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25. April 2012 - Vortrag und Diskussion

Widerstand und verborgene Schuld: Die Evangelische Kirche in Solingen während der NS-Zeit

Im Dritten Reich war die Evangelische Kirche in ihrer Haltung zum NS-Regime tief gespalten. Auch auf dem Gebiet der damaligen Synode Solingen waren Pfarrer und Gläubige zerstritten. Ein Vortrag informiert über Widerstand und über verborgene Schuld.

War Mitglied der Bekennenden Kirche und Kritiker des NS-Regimes: der Dorper Pfarrer und spätere Solinger Superintendent Johannes Lutze. War Mitglied der Bekennenden Kirche und Kritiker des NS-Regimes: der Dorper Pfarrer und spätere Solinger Superintendent Johannes Lutze.

Im Dritten Reich gab es in der Evangelischen Kirche - anders als in der Katholischen - eine tiefe Spaltung. Auf der einen Seite standen die evangelischen Christen um Reichsbischof Ludwig Müller. Diese so genannten "Deutschen Christen"  bekannten sich zu Hitler und den Zielen der NSDAP und wollten eine evangelische Staatskirche schaffen. Auf der anderen Seite standen die so genannten "Bekennenden Christen" um Pastor Martin Niemöller und den Theologieprofessor Dietrich Bonhoeffer, die keinerlei staatliche Eingriffe ins Kirchenleben duldeten und nur Christus und keinen weltlichen Führer als Oberhaupt der Kirche anerkennen wollten.

Dabei verfolgte die NSDAP seit ihrer Gründung eine Doppelstrategie: Ihr Programm erklärte das "Positive Christentum" einerseits zur Volksreligion aller Deutschen, um die Christen zu vereinnahmen, ordnete es aber andererseits dem Rassismus und Nationalismus unter.

Im Gebiet der damaligen Synode Solingen, zu der bis 1961 auch Leichlingen und Leverkusen gehörten, setzte sich die radikalste Richtung der Deutschen Christen, die thüringische durch, die für eine "Arisierung des Alten Testaments" eintrat: der jüdische Ursprung der hebräischen Schriften sollte ausgemerzt werden. Aber auch an der Wupper gab es Bekennende Christen. Der daraus erwachsende Konflikt war auch im Leben der evangelischen Gemeinden in der Synode Solingen heftig zu spüren. Einige Gemeinden, ihre Pfarrer und Gläubigen waren zerstritten.

Falk-Rüdiger Breuer ist Pfarrer in Monheim, das damals zur Solinger Synode gehörte. In seinem Vortrag beleuchtet er den Kampf um den Weg der Evangelischen Kirche und die Situation der evangelischen Gemeindeglieder und Pfarrer während des Dritten Reiches.

  • Mittwoch, 25. April 2012
    Niemand kann zwei Herren dienen“ - Widerstand und verborgene Schuld: Die Evangelische Kirche im Kirchenkreis Solingen und ihre Pfarrer während des Dritten Reiches
    Referent: Pfarrer Falk-Rüdiger Breuer, Monheim
    Leitung: Pfarrer Hildebrand Proell
    Ort:  Evangelisches Gemeindehaus, Hofstr. 10, 42699 Solingen-Merscheid
    Beginn: 19.00 Uhr

Zu diesem Vortrag laden ein:
Evangelische  Kirchengemeinde Merscheid
Evangelischer Kirchenkreis Solingen: Erwachsenenbildung/Pädagogisch-Theologische Arbeitsstelle
Kath. Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid

 

 

 

Thomas Förster /

 



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