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für den 29.06.2022

Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst.

5.Mose 30,19

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„Spot auf Hoffnung“

Adventsandacht von Superintendentin Dr. Ilka Werner

Vielleicht fällt es Ihnen in diesem Jahr der Corona-Pandemie schwerer, sich auf Weihnachten einzulassen? Doch Inzidenzwerte und Impfprognosen sind nicht alles. Zur ganzen Wirklichkeit gehört auch das Kind in der Krippe, meint Superintendentin Dr. Werner.

Zum Vergrößern bitte klicken! (Karikatur: ekir.de/Michael Hüter CC BY-ND 4.0) LupeZum Vergrößern bitte klicken! (Karikatur: ekir.de/Michael Hüter CC BY-ND 4.0)

„Spot auf Hoffnung“
Adventsandacht von Superintendentin Dr. Ilka Werner

„Spot auf Hoffnung“ so heißt die Karikatur, die vorn auf dem Programmzettel ist. Und wir sehen eine Krippenszene in hellem Licht – und im Dunkeln ein Corona-Virus, das sich mopst.

Unser Blick will dem Licht folgen. In die helle, vertraute Krippenszene. In die vertraute Hoffnung, die sie ausdrückt. In den Glauben, dass es dieses Krippenkind ist, das die Welt erhält und trägt – durch alle Gefahr, auch durch die Gefährdung durch dieses Virus hindurch.

Unser Blick will dem Licht folgen. Unser Verstand aber tut sich schwer.

Gebannt beschäftigt er sich mit Inzidenzwerten, Neuinfektionen, Impfprognosen, Schutzmaßnahmen und den Hypothesen der Virologen. Gut, dass er das tut. Und gut, wenn wir ihm weitgehend folgen.

Aber schlecht, wenn wir darüber vergessen, dass der Verstand nicht alle Wirklichkeit kennt und beurteilen kann. Er kennt nicht das Reich von Hoffnung, Glauben und Zuversicht, er kennt nicht die Möglichkeit des Unmöglichen und die Wahrscheinlichkeit des Ausgeschlossenen. Er kennt nicht das Unverrechenbare, das Unberechenbare, er kennt nicht das Wunder.

Er kennt eben nicht die ganze Wirklichkeit.

Und darum erkennt er meist den Heiland nicht, dieses Kind in der Krippe, das Erlösung und Rettung für die Welt bringt.

Es ist gut, wenn wir unseren Verstand benutzen und ihm trauen. Es ist aber nicht genug. Wir brauchen auch unseren Sinn für Wunder, unser Organ für Hoffnung, unsere Ader für das Unmögliche. Sie helfen, den Spot auf die Krippe und die Hoffnung zu lenken. Sie helfen, die ganze Wirklichkeit auch jenseits der Corona-Pandemie zu entdecken und im Blick zu behalten – die ganze Wirklichkeit dieses Jahres und dieser Adventszeit.

Darum: Lassen wir unseren Blick dem Licht folgen, dem Spot auf die Krippe, den Lichterketten in unseren Büros und am Weihnachtsbaum, den Kerzen in den Fenstern der Häuser, dem Leuchten in den Augen der anderen. Soll sich das Virus doch mopsen. Und der Verstand auf sein Gebiet beschränken.

Im Advent gilt: „Spot auf Hoffnung“.

 

15.12.2020



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