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für den 18.08.2019

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13. Juli 2011_Vortragsabend mit Philomena Franz

„Wenn wir hassen, werden wir verlieren“

Philomena Franz stammt aus einer Sinti-Familie und überlebte in der NS-Zeit die Hölle von Auschwitz. Heute erzählt sie jungen Leuten aus ihrem Leben, um zur Versöhnung beizutragen. Am 13. Juli 2011 kommt sie in die Christuskirche nach Rupelrath.

Philomena Franz Philomena Franz

Zu einer Begegnung mit der Auschwitz-Zeitzeugin Philomena Franz laden die Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Rupelrath und das Solinger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage am Samstag, 13. Juli 2011, ab 19.00 Uhr in die evangelische Christuskirche, Opladener Str. 5-7, ein. Der Abend steht unter der Überschrift „Wenn wir hassen, werden wir verlieren“.

Philomena Franz, 1922 in Biberach geboren, war Mitglied einer wohlhabenden und erfolgreichen Sinti-Künstler-Familie und trat als Sängerin und Tänzerin auf. Schon als Zehnjährige wirbelte sie über die Bühne, sang, tanzte, steppte.  Das war im Vorkriegs-Paris, im ersten, im erfolgreichen und wunderbar aufregenden Leben der Philomena Franz. Doch dann kam die Nazizeit. Die Familie wurde auseinandergerissen und deportiert. Die zwanzigjährige Philomena kam ins „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau. Als Zwangsarbeiterin kam sie nach Ravensbrück und schuftete für die Rüstungsindustrie.  Abgemagert und krank wurde Philomena ein zweites Mal nach Auschwitz gebracht. Hier musste sie fortan die Asche des Krematoriums auf Loren schaufeln. Sie überlebte eine misslungene Flucht und eine Scheinerhängung , bis sie einen Monat vor Kriegsende fliehen konnte.

Das Leiden ihres Volkes wurde noch in den 1950er Jahren in der BRD nicht als Völkermord anerkannt. Trotzdem setzt sich Philomena Franz, die nach dem Krieg heiratete und Kinder bekam, für die Versöhnungsarbeit ein. Auf Veranstaltungen mit jungen Leuten erzählt sie aus ihrem Leben und vom Leiden, das in deutschem Namen ihrer Familie und ihrem Volk angetan wurde.

Trotz des ernsten Themas wird auch die Lebensfreude der Musik von Philomena Franz zu hören sein: Die Gruppe „Da Sinti“ wird die Veranstaltung musikalisch stilgerecht umrahmen. Außerdem werden Erich und Roswitha Bethe die Stiftung „Erinnern ermöglichen" vorstellen, die Schulgruppen bei der Organisation von Studienfahrten zur Gedenkstätte Auschwitz unterstützt. Der Eintritt ist frei.


 

 

Mehr über Philomena Franz erfahren Sie auf den Websites am Seitenende. 

 

 

 



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