Losung

für den 22.08.2019

Er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat seines Volks geplagt war.

Jesaja 53,8

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Erdbeben in Haiti

Nothilfe mit Aufbauhilfe verbinden

Zu Spenden für die Opfer des Erdbebens hat der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Nikolaus Schneider, Gemeinden und Mitglieder der rheinischen Landeskirche aufgerufen. „Wir wollen der Opfer gedenken und für sie sammeln“, erklärte er.

„Doch wir wollen nicht schnell irgendetwas machen, sondern müssen schauen, wie wir Not- mit Aufbauhilfe verbinden können“, betonte Schneider. Genaue Zahlen über das Ausmaß der Katastrophe gibt es immer noch nicht. Laut Medienberichten herrscht Chaos nach dem Erdbeben mit unzähligen Toten und Verletzten. Das Rote Kreuz rechne mit bis zu drei Millionen Geschädigten. Haitis Präsident René Préval fürchte den Ausbruch von Epidemien.

Mitarbeiter haben überlebt, Gebäude aber zerstört
Der Mitarbeiter der Kindernothilfe und seine Familie in Port-au-Prince hätten die Katastrophe überlebt, das Büro und die Kinderheime seien hingegen beschädigt, schilderte Schneider den Synodalen nach einem Telefonat mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kindernothilfe, Dr. Jürgen Thiesbonenkamp. Inzwischen wisse man auch, dass alle Kinder in den Kinderheimen überlebt hätten. Die Lage der Kinder, die bei ihren Eltern übernachteten, sei hingegen noch unklar, so Schneider.

Alinx Jean Baptiste, Koordinator der Kindernothilfe in Haiti, berichtete nach Angaben der Kindernothilfe, dass unter anderem zwei Schulen und ein Kinderheim vom Erdbeben zerstört sind. Morgen wird Ruben Wedel von der Kindernothilfe mit den Medizinern von humedica in der Hauptstadt erwartet.

Soforthilfe und Hilfe zum Wiederaufbau
Die rheinische Landeskirche werde sich über die Diakonie-Katastrophenhilfe und die Kindernothilfe an der Unterstützung der Opfer der Katastrophe beteiligen, führte Schneider aus. Die Kindernothilfe hat die Soforthilfe für Haiti auf 100.000 Euro aufgestockt. Auch die Diakonie Katastrophenhilfe stellt 100.000 Euro für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Haiti zur Verfügung.

Astrid Nissen, Projektleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, berichtete, dass besonders die Hauptstadt Port-au-Prince in weiten Teilen zerstört sei: „Die Stadt Port-au-Prince, wie wir sie kennen, hat nach dem Erdbeben aufgehört zu existieren.“ Verwesungsgeruch liegt über der Stadt. Überlebende suchen nach ihren Angehörigen. Dringend nötig ist die Versorgung der Überlebenden mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Die Verzweiflung der Menschen nimmt zu. Auch im Büro der Diakonie Katastrophenhilfe gehen den dort Untergebrachten Trinkwasser und Nahrungsmittel aus. Sehr schwierig ist die Situation der Verletzten. Es gibt weder genügend Medikamente noch ausreichend Ärzte. Viele der Verletzten müssen unter freiem Himmel versorgt werden.

Zwar konnte nach Angaben von Nissen die Arbeit nur eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Aber jeder, der nach dem traumatischen Erlebnis dazu in der Lage ist, beteiligt sich daran, eine Hilfsstruktur aufzubauen mit den lokalen Partnerorganisationen und den internationalen Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) sowie mit weiteren Hilfsorganisationen. Gemeinsam mit Caritas international schickt die Diakonie Katastrophenhilfe am Montag ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Port-au-Prince. Darunter sind Medikamente für 80.000 Menschen, Decken sowie Plastikplanen. Es geht darum, Hilfsgüter, die ins Land kommen, schnellstmöglich und professionell zu verteilen. Diese Verteilung wird in großem Maße von den Organisationen vor Ort getragen. Die dringend benötigte Nothilfe hat Astrid Nissen nur als den ersten Schritt bezeichnet. Ebenso wichtig sei der zweite Schritt, die Wiederaufbauphase, in der sich die Diakonie Katastrophenhilfe engagieren will. Schlechte Nachrichten kommen auch aus dem Projektgebiet der Diakonie Katastrophenhilfe im Südosten des Landes. Von dort berichten Mitarbeiter von schweren Zerstörungen, vor allem aus der Stadt Jacmel.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden. Kennwort: „Erdbebenhilfe Haiti“
- Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70,
- online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti
- Per SMS: Spender können an die 8 11 90 eine SMS mit dem Stichwort 'BEBEN' schicken. Von der Mobilfunk-Rechnung
werden dann 5 Euro abgebucht.

 

 

 

 

ekir.de /

 



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung