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für den 25.08.2019

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12. Mai 2009 - Gemeinsam gegen Kinderarmut

„Armut hat viele Gesichter“

Was können Kirchengemeinde gegen Kinderarmut unternehmen? Ein Vortrag in Ohligs zeigte zahlreiche Beispiele aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Berät hessische Kirchengemeinden, wie sie gegen Kinderarmut aktiv werden können: Simone Reinisch (Foto: Thomas Förster). Berät hessische Kirchengemeinden, wie sie gegen Kinderarmut aktiv werden können: Simone Reinisch (Foto: Thomas Förster).


In einem Neubauquartier in der Nähe von Offenbach werden Familien mit kleinen Kindern zwischen 18 Monaten und drei Jahren alle ein bis zwei Wochen von geschulten Ehrenamtlichen besucht. Dabei wird vor allem auch über Spiel- und Lernmöglichkeiten für die Kleinen gesprochen. Die mitgebrachten Stifte, Bücher oder Puzzle bleiben in der Familie. Nach drei Monaten werden die Mütter zusätzlich zu Gruppentreffen mit anderen Müttern eingeladen. Organisiert wird dieses Projekt vom dortigen evangelischen Kirchenkreis, finanziert vor allem durch Zuschüsse von Stadt und Landkreis. In einem evangelischen Kindergarten in der Nähe von Darmstadt dürfen Eltern die Wäsche ihrer Kinder in der hauseigenen Waschmaschine waschen, wenn das wegen nicht gezahlter Stromrechnungen zu Hause nicht mehr möglich ist. Woanders lernen Kinder, wie man aus frischem Gemüse selber ein leckeres Essen zubereiten kann.

Zahlreiche Beispiele, wie evangelische Kirchengemeinden mit dem Problem der Kinderarmut umgehen, konnte Simone Reinisch in ihrem Vortrag nennen. Die Referentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist Leiterin des Projekts „Armut hat viele Gesichter“. Am Montagabend war sie im Rahmen der Beschäftigung des Evangelischen Kirchenkreises Solingen mit dem Thema „Armut“ zu Gast im Evangelischen Gemeindehaus Ohligs. Mit zahlreichen offiziellen Statistiken belegte sie zunächst, wie weit das Armutsrisiko bereits in die Mitte der bundesdeutschen Gesellschaft vorgedrungen ist. Besonders alarmierend sei, dass Armut immer häufiger von Generation zu Generation weitergegeben – Reinisch: „vererbt“ – werde. Diesen verhängnisvollen Automatismus zu durchbrechen, sei auch eine Herausforderung für die Kirche.

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hatte auf seiner Synode im vergangenen September beschlossen, den Kampf gegen die Armut in Solingen zu verstärken. Konkrete Konzepte sollen im kommenden November beschlossen werden. Die Evangelische Kirche im Rheinland, zu der auch die Solinger Kirchengemeinden gehören, hatte außerdem Ende April in Düsseldorf ein Aktionsprogramm unter dem Titel „Chancenreich – Gemeinsam aktiv gegen Kinderarmut“ gestartet.

 

 

 

Thomas Förster /

 



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