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für den 22.08.2019

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7. November 2008 - Herbstsynode

Superintendent Klaus Riesenbeck ruft zu einer stärkeren Beschäftigung mit der Situation armer Menschen auf

Zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Situation der Armen in Stadt und Land hat der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Pfarrer Klaus Riesenbeck, die Gemeinden in Solingen aufgerufen.

Verwies auch auf das Calvin-Jahr zur Erinnerung an den Genfer Reformator: Superintendent Klaus Riesenbeck (Foto: Förster). Verwies auch auf das Calvin-Jahr zur Erinnerung an den Genfer Reformator: Superintendent Klaus Riesenbeck (Foto: Förster).

„Das Thema der Armen ist kein Randthema, das die Kirche Jesu nur beiläufig zu interessieren hätte“, betonte der Theologe in seinem Jahresbericht auf der heute begonnenen Herbstsynode des Solinger Kirchenkreises. Wer mit offenen Augen durch die Stadt gehe, müsse erkennen, dass „die Zahl der Menschen, die erkennbar in prekären Verhältnissen leben“ deutlich zugenommen habe. Das bestätigten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diakonischem Werk und anderen Wohlfahrtsverbänden sowie die wachsende Nachfrage bei Mittagtischen für Bedürftige und Solinger Tafel. Von der Herbstsynode erhoffe er sich daher einen Impuls an die Gemeinden des Kirchenkreises zu prüfen, ob und wie sie das Problem der Armut verstärkt zum Thema machen könnten. Unter dem Hauptthema „Armut ihn Solingen“ wollen die Synodalen am Samstag einen Prozess beraten, um in ihrem diakonischen Engagement noch effektiver der wachsenden Armut entgegen zu treten.

Selbstkritisch ging der Superintendent angesichts der globalen Finanzkrise mit dem kirchlichen Verhalten in der Vergangenheit um. Zwar habe die Kirche „nicht mitgezockt und also auch nichts verloren“, zwar gäbe es zahlreiche kritische Stellungsnahmen zum „Spiel der Weltfinanzmärkte“ und zu Irrwegen der Globalisierung unter anderem auch von der Solinger Kreissynode, aber trotzdem bliebe die Frage, „ob wir uns nicht unter der Hand doch von den Erfolgen der neoliberalen Art des globalen Wirtschaftens haben kleinmütig und stumm machen lassen“. Dabei habe die Finanzindustrie in ihrem von der Gier angetriebenen „wirbelnden Tanz um das goldene Kalb“ längst abgehoben vom Boden der realen Wirtschaft. Angesichts einer boomenden Wirtschaft habe man aber möglicherweise nicht „dauernd den Bedenkenträger herauskehren und darauf hinweisen wollen, dass eine am Aktienkurs orientierte Quartalsperspektive kein ausreichender Bezugsrahmen für ein nachhaltiges Wirtschaften“ sei.

In seinem Rückblick auf die kirchlichen Ereignisse des zurückliegenden Jahres betonte Riesenbeck noch einmal, dass in dem seit Monaten mit dem Verein „Hoffnung für den Mangenberg e.V.“ schwelenden Konflikt in der Kirchengemeinde Wald eine Loslösung des Gemeindebezirks Mangenberg von Presbyterium, Kirchenkreis und Landeskirche ausgeschlossen wird. Die Mitglieder des Vereins seien eingeladen, bei der Gestaltung des Mangenberger Gemeindelebens konstruktiv mitzuwirken.

Im Hinblick auf den in diesem Jahr zum ersten Mal veranstalteten Solinger Kreiskirchentag zog der Superintendent ein positives Fazit: „Ich bin froh, dass wir das gewagt haben.“


 

 

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Thomas Förster /

 



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