angebot der Evangelischen Kirche, betonte Förster.

Dabei schätzt die Feuerwehr auch das Angebot für die eigenen Mitarbeitenden. Auch hier hilft Henn-Pausch dabei, belastende Erfahrungen aus Einsätzen zu verarbeiten. So könnten etwa die Bergung eines zerschmetterten Leichnams nach einem Suizid oder die erfolglose Reanimation eines Kindes auch für Rettungskräfte zu einer traumatischen Erfahrung werden. „Hier können auch Einsatzkräfte eine nachträgliche Begleitung und eine gründliche Vorbereitung gut gebrauchen“, weiß Henn-Pausch. Seit 2001 gibt es bei der Feuerwehr darum ein Team mit speziell geschulten Mitarbeitern, an die sich Kollegen nach belastenden Einsätzen wenden können. Auch beim Aufbau dieses Teams hat die Notfallseelsorgerin geholfen. Verarbeiten muss die 36-jährige verheiratete Mutter eines Sohnes auch selber manches Leid, das sie im Rahmen ihrer Einsätze sieht oder das ihr im Gespräch begegnet. „Darum habe ich regelmäßig Supervision“, berichtet Henn-Pausch, „und letztlich hilft mir dabei mein Glaube, weil ich vieles im Gebet an Gott abgeben kann.“

 

 

 

Thomas Förster /

 



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