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für den 25.08.2019

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Solinger Frühjahrssynode 2011 hat getagt

Kirchenmusiker und Küster werden immer seltener

Die rund 80 Synodalen des Evangelischen Kirchenkreises Solingen sind heute (28. Mai 2011) im Evangelischen Kirchenkreis Merscheid zu ihrer Frühjahrssynode zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand die Zukunft der hauptamtlichen Gemeindedienste.

Beraten über die gemeinsamen Angelegenheiten der Evangelischen Kirche in Solingen: Vertreter der zehn Solinger Kirchengemeinden im Evangelischen Gemeindezentrum Merscheid (Foto: Christina Skoppeck). Beraten über die gemeinsamen Angelegenheiten der Evangelischen Kirche in Solingen: Vertreter der zehn Solinger Kirchengemeinden im Evangelischen Gemeindezentrum Merscheid (Foto: Christina Skoppeck).

Dabei warb der leitende Dezernent für die Personalentwicklung in der rheinischen Landeskirche, Kirchenrat Dr. Volker Lehnert, für verbindliche gemeinsame Regelungen, damit neben dem Pfarrdienst auch andere gemeindebezogene Berufsgruppen in der Evangelischen Kirche eine Zukunftschance haben. Bedroht seien zum Beispiel die Berufsgruppen der Gemeindepädagogen oder der Kirchenmusiker: „Wenn wir nichts tun, dann gibt es Musik von Johann Sebastian Bach in vielen Gemeinden bald vielleicht nur noch als Erinnerung“, mahnte Lehnert. Grund seien die fortwährenden Stellenreduzierungen, die in vielen Gemeinden aufgrund des permanenten Sparzwanges vollzogen würden. Diese führten landeskirchenweit zu einer "Erosion der Vollzeitstellen". Für Kirchenmusiker, Gemeindepädagogen oder Küster gäbe es dann oft nur noch Stellen mit eingeschränktem Umfang, wenn die Stellen nicht gleich ganz gestrichen würden. Tatsächlich hat sich in Solingen zum Beispiel der Stellenumfang der hauptamtlichen Jugendleiter in den zurückliegenden zehn Jahren halbiert. Auch viele Kirchenmusikerstellen wurden aufgrund von Sparzwängen teilweise empfindlich gekürzt. Lehnert berichtete, dass in Folge dieses Rückgangs auch die Zahl der Menschen, die solche Berufe anstrebten, rapide abnimmt.

Um diesen Trend zu stoppen, könnte die Landeskirche die Kirchenkreise zu einer gemeinsamen Personalplanung verpflichten. Dann müsste auch der Evangelische Kirchenkreis Solingen in der Zukunft ein Personalplanungskonzept verabschieden, das bei den gemeindebezogenen Diensten die Einrichtung gemeinsamer Vollzeitstellen für mehrere Gemeinden vorsieht. Eine Kantorin könnte dann etwa für die Kirchenmusik in drei Gemeinden statt in einer zuständig sein. Dazu gäbe es in anderen Kirchenkreisen bereits erfolgreiche Vorbilder, sagte Lehnert. Teil einer solchen Strategie sei aber auch, dass solche Stellen verstärkt als Multiplikatoren für ehren- und nebenamtlich Tätige wirken müssten.

In der Diskussion äußerten Synodale neben Zustimmung auch kritische Anmerkungen. Zu klären sei etwa, wie man unterschiedliche Gemeindeprofile bewahren könne, wenn zukünftig wichtige hauptamtlich Mitarbeitende für mehrere Gemeinden zuständig seien. In mehreren Regionalkonferenzen sollen sich nun die Vertreter Solinger Gemeinden und der anderen Kirchenkreise zu den bestehenden Plänen äußern. Im Januar 2012 will die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland dann für alle Gemeinden und Kirchenkreise verbindliche Regelungen verabschieden.

Ein zweiter wichtiger Tagesordnungspunkt war der Bericht über die Einführung eines neuen kirchlichen Finanzwesens. Diese Umstellung auf eine kaufmännische Buchführung wird im Evangelischen Kirchenkreis und den zehn Gemeinden zurzeit vorbereitet und soll zum neuen Haushaltsjahr vollzogen werden. Durch diese Änderung ließe sich der Einsatz von Geld und anderen Ressourcen wesentlich zielgenauer und vorausschauender planen als mit dem alten System, betonte der Superintendent des Solinger Kirchenkreises, Klaus Riesenbeck.
Ernüchternd war für die Synodalen erneut der Blick auf die Statistik für das Jahr 2010. Zwar war die Zahl der Kirchenaustritte mit 269 (bei 116 Kircheneintritten) so niedrig wie seit Jahren nicht mehr, trotzdem sank die Zahl der evangelischen Solinger erneut um 943 oder 2 Prozent auf 50.499. Erfreulich war dagegen die finanzielle Entwicklung des letzten Jahres: Durch die gesamtgesellschaftlich positive wirtschaftliche Entwicklung konnte der Kirchenkreis statt der erwarteten 795.000 Euro gut 928.000 Euro an Kirchensteuereinnahmen verbuchen. Die Synode beschloss, den größten Teil der Mehreinnahmen in die Rücklage für wirtschaftlich schwerere Zeiten zu geben. Auch die meisten Gemeinden haben im zurückliegenden Jahr finanziell besser abgeschnitten als ursprünglich befürchtet.

 

 

 

Thomas Förster /

 



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