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Auftaktabend "Du sollst frei sein!"

Themenjahr zu den 10 Geboten eröffnet

Das Themenjahr 2011 der Evangelischen Kirche in Solingen zu den 10 Geboten hat begonnen. Unter dem Titel "Du sollst frei sein! Die 10 Gebote" gibt es bis Oktober viele Veranstaltungen. Zum Auftakt am 2. Februar war Vizepräses Petra Bosse-Huber zu Gast.

Sprach vor 400 Besuchern zum Auftakt des 10Gebote-Themenjahres: Vizepräses Petra Bosse-Huber (Foto: ekir.de). Sprach vor 400 Besuchern zum Auftakt des 10Gebote-Themenjahres: Vizepräses Petra Bosse-Huber (Foto: ekir.de).

Die Aktualität der Zehn Gebote für die eigene Gegenwart neu zu entdecken, bleibt die spannende Herausforderung für jede Generation. Beim Auftaktabend am gestrigen Mittwoch (2.2.2011) deutete Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, mehrfach an, wie spannend eine Auseinandersetzung mit dem biblischen Text für aktuelle Herausforderungen sein kann. Vor den rund 400 Zuhörern in der gut gefüllten Luther-Kirche lud sie dazu ein, die Zehn Gebote vor dem Hintergrund der eigenen Zeit zu verstehen: "Die Zehn Gebote müssen von uns immer wieder neu interpretiert werden." Dabei seien sie keineswegs als Zwangsmittel zu verstehen, die den Spaß am Leben rauben sollten. Vielmehr bildeten sie wichtige Stützen, die den Menschen helfen könnten, ihre Freiheit zu bewahren. Das Manuskript der Rede gibt es unten zum Download.

In ihrem 45-minütigen Vortrag sparte die Vizepräses auch problematische Themen nicht aus. "Die zehn Gebote haben auch eine schwierige Wirkungsgeschichte", sagte die Theologin. Als Beispiel nannte sie die aktuelle Missbrauchsdebatte. So sei das Gebot, Vater und Mutter zu ehren, zuweilen auch als Instrument pervertiert worden, um Kinder, die sexuell missbraucht wurden, zum Schweigen zu bringen.

In einer weiteren Aktualisierung bezog Bosse-Huber das Gebot "Du sollst nicht stehlen!" auf die Ungerechtigkeit weltweiter Handelsbeziehungen. Als Profiteure der Ungerechtigkeit verstießen Konsumenten aus den reichen Ländern der Erde immer wieder gegen dieses Gebot, weil sie billige Konsumgüter kauften, die unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen produziert worden seien. Dabei sei es kaum möglich, dieser "strukturellen Sünde" zu entkommen. "Ich habe auch kein Patentrezept", räumt die Theologin ein.

Zuvor hatte in der Luther-Kirche der Projektchor für das Pop-Oratorium "Die 10 Gebote" seinen ersten Auftritt. Etwa 180 Sängerinnen und Sänger gaben ein ersten Vorgeschmack auf das, was die Solinger im Herbst im Theater und Konzertsaal musikalisch erwartet. Mit dem Pop-Oratorium will die Evangelische Kirche am 8. und 9. Oktober ihr Themenjahr beschließen.

 

 

 

Thomas Förster / 03.02.2011

 



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