Losung

für den 29.07.2021

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.

Hesekiel 36,9

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3 Fragen an Superintendentin Dr. Ilka Werner

"Die Herausforderungen der Zukunft meistern wir nur zusammen"

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat beschlossen, mit einem Verbandsmodell in die Zukunft zu gehen. Damit hat sie ihrem Prozess "Klingenkirche 2030" eine klare Richtung gegeben. 3 Fragen dazu beantwortet Superintendentin Ilka Werner.

Superintendentin Dr. Ilka Werner Superintendentin Dr. Ilka Werner

Frau Dr. Werner, am Freitag hat die Synode einen wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zur Klingenkirche 2030 gemacht. Worum geht es da genau?

Superintendentin Dr. Ilka Werner: Bei „Klingenkirche 2030“ geht es darum, die Arbeit und Angebote der evangelischen Kirche in Solingen in der sich verändernden Gesellschaft zu bestimmen: Es sind weniger Menschen Mitglied der Kirche. Auch die, die Mitglied bleiben, haben andere Erwartungen an ihre Gemeinde als frühere Generationen. Die Kirchensteuereinnahmen gehen zurück. Es gibt weniger hauptamtliche MitarbeiterInnen in allen kirchlichen Berufsgruppen. Viele Menschen kommen überhaupt nur durch Religionsunterricht in den Schulen oder durch Seelsorge im Krankenhaus und in Notfällen oder durch zufällige persönliche Begegnungen in Kontakt mit Kirche.

Auf diese Veränderungen wollen wir uns einstellen: Nicht durch Zusammenlegung von Gemeinden, denn unsere Erfahrung sagt, dass gerade in Solingen der Bezug zum Stadtteil, zum Quartier oder zur Hofschaft, sehr prägend ist. So sind auch die Gemeinden dort stark. Das sollen sie bleiben, dabei will die Synode sie unterstützen. Aber wenn nicht mehr alles überall geht, ist es ebenso wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, wichtige und attraktive Angebote an ein, zwei oder drei Standorten für ganz Solingen erreichbar gemeinsam anzubieten, etwa im Bereich Kirchenmusik, Jugendarbeit oder Gemeindediakonie.

Welche Bedeutung hat die Entscheidung der Synode von Freitagabend?

Dass wir uns einig sind, dass wir uns verändern müssen, dass wir nicht einfach so weitermachen können. Dass wir uns einig sind, die Gemeinden nicht zusammenzulegen, aber stärker als bisher zusammenzuarbeiten. Dass wir jetzt behutsam, hartnäckig, verbindlich und unter der Beteiligung aller dranbleiben. Dass wir nicht zulassen, dass die alltägliche Arbeit oder die Corona-Sorgen die notwendige Klingenkirchenperspektiven überlagert und verzögert. Weil es unser Auftrag bleibt, als Kirche in der Stadt von Gottes Liebe und Gnade zu erzählen – auch, wenn wir kleiner werden und das anders als bisher tun werden.

Was sind nun die nächsten Schritte?

Die nächste Synode ist im Juni. Da wird es um Ideen und Visionen gehen. Auch um verschiedene Vorstellungen davon, wie weit die Veränderung gehen darf. Und darum, wie genau wir die Beteiligung aller Gemeinden und Arbeitsgebiete organisieren. Wie wir sicherstellen, dass konkrete Ergebnisse erreicht werden. Wir werden überlegen, wie wir mit unseren Weggefährten in Stadtgesellschaft und Solinger Ökumene ins Gespräch kommen über Kooperationen und Erwartungen. Dazu nehmen wir uns Zeit, aber nicht endlos lange. Vor den nächsten Presbyteriumswahlen, nach denen alle Gremien neu besetzt werden, sollen verbindliche Konzepte der Zusammenarbeit umgesetzt sein. Diese nächsten Wahlen sind in drei Jahren, im Frühjahr 2024.

Das ist noch nicht 2030 – aber ab Mitte der 20er Jahre haben wir eine Pensionierungswelle und rechnen durch die Verrentung der Babyboomer mit deutlichen Rückgängen bei den Kirchensteuereinnahmen; die Organisation der kirchlichen Arbeit und die Erhaltung der Kirchengebäude werden dann deutlich schwieriger. Diese Herausforderungen meistern wir nur zusammen. Darum wollen wir dann einen tragfähigen Konsens für die Zusammenarbeit verabredet und eingeübt haben. Und hoffen, dass der sich - mit Gottes Hilfe! - bewährt.

 

22.03.2021



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