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für den 21.08.2019

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Fachausschuss Umwelt

Evangelischer Protest gegen Abschaffung der Baumschutzsatzung

Der Fachausschuss Umwelt des Evangelischen Kirchenkreises Solingen protestiert gegen die von der Verwaltung der Stadt Solingen vorgeschlagene Abschaffung der kommunalen Baumschutzsatzung. Ein offener Brief wurde verschickt.

Erhält Post vom Fachausschuss Umwelt: Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith. Erhält Post vom Fachausschuss Umwelt: Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith.

 In dem offenen Brief, der heute an den Solinger Oberbürgermeister Norbert Feith sowie an die Vorsitzenden der Solinger Ratsfraktionen und die Presse verschickt wurde, fordert der Ausschuss „nachdrücklich den Erhalt der Baumschutzsatzung“. Bäume stellten ein wichtiges Gut dar, heißt es in dem Protestbrief. Sie seien wichtig für ein gutes Kleinklima im Stadtgebiet, indem sie für eine gute Luftqualität, für weniger Staub in der Luft sowie für Lärmschutz sorgten. Bei einer Abschaffung der Satzung befürchtet der Ausschuss eine vermehrte und unkontrollierte Fällung von Bäumen sowie das Ausbleiben bislang erforderlicher Ersatzpflanzungen: "Darum setzen wir Christen uns für die Bewahrung der Schöpfung nachdrücklich ein."

Die Verwaltung der Stadt Solingen hat die Abschaffung der Baumschutzsatzung vorgeschlagen, um die Kosten für deren Überwachung einzusparen. Damit sollen ab 2011 jährlich 54.000 Euro eingespart werden. Insgesamt will die Stadt Solingen zukünftig 45 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Der Rat wird am 8. Juli 2010 über das gesamte Sparpaket entscheiden.


 

 

Der Protestbrief im Wortlaut:

An den Oberbürgermeister der Stadt Solingen
Als offener Brief an die Parteien und die Presse

Sehr geehrter Herr Feith,

mit großer Bestürzung mussten wir aus den Medien erfahren, dass die Baumschutzsatzung in Solingen abgeschafft werden soll, um die Stelle der Sachbearbeiterin für die Anträge zur Fällung einzusparen.
Wichtige Gründe sprechen dagegen:
1. Solingen ist eine preisgekrönte Stadt für „Nachhaltigkeit“. Wie verträgt sich das mit dieser Maßnahme? Die Bäume stellen ein wichtiges Gut gerade für uns Stadtmenschen dar. Darum setzen wir Christen uns für die Bewahrung der Schöpfung nachdrücklich ein.
2. Die Bäume im Stadtgebiet sorgen für ein gutes Kleinklima:
- für gute Luftqualität / Minderung des C02-Gehaltes
- für Kühlung in der Innenstadt
- als Staubfänger
- als Lärmschutz
3. Parks und Gärten mit altem Baumbestand bieten Erholungsorte für die Bevölkerung (Ruhezonen für Ältere, Spielgelände für Kinder und Erwachsene, Biergärten usw.)
4. Die Erfahrung aus anderen Kommunen hat gezeigt, dass es zu einer vermehrten Fällung kommen wird,
- um Baugrund zu ermöglichen
- um auch geringe Verschattungen von Häusern zu vermeiden oder zu beseitigen
- aus Verärgerung wegen der „Verschmutzung“ durch fallendes Laub, Äste, Blüten usw.
5. Die Kosten für die eine Stelle werden zwar eingespart, auf der anderen Seite werden
- Bäume unkontrolliert gefällt
- kaum mehr Ersatzpflanzungen vorgenommen
- keine Ausgleichszahlungen mehr eingenommen, die zu Pflegemaßnahmen von alten Bäumen und Parkanlagen eingesetzt werden konnten. Aus dem Grunde müssen dann alte Bäume gefällt statt gepflegt werden. Und woher soll das Geld für Neuanpflanzungen z.B. an Straßenrändern kommen?
6. Einige Nachbarkommunen führen die Baumschutzsatzung wieder ein (Hilden) bzw. diskutieren über die Wiedereinführung (Wuppertal).
Daher fordern wir nachdrücklich den Erhalt der Baumschutzsatzung in Solingen. Wir hoffen, Sie finden eine andere Möglichkeit, die notwendigen Einsparungen durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Der Fachausschuss Umwelt des Evangelischen Kirchenkreises Solingen

 

 

Thomas Förster /

 



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