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für den 12.12.2019

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Dorper Trauercafé

Mit der Trauer nicht alleine bleiben

Menschen, die um einen geliebten Angehörigen trauern, brauchen Raum für ihre Gefühle und eine Umgebung, in der sie sich verstanden wissen. Das Trauercafé in der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp möchte diesen Raum bieten.

Die Trauer um einen geliebten Menschen verlischt niemals. Die Trauer um einen geliebten Menschen verlischt niemals.

Draußen dämmert es bereits an diesem herbstlichen Dienstagabend. Das Café in der Dorper Kirche ist hell erleuchtet. Die Tür steht einladend offen. Etwa fünfzehn Besucher sitzen an Tischgruppen und unterhalten sich angeregt. Auf den Tischen stehen Getränke, auf einem Büffetwagen liegen auf einem Tablett belegte Brote bereit. „Dorper Trauercafè“ steht auf dem Faltblatt, das am Eingang ausliegt und Menschen einlädt: „Mit der Trauer nicht alleine bleiben“ lautet das Angebot.

Initiative einer Trauernden
Zur Leitung gehört Pfarrerin Andrea Zarpentin. „Die Idee kam von einer Betroffenen“, betont sie und erzählt, wie es zur Gründung des Dorper Trauercafés kam. Den Anstoß gab Hilde T., die kurz zuvor ihren Mann verloren hatte. Als sie im Fernsehen einen Bericht über ein Trauercafé sah, fragte sie bei der Pfarrerin nach, ob es Vergleichbares auch in der Dorper Gemeinde gäbe. Weil die Antwort negativ ausfiel, regte sie an, ein Trauercafé neu zu gründen. Ihr würde so etwas gut tun: ein Ort für Trauernde, an dem man sich mit Menschen treffen kann, die das gleiche durchmachen. Eine Umgebung, in der man sich verstanden fühlt. Und: Sie selbst sei bereit, dabei mit zu arbeiten. Das war im Jahr 2001. Als im März 2002 dann zum ersten Mal zum Dorper Trauercafé eingeladen wurde, zeigte sich schnell, wie richtig Hilde T.s Anstoß gewesen war: Viele Trauernde kamen. Sie kommen bis heute, wenn das Trauercafé an jedem ersten Dienstag im Monat öffnet, weil ihnen die Begegnung mit anderen Trauernden gut tut.

Endlich Verständnis
Eine von denen, die kommen, ist Ingrid R. Sie hat vor vier Jahren ihren Mann verloren. „Hier konnte ich endlich meine Gefühle zeigen, so wie sie waren“, erklärt sie, warum sie zum Trauercafé gekommen ist. Ihre Kinder seien schließlich mit der eigenen Trauer beschäftigt gewesen. „Aber hier weinen und lachen wir gemeinsam.“ Die Frauen neben ihr nicken. Sie erzählen davon, wie schwierig die Umwelt sich manchmal tue, mit trauernden Menschen zurecht zu kommen. Die einen meinten, dass man endlich über seine Trauer hinweg kommen müsse – schließlich läge der Verlust bereits hinreichend lang zurück. Die anderen sähen einen sofort kritisch an, wenn man als trauernder Mensch auch mal lache und seinen Spaß habe. Verständnis, so sei ihre Erfahrung, hätte meist nur, wer selber schon einmal einen lieben Menschen verloren habe. „Aber hier im Trauercafé macht keiner kritische Bemerkungen“, bestätigt auch Erika M.

Das Dorper Trauercafé ist an jedem 1. Dienstag im Monat von 17.30 bis 19.00 Uhr im Café der Dorper Kirche geöffnet. Informationen gibt es bei Pfarrerin Andrea Zarpentin (Tel.: 3 83 32 46).

 

 

 

Thomas Förster /

 



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