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für den 16.12.2019

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Jesaja 49,15

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Kircheneintrittsstelle wird ein Jahr alt

Ein neues Kirchenmitglied jede Woche

Am 31. Oktober, dem Reformationstag, 2008 wurde die zentrale Kircheneintrittsstelle des Evangelischen Kirchenkreises Solingen eröffnet. Mit dem ersten Jahr sind die Verantwortlichen zufrieden.

Führt auch Seelsorge- und Informationsgespräche in der Kircheneintrittsstelle: Pfarrer Wolfgang Vorländer. Führt auch Seelsorge- und Informationsgespräche in der Kircheneintrittsstelle: Pfarrer Wolfgang Vorländer.

Ein Jahr nach der Eröffnung der Kircheneintrittsstelle der Evangelischen Kirche Solingen am Reformationstag 2008 zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden mit der Resonanz. „Wenn wir die Schließungszeiten in den Ferien abziehen, konnten wir im ersten Jahr im Durchschnitt ziemlich genau einen Kircheneintritt pro Woche verzeichnen“, erläutert Pfarrer Wolfgang Vorländer, der Leiter der Kircheneintrittsstelle. So suchten zwischen dem 31.Oktober 2008 und dem 30. Oktober 2009 insgesamt 26 Solingerinnen und 20 Solinger die Einrichtung neben der Walder Kirche auf, um wieder in die Evangelische Kirche einzutreten. 42 Personen wurden dort auch aufgenommen, vier wurden an die zuständigen Gemeindepfarrämter vermittelt. Diese Zahlen lägen im Rahmen der Erfahrungen, die auch in anderen Kircheneintrittsstellen gemacht werden, so Vorländer. Darüber hinaus suchen Menschen nach wie vor die Pfarrämter der Kirchengemeinde auf, um in die Kirche einzutreten. Hier liegen für 2009 aber noch keine Gesamtzahlen vor.

Unkompliziertes Verfahren
Von den Menschen, die in die Kircheneintrittsstelle kämen, werde das unkomplizierte Verfahren begrüßt, weiß Wolfgang Vorländer. Trotzdem sei es die Ausnahme, dass jemand die Angelegenheit nur schnell erledigen möchte: „Die meisten reagieren sehr aufgeschlossen darauf, wenn wir in der Kircheneintrittsstelle die  Möglichkeit anbieten, über ihr Leben zu sprechen oder Gedankenanstöße zu einer neu gefunden Glaubensspur geben.“ Jede Kirchenaufnahme werde mit einem kleinen Ritual beendet: Dem neuen Kirchenmitglied wird ein kleiner Bronzeengel überreicht, der mit einer Widmung an den Tag der Wiederaufnahe erinnern soll. Ein Segenswort zum Abschluss rundet das Ritual ab.

Kontaktadresse für Kirchenfragen
Aber nicht nur für Kircheneintritte wird die Stelle aufgesucht. Über die Eintritte hinaus hat sie sich nämlich zu einer Kontaktadresse für allgemeine kirchliche Fragen wie z.B. die Regularien einer Taufe entwickelt. Auch für seelsorgliche Anliegen werden die Öffnungszeiten genutzt. Hier wirkt sich besonders die Nähe zum offenen Kirchencafé der Walder Gemeinde positiv aus. „Die Einrichtung einer Kircheneintrittsstelle für Solingen hat sich bewährt“, betont darum auch der Superintendent des Kirchenkreises, Pfarrer Klaus Riesenbeck. „Sie wird angenommen und macht durch die Qualität der dort geführten Gespräche deutlich, dass wir als Kirche einladend sein wollen für Menschen und ihre Lebens- und Glaubensgeschichten.“

Früher meist evangelisch
Bei den Wiedereintritten ging es in den meisten Fällen um Menschen, die früher bereits einmal evangelisch gewesen waren. Sechs Personen waren früher katholisch, eine Person hatte ehemals der russisch-orthodoxen Konfession angehört. In allen diesen Fällen war ein vereinfachtes Verfahren des Kircheneintritts möglich, weil die Menschen bereits getauft waren. Die Taufe bleibt nach kirchlichem Verständnis auch nach einem Kirchenaustritt gültig. Zwei Personen, die vorher zu gar keiner Kirche gehört hatten, wurden an den Pfarrer ihres Wohnsitzes weiter vermittelt. In solchen Fällen ist die Aufnahme in die Kirche mit einer Taufe und vorhergehenden Taufgesprächen verbunden.

Viele Gründe
Die Altersspanne der wiedereingetretenen Menschen reichte von 20 bis 87 Jahren. Mehr als zwei Drittel der Menschen waren jünger als 65 Jahre. Als Gründe für den Kircheneintritt wurden unter anderem die Geburt eines Kind und der Wunsch, es taufen zu lassen, genannt, sowie die Begründung einer neuen Partnerschaft oder eine Eheschließung oder einfach das Bedürfnis, „wieder dazuzugehören“. „Bei älteren Menschen spielte auch der Wunsch, das eigene Haus zu bestellen und Vorbereitungen für die eigene Beerdigung zu treffen, eine wichtige Rolle“, berichtet Pfarrer Vorländer. Auf die Frage nach den Gründen für den früheren Kirchenaustritt nannte etwa ein Drittel finanzielle Motive. Ein Viertel gab eine frühere Enttäuschung über einen Pfarrer oder die Kirche insgesamt als Austrittsgrund an.

Öffnungszeiten
Die Kircheneintrittsstelle ist viermal in der Woche geöffnet
- Montagabend von 17.30 bis 18.30 Uhr,
- Mittwochvormittag von 9.30 bis 12.30 Uhr,
- Donnerstagnachmittag von 16.30 bis 18.00 Uhr und
- Freitagvormittag von 9.30 bis 12.30 Uhr.
Außerdem ist das Telefon der Kircheneintrittsstelle rund um die Uhr erreichbar, außerhalb der Öffnungszeiten durch einen Anrufbeantworter: 02 12 / 6 42 68 28. Pfarrer Vorländer kommt auf Wunsch auch zu Gesprächen nach Hause.

 

 

 

 

Thomas Förster /

 



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