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für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

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Frühjahrssynode hat getagt

Solinger Kirchenkreis bekommt hauptamtlichen Superintendenten

Die rund 70 Synodalen des Solinger Kirchenkreises haben auf ihrer Frühjahrstagung an der Luther-Kirche wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Dazu gehören die Hauptamtlichkeit des obersten Leitungsamtes und ein gemeinsames Verwaltungsamt.

Die Synodalen mussten ein umfangreiches Arbeitspensum erledigen (Foto: Förster). Die Synodalen mussten ein umfangreiches Arbeitspensum erledigen (Foto: Förster).

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen soll in Zukunft von einem hauptamtlichen Superintendenten oder einer hauptamtlichen Superintendentin geleitet werden. Das beschloss die Synode des Kirchenkreises auf ihrer Frühjahrstagung am 15. und 16. Juni 2012 mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit. In den letzten Jahren seien viele neue Aufgaben auf das Superintendentenamt übertragen worden, erläuterte Synodalassessor Hans Wilhelm Ermen, der nach dem Ausscheiden des früheren Solinger Superintendenten Klaus Riesenbeck, die Synode kommissarisch leitet: „Die Fülle der Aufgaben erfordert darum jemanden, der sich ganz für den Kirchenkreis einsetzen kann.“ Die neue Stelle soll noch im Sommer ausgeschrieben und bei der nächsten Synode Anfang November durch Wahl besetzt werden. Bewerben können sich durch die Neuregelung auch Pfarrerinnen und Pfarrer außerhalb Solingens.

Die Hauptamtlichkeit ist erst möglich, seit die Evangelische Kirche im Rheinland im Januar dieses Jahres ihren Kirchenkreisen freigestellt hatte, sich dafür zu entscheiden. Klaus Riesenbeck hatte die Aufgabe wie seine Vorgänger im Nebenamt ausgeübt und war gleichzeitig Pfarrer der Luther-Kirchengemeinde geblieben. Allerdings hatte der Kirchenkreis zu seiner Entlastung in der Gemeinde eine zusätzliche Pfarrstelle eingerichtet. Diese wird zukünftig wegfallen. Bereits am Freitagabend hatte die Synode beschlossen, die bislang vorhandenen vier evangelischen Verwaltungen im Laufe des kommenden Jahres in einem gemeinsamen kreiskirchlichen Verwaltungsamt zu konzentrieren. Dabei sollen die vorhandenen Personalstellen beibehalten werden.

 

 

Im Mittelpunkt des Vortrags: Positionspapier der evangelischen Kirchen Europas zur Situation sterbender Menschen (Foto: Förster). Im Mittelpunkt des Vortrags: Positionspapier der evangelischen Kirchen Europas zur Situation sterbender Menschen (Foto: Förster).

Im Rahmen des theologischen Hauptthemas berieten die Synodalen über ethische Aspekte hinsichtlich der Situation sterbender und sterbenskranker Menschen. Der Medizinethiker Dr. Michael Coors aus Loccum führte die rund 70 Vertreter aus Gemeinden und Arbeitsgebieten der Evangelischen Kirche in Solingen in aktuelle Debatten um Fragen hospizlicher und palliativer Begleitung ein (Den Vortrag. finden Sie unten auf der Seite). Dabei wies der Theologe auf die immer besser werdende palliative Versorgung sterbenskranker Menschen in Deutschland hin. Coors: „Zu den gültigen Standards der Weltgesundheitsorganisation zur palliativen Versorgung gehört die Sorge für das spirituelle Ergehen des Menschen ausdrücklich dazu.“ In den einschlägigen Fachgesellschaften seien aber vor allem Mediziner vertreten. „Die Kirche sollte sich mit ihrer Kompetenz in spirituellen Fragen stärker in diesem Feld einbringen“, forderte der Medizinethiker. Einen Link zu einer einschlägigen Orientierungshilfe der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa finden Sie unten auf der Seite.

In ihrer Beschlussfassung nahm die Synode diese Anregung auf und beauftragte ihren Seelsorge-Ausschuss Überlegungen zu entwickeln, wie das Angebot der Evangelischen Kirche in Solingen auf diesem Feld zukünftig aussehen könnte. Gleichzeitig sprach sie allen Menschen, die sich beruflich, familiär oder im Ehrenamt der Pflege und Begleitung sterbender Menschen widmen, ihre besondere Anerkennung aus.

 

 

Dankte der Synode für ihre Abgrenzung gegen politischen und religiösen Extremismus: Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith (Foto: Förster). Dankte der Synode für ihre Abgrenzung gegen politischen und religiösen Extremismus: Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith (Foto: Förster).

Auch zu den Aktivitäten religiöser und politischer Extremisten in Solingen nahm die Synode Stellung. „Wir wollen nicht, dass politische Extremisten und religiöse Fanatiker unsere Stadt als ihren Kampfplatz missbrauchen“, heißt es in einer einstimmig beschlossenen Erklärung „Für Toleranz und Respekt in unserer Stadt Solingen“. Darin dankt die Evangelische Kirche ausdrücklich „allen muslimischen Gemeinden, Gruppen und Einzelpersonen, die sich als Teil unserer demokratischen Stadtgesellschaft gegen die Parolen der Salafisten wenden und für ein friedliches und tolerantes Miteinander in unserer Stadt eintreten.“ Gleichzeitig wendet sich die Erklärung gegen die Aktivitäten rechtsextremistischer Gruppen wie der Partei „Pro NRW“ und deren Hassbotschaften und betont, „dass Fremdenfeindlichkeit, politischer und religiöser Hass niemals mit der Berufung auf Jesus Christus vereinbar sind“. Die demokratischen Kräfte in Solingen werden aufgerufen, „Spaltungen im Kampf gegen Extremisten zu überwinden und für ein möglichst breites Bündnis für Toleranz und Demokratie einzutreten“. Dabei bietet die Kirche ihre Mitarbeit an. Die Erklärung kann in einem eigenen Artikel auf dieser Website nachgelesen und heruntergeladen werden. In einem Grußwort am Samstagmorgen dankte Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith der Synode für ihr Eintreten für Toleranz und Respekt: "Wir können es uns nicht leisten, denen gegenüber tatenlos zu bleiben, die unsere Grundrechte missbrauchen."  

In einem weiteren Tagesordnungspunkt würdigte die Synode die großen Fortschritte, die die Luther-Kirchengemeinde seit dem vergangenen Herbst zur Erhaltung ihres denkmalgeschützten Gotteshauses gemacht hat. So konnten für dieses Jahr fast 55.000 Euro an Spenden für den laufenden Unterhalt gesammelt werden. 25.000 Euro davon stammen von Dauerspendern, die die Kirche auch in den kommenden Jahren unterstützen wollen. Die Synode ermutigte die Gemeinde, den eingeschlagen Weg zur Rettung der Kirche fortzusetzen. Gleichzeitig sehen sich die anderen Gemeinden des Kirchenkreises aber aufgrund eigener finanzieller Verpflichtungen nicht in der Lage, die Luther-Kirche mit einer Umlage aus Kirchensteuermitteln zu unterstützen. Eine solche Umlage für die Sanierung der Luther-Kirche hatte es Ende der 1990er Jahre in einer Höhe von umgerechnet mehr als 1,4 Mio. Euro gegeben. „Heute sind aber alle Solinger Gemeinden durch Erhalt, Sanierung und Umbau ihrer eigenen Kirchengebäude finanziell bereits bis an ihre Grenzen gefordert“, erläuterte Pressepfarrer Thomas Förster vor der Presse.

Schließlich wurden noch alle Synodalausschüsse und Beauftragungen für die Arbeitsgebiete turnusgemäß neu gewählt.

Am Seitenende finden Sie die Beschlüsse der Synode zum Nachlesen und Herunterladen.

 

Thomas Förster /

 



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