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für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

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Festakt zu 20 Jahren Evangelischer Beratungsstelle

"Die Menschenfreundlichkeit Gottes unter verschärften Bedingungen widerspiegeln"

Vor fast zwanzig Jahren wurde in Solingen die Evangelische Beratungsstelle eröffnet. Zum Jubiläum gab es einen Gottesdienst mit Festakt in der Dorper Kirche.

Dankte den Jubiläumsgästen für viele gute Wünsche: die Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle Friederike Stratmann. Dankte den Jubiläumsgästen für viele gute Wünsche: die Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle Friederike Stratmann.

„Ich danke Ihnen dafür, dass Sie diese schwierige Arbeit machen, die man ja nicht einfach an der Tür abgeben kann, wenn man nach Hause geht.“ Ganz persönlich wandte sich der neue Solinger Oberbürgermeister Norbert Feith beim Festakt an die Mitarbeiter der Evangelischen Beratungsstelle im Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. Aber nicht nur die vier Therapeuten aus der Beratungsstelle im Haus der Evangelischen Kirche an der Kasernenstraße, sondern auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus anderen Beratungsstellen der Stadt hörten aufmerksam zu. Gemeinsam waren sie Anfang November in die Dorper Kirche gekommen, um zwanzig Jahre Evangelische Beratungsstelle zu feiern. Auch Superintendent Klaus Riesenbeck würdigte zum Jubiläum vor allem die Arbeit der dort aktiven Personen: „Die Qualität der Beratungsstelle hat etwas damit zu tun, dass ihre Mitarbeiter sich in all den Jahren einen aufmerksamen Blick für die Sorgen und Nöte der Menschen bewahrt haben.“ Dadurch, so der Theologe, werde in der Beratungsarbeit auch die Menschenfreundlichkeit Gottes wider gespiegelt.

Seit Anfang der neunziger Jahre bietet die Evangelische Kirche in Solingen in ihrer Beratungsstelle Lebensberatung für Einzelne, Paarberatung und Familien- sowie Erziehungsberatung an. Dabei stieg die Zahl der Beratungsfälle von knapp 70 im ersten Berichtsjahr auf 315 im Jahr 2008.  In letzter Zeit hat vor allem die Krisenberatung in akuten Fällen stark zugenommen. Grund seien die „verschärften gesellschaftlichen Bedingungen“, meint die stellvertretende Leiterin der Beratungsstelle, Angelika Spilker-Jacobs. Im letzten Jahresbericht von 2008 heißt es dazu: „Immer zahlreicher werden die Menschen, die von ihrem Einkommen nicht leben können, viele Jobs annehmen und dann aus Erschöpfung ihren familiären Alltag und die Beziehungen nicht mehr bewältigen.“ Hier kämen Beratung und Therapie an ihre Grenzen, weil das Hauptproblem kaum zu beseitigen sei.

 

 

Gut gefüllt: Zahlreiche Gäste fanden den Weg in die Dorper Kirche. Gut gefüllt: Zahlreiche Gäste fanden den Weg in die Dorper Kirche.

Neben der klassischen Beratungsarbeit gehe die Beratungsstelle immer wieder neue Wege, betont die Leiterin und Geschäftsführerin im Diakonischen Werk, Friederike Stratmann. So wurden Kindertherapiegruppen eingerichtet, vorbeugende Arbeit, aber auch Beratungsangebote in Schulen, Kindergärten und seit 2008 auch in den neu entstandenen Familienzentren angeboten. Vor zehn Jahren wurde auch die Mediation für Paare mit Kindern ins Programm aufgenommen, die bei Trennungen zu einem möglichst respektvollen Umgang der Eltern miteinander helfen soll.
Beim Festakt dankte Oberbürgermeister Feith auch der Evangelischen Kirche dafür, dass sie ihren Beitrag zum Beratungsangebot in der Stadt Solingen leiste. In seiner Antwort verwies Superintendent Riesenbeck darauf, dass die Stadt ihren Anteil an der Finanzierung in den zwanzig Jahren von 50 Prozent auf 33 Prozent reduziert habe. Angesicht gegenwärtiger Spardebatten hoffe er, „dass der Beitrag der Stadt zukünftig nicht noch schwächer wird“.

 

 

Thomas Förster /

 



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