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für den 19.08.2019

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Ostern 2013

Wenn das Licht die Nacht und das Leben den Tod besiegt

Die Passions- und Karzeit geht zuende und der Ostermorgen bricht an: Osternachtfeiern haben eine sehr lange Tradition. Auch in Solingen kommen viele Menschen in die Gottesdienst, um zu feiern, dass das Licht des Ostermorgens die Nacht des Todes besiegt.

Symbol für den Sieg des Lebens: blumengeschmücktes Osterkreuz in der Evangelischen Kirche Ketzberg. Symbol für den Sieg des Lebens: blumengeschmücktes Osterkreuz in der Evangelischen Kirche Ketzberg.

Es ist noch dunkel in der Dorper Kirche, wenn am frühen Morgen des Ostersonntags kurz nach 6 Uhr Küster Gerold Schröter die neue Osterkerze entzündet. Während Vorsänger Hartmut Pallasch immer wieder den Liedruf „Christus, Licht der Welt“ anstimmt und die Gemeinde in der Kirche singend „Gott sei ewig Dank“ antwortet, trägt der Küster die kunstvoll geschmückte Osterkerze in einer kleinen Prozession nach vorne in den Altarraum. Von hier aus wird später das Licht durch die Reihen der Kirche wandern, bis jeder der 150 bis 200 Menschen in dieser Osternachtfeier eine brennende Kerze in Händen hält. Während drinnen dann das Kerzenlicht die Kirche erhellt, geht draußen langsam die Sonne auf und das Licht des Ostermorgens verdrängt die Dunkelheit der Nacht.

So wie in der Dorper Kirche finden in den meisten Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Solingen Osternachtfeiern statt. Ihren Ursprung hat diese Feier der Osternacht in der Tradition der nächtlichen Totenwache. Bereits im vierten Jahrhundert war es Brauch, in der Nacht von Karsamstag auf Ostern den Tod Jesu wachend zu bedenken und gleichzeitig auf das Morgenlicht und die Feier der Auferstehung Jesu zu warten.

Aber auch den Osternachtfeiern am frühen Ostermorgen liegt ein Jahrhunderte alter Gottesdienstablauf zugrunde. Die Feier beginnt in der Dunkelheit. Mit dem Sonnenaufgang wird dann die Wende von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zum Leben und vom Fasten zum Feiern begangen. Im Zentrum des Gottesdienstes stehen die Verkündigung der Auferstehung Jesu in Evangelium und Predigt. Das feierliche Entzünden der Osterkerze und der traditionelle Ruf „Christ ist erstanden!“ mit der dazu gehörenden Antwort der Gemeinde: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ sind genauso zentrale Elemente des Gottesdienstes wie Lesungen alttestamentlicher Texte, die das Geschehen des Ostermorgens deuten und die Verbundenheit mit der jüdischen Tradition stärken sollen, Taufe und Tauferinnerung sowie die Feier des Abendmahls. Das in vielen Gemeinden stattfindende Osterfrühstück im Anschluss an den Gottesdienst nimmt die alte Praxis des Fastenbrechens auf, mit dem am Ostermorgen die vierzigtägige vorösterliche Fastenzeit beendet

 

31.03.2013



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