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für den 08.12.2019

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Jesaja 58,11

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Schuldnerberatung des Diakonischen Werks

10 Jahre Verbraucherinsolvenzrecht: Ein harter Weg aus den Schulden

Derzeit ist viel von Unternehmensinsolvenzen zu hören. Möglichkeiten für Privatpersonen bietet dagegen das Verbraucherinsolvenzrecht. Vor zehn Jahren wurde es gesetzlich neu geregelt. Das Diakonische Werk hilft beim Weg aus der Schuldenfalle.

Endlich wieder aufrecht gehen können: Mit diesem Plakat wirbt die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung für ihre Aktionen zum zehnten Geburtstag des Verbraucherinsolvenzrechts. Endlich wieder aufrecht gehen können: Mit diesem Plakat wirbt die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung für ihre Aktionen zum zehnten Geburtstag des Verbraucherinsolvenzrechts.

„Das 1999 eingeführte Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein wichtiger Weg, der überschuldeten Menschen wieder eine Perspektive eröffnen und sie aus der Schuldenfalle herausführen kann“, lobt die Schuldnerberaterin Eva Meier-Frings vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Solingen die Regelungen. Das Diakonische Werk bietet darum regelmäßig Informationsveranstaltungen an, um betroffene Menschen darüber zu informieren, wie sie sich aus den Schulden herausarbeiten können. „Das ist kein Spaziergang“, weiß Meier-Frings, „sondern ein langer und harter Weg.“ Erst wenn alle anderen Möglichkeiten zuvor gescheitert seien, dürfe er beschritten werden. Sechs Jahre lang müssen dann Schuldner ihr Vermögen und ihr gesamtes pfändbares Einkommen an einen vom Gericht bestellten Treuhänder übergeben. Das Geld wird für Verfahrenskosten verwendet sowie an die Gläubiger verteilt. In dieser Zeit müssen sie außerdem nach gesetzlich genau geregelten Bedingungen an ihrer Entschuldung mitwirken. So wird zum Beispiel erwartet, dass sie eine Erwerbstätigkeit ausüben oder sich zumindest aktiv darum bemühen. Außerdem müssen sie sich kooperativ zu ihren Gläubigern verhalten. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird durch das Gericht eine Restschuldbefreiung erteilt.

 

 

Kennt Wege aus der Schuldenfalle: Schuldnerberaterin Evamarie Meier-Frings (Foto: Förster). Kennt Wege aus der Schuldenfalle: Schuldnerberaterin Evamarie Meier-Frings (Foto: Förster).

Bundesweit haben sich bislang über 600.000 Menschen auf diesen Weg begeben. Bei über 50.000 von ihnen ist das Verfahren bereits erfolgreich abgeschlossen. Einige von ihnen hat Eva Meier-Frings betreut. Seit 1999 hat die Schuldnerberaterin gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen 729 Solingerinnen und Solinger beraten und in das Verfahren begleitet. Laut Meier-Frings könnten es noch viel mehr sein. Denn wie überall im Bundesgebiet können Beratungskapazitäten auch im Diakonischen Werk die Nachfrage nach gemeinnütziger Schuldnerberatung nicht befriedigen. Und der aktuelle Bedarf wächst – durch Entlassungen, Kurzarbeit oder Niedriglöhne. Die „Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände“, ein Zusammenschluss von sieben Organisationen wie dem Diakonischen Werk, der Caritas oder dem Deutschen Roten Kreuz, fordert daher einen Ausbau des Beratungsangebotes auf mindestens einen Schuldnerberater je 25.000 Einwohner.

Die nächste Informationsveranstaltung zum Verbraucherinsolvenzrecht bietet die Schuldnerberatung des Diakonischen Werks am 23. Juni 2009 an. Beginn ist um 19.00 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Kasernenstr. 21-23. Eine Anmeldung dazu ist nicht erforderlich.

 

 

 

Thomas Förster /

 



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