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für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

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Kanzelabkündigung von Superintendentin Dr. Ilka Werner

„Wachet, seid mutig und stark!“

Am Sonntag (19. Juni 2016) wird in vielen evangelischen Gemeinden die Kanzelabkündigung von Dr. Ilka Werner verlesen. Darin warnt sie vor aktuellen Gefahren für unsere Werte als Folge von Terror und einer rauer werdenden Weltpolitik.

Dr. Ilka Werner ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. Dr. Ilka Werner ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen.

Vor der Gefährdung unserer eigenen Werte warnt die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner in ihrer aktuellen Kanzelabkündigung, die am kommenden Sonntag, 19. Juni 2016, in den Gottesdiensten im Evangelischen Kirchenkreises Solingen verlesen werden soll. Als Beispiel nennt sie die Freiheit. Sie lasse sich nicht durch die Errichtung neuer Grenzen verteidigen. Im Gegenteil - wo Grenzen als Folge von Terroranschlägen oder als Abschottung vor Menschen auf der Flucht neu errichtet würden, werde die Freiheit zerstört: „Wer andere aussperrt, sperrt am Ende sich selbst ein. Das wissen wir aus der Zeit der deutschen Teilung.“

In einer Zeit, in der viele Menschen die Fußball-Europameisterschaft verfolgen, bittet die Superintendentin die Menschen in Solingen, auch beim Engagement für Flüchtlinge und deren Integration „am Ball zu bleiben“. Angesichts einer Weltordnung, die durch Terroranschläge, Gewaltexzesse und einen immer rauer werdenden politischen Umgangston im In- und Ausland aus den Fugen geraten sei, brauche man einen „klaren Kopf, eine deutliche innere Haltung, persönlichen Mut und einen langen Atem, um unsere freie und friedliche Stadt zu bauen und zu bewahren“. Dabei, so die Theologin, könne helfen, sich an einem Wort des Apostels Paulus aus dem ersten Korintherbrief in der Bibel zu orientieren: „Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! (1. Korintherbrief 16, 13.14)“

Der Text der Kanzelabkündigung im vollen Wortlaut:

Kanzelabkündigung zum 19. Juni 2016 im Evangelischen Kirchenkreis Solingen

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!

Liebe Gemeinden in Solingen, liebe Schwestern und Brüder!

Mitten in der Zeit der Fußball-Europameisterschaft und kurz vor den Sommerferien möchte ich mich an Sie wenden mit der Bitte, „am Ball zu bleiben“, was das Engagement für Flüchtlinge und ihre Integration in Solingen angeht. Aus den Schlagzeilen sind die schutzsuchenden Menschen verschwunden, aber sie selbst sind weder verschwunden noch alle in Sicherheit. Und die politische Lage ist alles andere als entspannt.

Andere Themen drängen sich jetzt in den Vordergrund: Angst vor Terror wirklich überall, Verfolgungen von Christen etwa im Iran und Irak, Erschrecken über den politischen Umgangston im In- und Ausland. Alle diese Themen haben mit den Flüchtenden zu tun. Denn an ihnen spüren wir hier bei uns zuhause, dass die Weltordnung aus den Fugen und in Bewegung geraten ist. Und wir spüren auch, dass in dieser Zeit der Unübersichtlichkeit niemand weiß, wie Ruhe und Stabilität gewonnen werden können.

Was mir in diesen Tagen besonders am Herzen liegt: dass wir nicht unsere Werte beim Versuch, sie zu verteidigen, zerstören. Ein Beispiel: Wir können die Freiheit nicht durch die Errichtung neuer Grenzen verteidigen – sie wird dadurch zerstört, denn wer andere aussperrt, sperrt am Ende sich selbst und die eigenen Leute ein. Das wissen wir aus der Zeit der deutschen Teilung, und wir wissen auch, wie gut Befreiung dann tut.

Wir brauchen darum alle einen klaren Kopf, eine deutliche innere Haltung, persönlichen Mut und einen langen Atem, um unsere freie und friedliche Stadt zu bauen und zu bewahren: Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! (1. Korintherbrief 16, 13.14)

Bleiben Sie bitte am Ball!

Mit herzlichen Grüßen, Ihre
Pfarrerin Dr. Ilka Werner
Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen“

 

16.06.2016



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