Losung

für den 19.08.2019

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel.

Sacharja 9,9

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Nach dem Suizid von Torwart Robert Enke

Depression ist eine Krankheit

Der Tod von Robert Enke hat eine Diskussion um das Thema "Depression" ausgelöst. In einem Pressegespräch haben Vertreter der Evangelischen Kirche für einen offeneren Umgang mit der Krankheit geworben und Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt.

Für einen offeneren Umgang mit dem Thema Depression haben sich Vertreter der Evangelischen Kirche in Solingen ausgesprochen. Anlässlich der öffentlichen Diskussion nach dem Suizid von Fußball-Nationaltorwart Robert Enke mahnten sie, die Krankheit aus der Tabuzone zu holen. „Depression wird leider immer noch nicht überall als normale Krankheit wahrgenommen - auch nicht bei uns in der Kirche“, sagte Thomas Förster, Pressesprecher des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, vor der Presse.

Dagegen verwies Friederike Stratmann, Therapeutin und Geschäftsführerin im Diakonischen Werk darauf, dass die Depression eine körperliche Erkrankung sei, die jeden genauso treffen könne wie andere Krankheiten auch. Als mögliche Auslöser nannte sie unter anderem persönliche Schicksalsschläge, eine schwierige Lebensgeschichte oder das Burn-out-Syndrom. Zur Therapie helfen eine medikamentöse, eine psychotherapeutische Behandlung oder eine Kombination von beidem am besten, um betroffenen Menschen zu einer neuen gesünderen Sicht auf das eigene Leben zu verhelfen, sagte Stratmann, die in Solingen die Evangelische Beratungsstelle leitet. Ängste vor einer medikamentösen Behandlung seien unbegründet : „Antidepressiva machen nicht abhängig.“ Pro Jahr kämen durchschnittlich etwa 50 Personen mit depressiven Störungen in die Beratungsstelle. Sie sei nicht nur für evangelische, sondern für alle Menschen offen. Auch Angehörige könnten sich dort Hilfe holen, betonte die Therapeutin. Gemeinsam werde dann überlegt, wie es gelingen könne, dem erkrankten Menschen wirksam zu helfen.

Angesichts der medialen Berichterstattung über den Tod Enkes breche bei Menschen, die selber einen Angehörigen durch Suizid verloren haben, die innere Auseinandersetzung mit diesem Tod wieder auf, berichtet Simone Henn-Pausch, Theologin und Notfallseelsorgerin beim Solinger Kirchenkreis. Sie suchten nach Erklärungen und Gründen, gäben sich oft selbst eine Mitschuld und spürten eine besondere Verzweiflung, weil durch die Selbsttötung eines Angehörigen die gemeinsame Beziehung komplett in Frage gestellt würde. „Die Hinterbliebenen fragen: Warum tut er oder sie uns das an?“, weiß Henn-Pausch.

Die Evangelische Beratungsstelle im Diakonischen Werk ist täglich erreichbar. Terminvereinbarungen sind unter Tel. 0212/287-96 am besten zwischen 11.00 und 13.00 Uhr möglich.

 

 

 

Thomas Förster / 13.11.2009

 



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung