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für den 31.10.2020

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Solinger Agendapreis 2019

Flüchtlingshilfe Lesbos für den Einsatz zum Schutz der Menschenrechte gewürdigt

Die Flüchtlingshilfe Lesbos wurde am 19. September durch Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit dem Lokalen Agenda-Preis 2019 ausgezeichnet. Die Initiative kämpft um menschenwürdige Verhältnisse für geflüchtete Menschen auf der griechischen Insel.

Menschenwürde für Geflüchtete: Superintendentin Dr. Ilka Werner und Ioanna Zacharaki (v.l.) freuen sich über den Agendapreis 2019. LupeMenschenwürde für Geflüchtete: Superintendentin Dr. Ilka Werner und Ioanna Zacharaki (v.l.) freuen sich über den Agendapreis 2019.

Die von Ioanna Zacharaki und Konstantin Eleftheriadis unter dem Dach des Evangelischen Kirchenkreises Solingen und seines Diakonischen Werks gegründete Flüchtlingshilfe hat in Deutschland seit 2015 bereits rund 250.000 Euro an Spendengeldern gesammelt und für die Verbesserung der Situation für geflüchtete Menschen auf der griechischen Insel eingesetzt. Dabei arbeitet sie vor Ort eng mit einheimischen Helfer*innen zusammen. Die Flüchtlingshilfe verteidige „unsere gemeinsamen europäischen Werte zum Schutz der Menschenrechte“, lobte OB Kurzbach bei der Verleihung der Urkunde im Solinger Theater und Konzerthaus. Die Jury des Beirats „Nachhaltige Kommune Solingen“ hatte in ihrer Entscheidung für die Preisträger deren „aktive Unterstützung von Menschen auf der Flucht, die in prekären Verhältnissen um eine humane Unterbringung und ein menschenwürdiges Leben kämpfen“ hervorgehoben.

In ihrer Dankesrede kritisierte Ioanna Zacharaki die europäische Flüchtlingspolitik scharf. Seit 2015 seien die Inselbewohner*innen mit der Herausforderung durch Hundertausende geflüchteter Menschen alleingelassen worden. Europa habe Länder wie Griechenland im Stich gelassen. Und die Inselbewohner sähen ihre Insel mittlerweile als „offenes Gefängnis einer gescheiterten unsolidarischen und ignoranten europäischen Flüchtlingspolitik“. Das sei einer der wichtigsten Gründe, warum sich die Stimmung vieler Einheimischer mittlerweile gegen die Geflüchteten und die Hilfsorganisationen gewendet habe.

Den Brand im völlig überbelegten Lager Moria bezeichnete Zacharaki als „Katastrophe mit Ansage“. Sie forderte eine dauerhafte Lösung in Europa, die für die Geflüchteten menschenwürdige Lebensbedingungen, eine schnellere Bearbeitung der Asylverfahren sowie Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Arbeitsplätzen sicherstelle.

Durch familiäre Beziehungen haben Ioanna Zacharaki und Konstantin Eleftheriadis die immer schlimmer werdende Situation auf Lesbos mit seinen ursprünglich 90.000 Inselbewohren*innen seit Jahren hautnah miterlebt. Angesichts von 700.000 geflüchteten Menschen innerhalb weniger Monate im Sommer 2015 riefen sie die Flüchtlingshilfe Lesbos ins Leben. Ioanna Zacharaki arbeitet beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe und Konstantin Eleftheriadis beim Diakonischen Werk Solingen. Beide leben in der Klingenstadt.

Mit dem Lokalen Agenda-Preis zeichnet die Stadt Solingen Aktionen und Aktivitäten von lokalen Vereinen, Initiativen, Firmen, Gruppen und Einzelpersonen aus, die sich mit herausragendem Engagement für eine lebenswerte Zukunft heutiger und nachkommender Generationen einsetzen.

 

22.09.2020



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