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für den 25.08.2019

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17. Mai 2008 - Frühjahrssynode hat getagt

Kreiskirchentag, Presbyteriumswahlen, Öffentlichkeitsarbeit und ein Grußwort von Oberbürgermeister Franz Haug

Zu ihrer ersten Tagung ist heute die neu formierte Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen zusammen gekommen. Oberbürgermeister Franz Haug sprach ein Grußwort.

Solingens Oberbürgermeister Franz Haug bei seinem Grußwort vor der Synode (Foto: Thomas Förster). LupeSolingens Oberbürgermeister Franz Haug bei seinem Grußwort vor der Synode (Foto: Thomas Förster).

Nach der Presbyteriumswahl am 24. Februar 2008 mussten in allen evangelischen Kirchengemeinden Solingens die Abgeordneten für die Kreissynode neu gewählt werden. Heute kamen sie zum ersten Mal in ihrer vierjährigen Amtsperiode im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Ketzberg zusammen.

Dabei stand auch der bevorstehende 1. Solinger Kreiskirchentag am 30. und 31. August 2008 im Solinger Schulzentrum Vogelsang auf der Tagesordnung. „Wir haben uns als Veranstaltungsort bewusst das Schulzentrum ausgesucht“, betonte die Walder Pfarrerin Martina Köster-Schneider als Synodalbeauftragte für den Kirchentag in ihrer Veranstaltungspräsentation. „Wir wollen raus aus unseren Kirchenmauern und rein mitten in die Öffentlichkeit unserer Stadt.“ Köster-Schneider rief die Vertreterinnen und Vertreter der zehn evangelischen Gemeinden Solingens dazu auf, den Kirchentag als Chance zu nutzen, um möglichst viele Menschen in Solingen mit einem attraktiven und profilierten Programm für die Kirche zu gewinnen. „Vielleicht gelingt es uns ja auch mehrere Tausend Menschen zum Kreiskirchentag zu locken“, ermunterte sie die Synode in Anspielung an die biblische Erzählung von der „Speisung der 5.000“. Beim Kreiskirchentag stehen am letzten Augustsamstag zahlreiche Vorträge, Workshops, Bibelarbeiten und Präsentationen auf dem Programm. Für den Abend plant die Evangelische Kirche ein großes Kulturprogramm. Am Sonntag endet die Veranstaltung dann mit einem großen Open Air-Gottesdienst.

Einen Bericht zur zurückliegenden Presbyteriumswahl legte der Superintendent des Kirchenkreises, Klaus Riesenbeck, vor. Darin beschrieb er noch einmal die Gründe für den Ausschluss dreier Presbyteriumskandidaten in Wald und die Verschiebung der Wahl in Widdert. In beiden Fällen war unzulässige Wahlwerbung für einzelne Kandidaten der Auslöser gewesen. Riesenbeck schilderte die historischen Erfahrungen aus der Zeit des Kirchenkampfes im nationalsozialistischen Deutschland. Damals hätte der NS-Staatsapparat erfolgreich versucht, über einen aggressiven Wahlkampf die Mehrheit in den kirchlichen Leitungsgremien zu gewinnen und so die Kirchen gleichzuschalten. Dabei seien der geistliche Charakter des Presbyteramtes verleugnet und die Wahlen skrupellos politisch instrumentalisiert worden. Diese bittere Erfahrung, so Riesenbeck, hätte bei der Neugründung der Evangelischen Kirche im Rheinland nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer vertieften theologischen Einsicht in den geistlichen Charakter der Presbyteriumswahl geführt: Eigenwerbung von Kandidaten, Wahlkampf und Parteienbildung hätten danach in der Kirche nichts zu suchen. Dieser Grundsatz sei in der Landeskirche auch juristisch unzweifelhaft, erklärte der Solinger Superintendent und wurde darin von der anwesenden juristischen Landeskirchenrätin Katja Wäller aus dem Düsseldorfer Landeskirchenamt bestätigt. Allerdings sei es für die Vermittlung dieses Grundsatzes in die Öffentlichkeit einfacher, wenn das Verbot eigener Wahlwerbung auch ausdrücklich in die Regelungen zur Presbyteriumswahl aufgenommen würde, erklärte Riesenbeck. Die Synode beschloss einen entsprechenden Antrag an die Landeskirche. Der vollständige Bericht steht unten auf der Seite zum Download.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt hat die Synode die Einrichtung einer Pfarrstelle für Öffentlichkeitsarbeit mit einem Stellenumfang von 50% beschlossen. Das 2005 eingerichtete Versuchsprojekt habe sich als erfolgreich und die hauptamtliche Öffentlichkeitsarbeit als notwendig erwiesen, warb Riesenbeck für Errichtung der neuen Pfarrstelle. In die neue Stelle wird vermutlich Thomas Förster berufen, der bereits in den letzten Jahren als Dorper Pfarrer das Amt des Öffentlichkeitsreferenten wahrgenommen hat.

Die Synode hatte mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Ketzberg begonnen, an der auch der Solinger Oberbürgermeister Franz Haug teilnahm. In seinem anschließenden Grußwort an die rund 120 Delegierten und Gäste der Synode verwies er auf die gemeinsame Verantwortung für die soziale Situation der Stadt. Kirche wie Kommunen dürften nicht tatenlos hinnehmen, dass die soziale Schere immer weiter auseinander gehe. „Die Kirche kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Menschen sich für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt engagieren“, sagte Haug.

 

 

 

Thomas Förster /

 



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