Umwelttag

Sauberer Strom hilft auch der Jugendarbeit

In Wuppertal kennt sie inzwischen fast jeder: die beiden Elektroflitzer, mit denen Superintendent Manfred Rekowski und Öffentlichkeitsreferent Pfarrer Werner Jacken durch die Stadt brausen. Die roten und gelben Gefährte sind nicht zu übersehen

Fallen mit ihren Elektrogefährten immer auf: Superintendent Manfred Rekowski (li.) und Pfarrer Werner Jacken. LupeFallen mit ihren Elektrogefährten immer auf: Superintendent Manfred Rekowski (li.) und Pfarrer Werner Jacken.

„Elektroauto fahren ist missionarische Gelegenheit“, versichert Jacken lächelnd. Wo er mit dem Wagen stehe, werde er angesprochen. Jacken weiß sogar von einem Kircheneintritt nach einem solchen Gespräch am Elektroauto. „Vor fünf Jahren hatten die Leute noch Mitleid, heute ist es Neid. Wir waren der Zeit voraus“, sagt er.

Aber nicht nur mit den ungewöhnlichen Gefährten zeigt der Kirchenkreis Wuppertal sein Engagement in Umweltfragen. Seit etwa acht Jahren bezieht der Kirchenkreis grünen Strom und ist inzwischen mit drei Millionen Kilowattstunden zum größten Abnehmer von Öko-Strom der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) geworden.

Sonnenenergie von zahlreichen Kirchendächern

Zwölf Photovoltaikanlagen und vier Thermieanlagen auf Dächern von Kirchen und Gemeindehäusern helfen, CO2 zu sparen und die Umwelt zu schützen. An einigen Kirchen und Gemeindehäusern finden sich Visualisierungstafeln zu den Solaranlagen. Damit können die Menschen sehen, wie viel grüner Strom gerade produziert wird. Kirche habe da eine Multiplikatorenfunktion, wolle den Menschen Möglichkeiten des Handelns aufzeigen und sie zum Nachdenken anregen, so Jacken. „Und mittlerweile spüren wir, dass auch Privatleute auf den Zug aufspringen.“

Die größte Solaranlage im Kirchenkreis findet sich auf dem Dach des Evangelischen Verwaltungshauses in der Elberfelder Innenstadt und ist seit dem Frühjahr in Betrieb. Mit dieser Anlage hat der Kirchenkreis gleichzeitig ein neues Projekt gestartet: den Zukunftssponsor. Interessierte, die etwas für die Umwelt tun möchten, können die Anlage mitfinanzieren und in einem Atemzug die Jugendarbeit des Kirchenkreises unterstützen. Denn mit dem Erlös aus dem Verkauf des grünen Stroms wird in den kommenden zwei Jahrzehnten die Jugendarbeit des Kirchenkreises finanziert.

 

 

 

Petra Anna Siebert / ekir.de /