Losung

für den 25.08.2019

Was vom Hause Juda errettet und übrig geblieben ist, wird von Neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen.

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36. Deutscher Evangelischer Kirchentag startet in Berlin

Auch viele Solinger fahren zum Kirchentag

Unter dem biblischen Motto „Du siehst mich“ findet ab Mittwoch (24.06.2017) in Berlin der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Auch rund 100 Christinnen und Christen aus Solingen fahren in die Hauptstadt.

Das Kirchentagsmotto stammt dieses Mal aus dem 1. Buch Mose. Das Kirchentagsmotto stammt dieses Mal aus dem 1. Buch Mose.

Mehr als 100.000 Dauerteilnehmer haben sich zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Protestantentreffen angemeldet. In diesem Jahr steht der Kirchentag besonders im Zeichen des Reformationsjubiläums, das anlässlich des 500. Jahrestages des legendären Thesenanschlags in Wittenberg durch den Reformator Martin Luther begangen wird.

Kirchentag mit der Gruppe
Zu den Christinnen und Christen aus Solingen, die am kommenden Mittwochmorgen in der Klingenstadt Richtung Bundeshauptstadt aufbrechen werden, gehören auch Uta Bülte-Vogt, Gudrun Peters und Dirk Stark, die als Beauftragte des Kirchenkreises für den Kirchentag die zentrale Anmeldemöglichkeit über den Solinger Kirchenkreis organisiert und Anmeldungen von 63 Solinger Kirchentagsteilnehmenden entgegengenommen haben. Dazu wird aber nach aller Erfahrung noch eine Reihe weiterer Menschen aus der Klingenstadt kommen, die sich direkt beim Kirchentag angemeldet haben und privat nach Berlin reisen. Der Ohligser Pfarrer Dirk Stark kennt und liebt die typische Kirchentagsatmosphäre seit vielen Jahren. Er freut sich, dass dieses Gefühl auch von Solingerinnen und Solingern aller Altersgruppen geteilt werden kann. „Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, wie der gemeinsam erlebte Kirchentag eine Gruppe aus mehreren Generationen verbinden kann“, berichtet Stark. Von 17 bis über 70 reicht in diesem Jahr die Altersspanne der Solinger Gruppe, auch Familien mit Kindern sind darunter.

Bewegende Eröffnung
Stark freut sich bereits auf einen der drei Eröffnungsgottesdienste unter anderem am Brandenburger Tor: „Wenn die Posaunenchöre die Kirchentagsfanfare anstimmen, mehrere Tausend Menschen das erste Kirchentagslied gemeinsam ansingen und es endlich losgeht, dann ist das für mich immer sehr bewegend.“ Stark schätzt aber nicht nur die Großveranstaltungen mit vielen Tausend Teilnehmern, sondern besonders die manchmal unspektakulären geistlichen Programmpunkte wie Morgenandacht oder den täglichen Abendsegen in einer der vielen Kirchen am Rande des Weges: „Für mich muss sich durch einen gelungenen Tagesablauf beim Kirchentag eine Art geistlicher Roter Faden ziehen“, betont der Ohligser Theologe: „Die Andacht am Morgen, mittags ein offenes Singen oder eine stille Kirche und der Segen am späten Abend, bei dem ich die vielfältigen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren lassen und im Gebet vor Gott bringen kann, sind mir gerade im Trubel des Kirchentags besonders wichtig.“

Freut sich bereits auf den Eröffnungsgottesdienst: der Solinger Kirchentagspfarrer Dirk Stark. Freut sich bereits auf den Eröffnungsgottesdienst: der Solinger Kirchentagspfarrer Dirk Stark.

Keine Zeit für Obama
Eine vermutlich auch in diesem Jahr wieder überfüllte Veranstaltung hat Stark aber bereits fest eingeplant: „Die Bibelarbeiten mit Margot Käßmann am ersten Morgen sind für mich seit vielen Jahren ein Muss.“ Um die Veranstaltung mit Barack Obama und Angela Merkel am Brandenburger Tor am Donnerstag dagegen will er einen Bogen machen: „ Wegen der Sicherheitsvorkehrungen würde das so viel Zeit kosten. Die nutze ich lieber für zwei andere Programmpunkte oder für einen Rundgang auf dem Markt der Möglichkeiten.“ Besonders dort gebe es die Möglichkeit, zu vielen interessanten Themen mit spannenden Menschen ins Gespräch zu kommen: „Diese Begegnungen mit anderen engagierten Protestanten, diese vielen tollen Ideen und Impulse lassen mich jedes Mal sehr gestärkt für meine Arbeit als Pfarrer in Ohligs nach Hause fahren.“

Untergebracht werden die Solinger Kirchentagsteilnehmenden größtenteils in Privatquartieren. Rund 20 von ihnen werden aber in einer Grundschule im Berliner Stadtteil Neukölln übernachten. Dort wird des für einige auch ein Wiedersehen mit Pfarrerin Martina-Köster-Schneider geben, die viele Jahre lang die Solinger Kirchentagsbeauftragte war, bevor sie 2015 nach Wuppertal wechselte. Sie werde mit ihrer Gruppe ebenfalls in der Grundschule übernachten, berichtet Dirk Stark.

Kirchliche Wurzeln in Berlin
Für den aktuellen Solinger Kontaktpfarrer zum Kirchentag ist Berlin übrigens eine besondere Stadt. „Ich habe als Kind viele Jahre in Berlin gelebt und wurde 1980 dort auch konfirmiert“, berichtet der 52-jährige Theologe. Obwohl er kurz nach der Konfirmation ins Ruhrgebiet umgezogen sei, habe er bereits in Berlin die Entscheidung getroffen, sich nach der Konfirmation kirchlich zu engagieren. Der diesjährige Kirchentag ist für ihn also auch eine Begegnung mit seinen kirchlichen Wurzeln.

Den Abschlussgottesdienst wird die Solinger Kirchentagsgruppe in diesem Jahr nicht vor Ort mitfeiern. „Der Schlussgottesdienst wird in diesem Jahr in Wittenberg als großer Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum gefeiert“, berichtet Stark. Auf  den Elbwiesen werden dann bis zu 200.000 Gottesdienstteilnehmende erwartet. Auch die Teilnehmenden des Kirchentags sind eingeladen, sich für den abschließenden Gottesdienst auf den Weg in die Lutherstadt zu machen. Die Solinger Gruppe wird dagegen den Abschluss mit einem Gottesdienst und einer Fernsehübertragung des Festgottesdienstes in einer Neuköllner Gemeinde feiern. „Dann können wir nach Ende des Gottesdienstes direkt Richtung Heimat aufbrechen und sind hoffentlich gegen 22.00 Uhr wieder zu Hause“, erläutert der Solinger Kirchentagpfarrer. Ansonsten wäre eine Rückkehr aus Wittenberg erst spät in der Nacht realistisch gewesen: „Das wäre für die meisten, die am Montag wieder arbeiten oder zur Schule müssen, zu problematisch.“

 

22.05.2017



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