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für den 13.12.2019

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Gebäudekosten nicht länger bezahlbar

Gemeinde kämpft um die Luther-Kirche

Die Luther-Kirchengemeinde kann die hohen Kosten für die Bauunterhaltung nicht länger alleine tragen. Wenn nicht genügend Hilfe von außen kommt, will sie die Luther-Kirche ab 2013 außer Betrieb nehmen.

Kostet die Gemeinde jedes Jahr mehr als 100.000 Euro: die Luther-Kirche (Foto: Förster). Kostet die Gemeinde jedes Jahr mehr als 100.000 Euro: die Luther-Kirche (Foto: Förster).

„Wir haben seit Jahrzehnten alles versucht, um die Luther-Kirche für unser Gemeindeleben zu erhalten“, erklärt Kurt Kosler, langjähriger Presbyter der Luther-Kirche und stellvertretender Vorsitzender des Bevollmächtigtenausschusses. „Doch nun sehen wir nur noch die Möglichkeit, die Kirche außer Dienst zu nehmen, weil wir alles andere versucht und alle alternativen Lösungen geprüft haben.“ Der Bevollmächtigtenausschuss habe darum beschlossen, die Luther-Kirche ab dem 1. Juni 2013 außer Dienst zu nehmen, wenn keine ausreichende Hilfe von außen kommt.

Die finanzielle Belastung durch das 1901 eingeweihte Kirchengebäude setzt die Gemeinde seit Jahren unter einen erheblichen Druck. Zugunsten der Kirchenerhaltung mussten bereits verschiedene Arbeitsgebiete und Einrichtungen eingeschränkt und Mitarbeitendenstellen eingespart werden. Seit Anfang der 1990er Jahre wurden bereits drei von ehemals vier Kindertagesstätten und drei von fünf Gemeindehäusern aufgegeben, der Pfarrdienst von vier auf 2,5 Pfarrstellen gekürzt und die damals 3,5 hauptamtlich Mitarbeitenden im sozialen Dienst und in der Jugendarbeit komplett eingespart. Ein großer Teil dieser Kürzungsanstrengungen wurde realisiert um die Luther-Kirche trotz der hohen Kosten zu erhalten. Nun läuft die Gemeinde laut ihrer mittelfristigen Finanzplanung erneut auf ein strukturelles Defizit ab 2013 zu. Weitere Einsparungen sind darum unvermeidbar.

Auch der Lutherkirchen-Bauverein und eine Kirchenstiftung haben trotz großen Engagements bislang nur für etwa 20 Prozent der jährlichen Kosten für die Bauunterhaltung Spender und Sponsoren finden können. Hinzu kommt ein Sanierungsbedarf von mehr als 2 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund hat ein mit finanzkompetenten Personen besetzter Ausschuss im Auftrag der Gemeindeleitung über fast ein Jahr verschiedene Nutzungskonzepte entwickelt, detailliert geprüft und durchgerechnet. Die Aufgabe lautete, einen Weg zu finden, auf dem die Kirche für die Gemeinde erhalten und die Gemeindearbeit nicht weiter unzumutbar beschnitten werden müsste. „Es war eine bittere Erkenntnis, aber am Ende mussten wir einsehen, dass keines der Modelle tragfähig ist“, bedauert Horst Ulrich Kremer, der zur Arbeitsgruppe gehörte. Die Gemeindeleitung sah sich daraufhin gezwungen, den Schließungsbeschluss zu fassen.

Bei einer Gemeindeversammlung, auf der der Bevollmächtigtenausschuss die Lage erläutert hat, gab es eine große Bereitschaft, nach mehr Spendern für das größte evangelische Gotteshaus zu suchen. Der Lutherkirchen-Bauverein hat alle, die sich der Kirche verbunden fühlen, aufgerufen, einen regelmäßigen Förderbeitrag für die Kirche zu spenden: "Wenn 700 Menschen dauerhaft jeden Monat zehn bis 20 Euro spenden, können wir die Luther-Kirche erhalten." Die Gemeinde ruft alle, die sich am Erhalt der Kirche mit Ideen oder materieller Unterstützung beteiligen wollen, auf, sich per Mail zu melden: luki@luki.de.

Die Luther-Kirche steht seit 1988 unter Denkmalschutz. Sie ist die größte evangelische Kirche in Solingen und gilt als eines der städtebaulichen Wahrzeichen der Klingenstadt. Aufgrund ihres besonderen architektonischen Charakters muss sie auch besonders aufwendig erhalten werden. So beläuft sich die Summe, die die Gemeinde aufgrund kirchenrechtlicher Vorgaben in die Baurücklage  zahlen muss und die sich am Feuerversicherungswert orientiert, jedes Jahr auf 72.500 Euro und ist damit fast fünfmal so hoch wie die entsprechenden Beträge für die Dorper Kirche oder die Walder Kirche.


Der Bevollmächtigtenausschuss will am kommenden Donnerstag, 20.10.2011, ab 19.00 Uhr im Gemeindehaus an der Luther-Kirche, Kölner Str. 1a, auf einer Gemeindeversammlung über die Einzelheiten informieren.

 

 

 

Thomas Förster / 24.10.2011

 



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