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für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

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Erste Hilfe für die Seele

Ehrenamtliche ergänzen den Dienst der Notfallseelsorge

Seit 18 Jahren gibt es die Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche für die Menschen in Solingen. Am kommenden Mittwoch (21.6.2017) werden die ersten AbsolventInnen eines Ausbildungskurses für ehrenamtliche Notfallseelsorge feierlich beauftragt-

Notfallselsorge-Koordinatorin Simone Henn-Pausch mit der Einsatzweste für Unfälle und Schadenslagen im öffentlichen Raum. Notfallselsorge-Koordinatorin Simone Henn-Pausch mit der Einsatzweste für Unfälle und Schadenslagen im öffentlichen Raum.

„Wir möchten mit der Notfallseelsorge Erste Hilfe für die Seele leisten“, betont die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dr. Ilka Werner, „dabei fragen wir allein nach der Not eines Menschen, nicht nach seiner Religion, Konfession oder Nationalität!“ Damit dies Angebot auch zukünftig verlässlich erfolgen kann, hat der Evangelische Kirchenkreis im vergangenen Jahr beschlossen, auch ehrenamtlich Mitarbeitende für die Notfallseelsorge zu suchen, auszubilden und zu beauftragen. Am kommenden Mittwoch, 21. Juni 2017, werden die ersten elf Ehrenamtlichen nach gut einjähriger Ausbildung in einem Gottesdienst feierlich beauftragt. Der Gottesdienst beginnt um 19.00 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Ohligs, Wittenbergstraße 4.

Seit 1999 betreibt der Evangelische Kirchenkreis Solingen das Angebot der Notfallseelsorge rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Ebenso lange ist die Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch als Koordinatorin der Solinger Notfallseelsorge dabei. Sie ist auch ausgebildete Rettungssanitäterin und koordiniert und begleitet den Einsatz der 39 Hauptamtlichen der Evangelischen Kirchen. Die allermeisten davon sind Pfarrerinnen und Pfarrer, für die der Bereitschaftsdienst in der Notfallseelsorge einen selbstverständlichen Bestandteil des pastoralen Dienstes darstellt. Seit wenigen Jahren wird diese Aufgabe auch durch drei Pfarrer der Katholischen Kirche unterstützt. „Wer eine Vollzeitstelle als Pfarrerin oder Pfarrer versieht, ist in der Regel mit 14 Bereitschaftstagen pro Jahr eingeplant“, erklärt Koordinatorin Henn-Pausch.

Wenn die Leitstelle von Feuerwehr oder Polizei die Notfallseelsorge alarmiert, klingt darum irgendwo in Solingen das Handy. Nach dem Rückruf bei der Leitstelle macht sich dann der diensthabende Notfallseelsorger oder die Notfallseelsorgerin auf den Weg. 82 Mal ist das im vergangenen Jahr 2016 passiert. 66 Mal ging es um Hinterbliebene nach einem plötzlichen Todesfall in häuslicher Umgebung, zweimal um einen plötzlichen Säuglingstod, dreimal um einen schweren Verkehrsunfall, dreimal um einen Brand, sechsmal um einen Suizidversuch mit Todesfolge und zweimal begleiteten Notfallseelsorger Beamte der Polizei, die eine Todesnachricht überbringen mussten. „Auch in jüngster Zeit ist die Zahl der Alarmierungen hoch“, weiß Henn- Pausch.

Immer mehr zurückgehen wird dagegen die Zahl der evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer in Solingen. „Im Jahr 2030 wird es voraussichtlich nur noch halb so viele geben wie heute“, erläutert Superintendentin Dr. Werner. Um den Bereitschaftsdienst der Notfallseelsorge trotzdem auch zukünftig zu gewährleisten, werden ehrenamtliche Notfallseelsorger ausgebildet. Einer von ihnen ist Peter Binz. Der 64-jährige ist Ingenieur für Elektrotechnik im Ruhestand, evangelischer Christ und war früher bereits ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge aktiv. „Ich möchte Licht sein für andere und vom Reichtum der Liebe Gottes etwas weitergeben an Menschen, die in Not sind“, erklärt Binz, warum er sich gemeldet hat, als er von der Ausbildung zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger in der Zeitung las. 200 Ausbildungsstunden hat er seither absolviert und dabei auch erfahrene Notfallseelsorger im Einsatz begleitet. Nun traut er sich zu, zukünftig auch alleine zu einem Einsatz zu fahren. Was ihm dabei widerfährt, kann er dann in den regelmäßigen Einsatznachbesprechungen oder in der Supervision zur Sprache bringen.

Einen neuen Ausbildungskursus für ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger wird es 2018 wieder geben. Mehr Informationen dazu weiß Notfallseelsorge-Koordinatorin Simone Henn-Pausch (Tel. 0212/287-226 oder henn-pausch@evangelische-kirche-solingen.de).

 

16.06.2017



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