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für den 07.12.2019

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Gedanken zu Heiligabend in der "Solinger Morgenpost"

Weihnachtsfrieden? Weihnachtsfrieden!

Der Weihnachtsfrieden wird in diesem Jahr vom Finanzminister verkündet. Was die Engel von Bethlehem dazu sagen, schreibt Pressepfarrer Thomas Förster in seinem Beitrag für die "Solinger Morgenpost".

Achten Sie beim Weihnachtsfrieden auf das Original, rät Pressepfarrer Thomas Förster. Achten Sie beim Weihnachtsfrieden auf das Original, rät Pressepfarrer Thomas Förster.

Haben Sie es auch gehört? In diesem Jahr gibt es wieder einen Weihnachtsfrieden. Wie schön, denn was hätte unsere Welt nötiger als Frieden. Wie schön, dass zur Pressemeldung wird, was laut biblischer Weihnachtsgeschichte zur Botschaft der Engel in Bethlehem gehört: „Friede auf Erden“. Aber warum wird dann weiterhin über Gewalt und Krieg aus allen Teilen der Welt berichtet? Weil der Weihnachtsfrieden, von dem in der Meldung die Rede ist, nicht von den Engeln, sondern vom Finanzministerium verkündet wird. Als „Weihnachtsfrieden“ kündigt die staatliche Finanzverwaltung nämlich an, dass sie auch in diesem Jahr in den Tagen um Weihnachten auf steuerliche Betriebsprüfungen und unangenehme Steuerbescheide verzichtet will. Von wegen Frieden. Es geht um eine Galgenfrist für Steuerpflichtige.

Wenn Sie die echte Friedensbotschaft aus Bethlehem hören möchten, dann kommen Sie am heutigen Heiligen Abend in einen der vielen Weihnachtsgottesdienste in Solingen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Die Engel verkünden in ihrer Botschaft, was Weihnachten bedeutet. Wir werden von Gott beschenkt. In dem Kind in der Krippe schenkt Gott uns seine Gegenwart. Er lässt uns nicht los, er lässt uns nicht im Stich. Er kommt in unser Leben. Gott die Ehre zu geben und ihn  in unser Leben zu lassen, damit endlich Frieden in uns wird. Das ist die eine Hälfte von Weihnachten.

Aber Gott kommt nicht nur zu uns allein. Er kommt in unsere Welt. Er kommt zu dem Kind aus Solingen genauso wie zu dem Kind in Haiti. Er kommt zu dem Jugendlichen in der Notschlafstelle ebenso wie zu der alten Frau, die einsam in ihrem Eigenheim auf Besuch wartet. Er kommt zu der erfolgreichen Unternehmerin gleich wie zu dem frustrierten Schulabgänger, der keinen  Ausbildungsplatz findet. Er kommt zu jedem Menschen genauso, wie er zu uns kommt. Darum können wir in anderen Menschen Gott begegnen - auch und gerade in Menschen, die uns noch fremd sind. Die Friedensbotschaft der Engel trägt somit etwas bei zur aktuellen Integrationsdebatte. Gott die Ehre zu geben bedeutet nämlich auch, dass wir den Fremden begegnen mit echtem Interesse und mit Respekt. Damit wir uns nicht fremd bleiben müssen, sondern endlich Frieden werden kann in unserer Stadt, in unserem Land und in der Welt. Das ist die andere Hälfte von Weihnachten.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute am Heiligen Abend die ganze Weihnachtsbotschaft der Engel hören können. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest mit den Menschen, die zu Ihnen gehören. Ich wünsche uns allen, dass wirklich Weihnachtsfrieden wird in unserem Leben und in unserer Welt.

Thomas Förster, Pressepfarrer des Evangelischen Kirchenkreises Solingen

 

 

 

24.12.2010

 



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