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für den 14.12.2019

HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.

Psalm 30,4

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Bericht der Superintendentin an die Synode

"Mit Andersdenkenden im Gespräch bleiben"

Am Freitagabend stand der Bericht der Superintendentin auf der Tagesordnung der Synode. Dabei hielt sie Rückschau auf das Reformationsjubiläum, sprach aber auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen an.

<strong>Warnte vor "moralischem Besserwissertum": Superintendentin Dr. Ilka Werner bei der Herbstsynode 2017.</strong> Warnte vor "moralischem Besserwissertum": Superintendentin Dr. Ilka Werner bei der Herbstsynode 2017.

Bereits am Freitagabend hatte die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner, ihren jährlichen Bericht vor der Synode gehalten. Dabei richtete sie noch einmal den Blick auf das soeben zu Ende gegangene Reformationsjubiläum. Neben einer Rückschau auf die zahlreichen Aktivitäten in Solingen stellte Werner noch einmal die bleibende Aktualität der reformatorischen Einsichten angesichts aktueller Herausforderungen in Gesellschaft und Kirche heraus.

So sei als „weltliches Echo der geschenkten Gnade“, die Luther vor 500 Jahren in den Vordergrund gestellt habe, das Konzept der allgemeinen und universalen Menschenrechte entstanden. Diese dürften „niemandem aberkannt werden, auch Heimatlosen, Verbrechern oder Terroristen nicht“. Angesichts der Zunahme rechtsextremen Gedankenguts betonte die Superintendentin, dass sich Rassismus nicht auf Jesus Christus berufen könne. Gleichzeitig warnte sie bei der Auseinandersetzung aber vor „moralischem Besserwissertum“. Widerspruch gegen rassistisches Gedankengut sei genauso nötig wie der Respekt vor allen Menschen: auch vor jenen, die eine solche Meinung äußern. Werner: „Wir müssen auch mit Andersdenkenden im Gespräch bleiben.“

Im Hinblick auf den christlich-islamischen Dialog zeigte sich die Theologin, die auch Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland ist, besorgt über die Auswirkungen der politischen Veränderungen in der Türkei auf das Gesprächsklima in Deutschland. Für heutige Protestanten sei die klare Unterscheidung von Staat und Religion selbstverständlich. Vor diesem Hintergrund bezeichnete es die Superintendentin insbesondere für die Integration türkischer Muslime als „wichtig, dass etwa die DITIB und der Zentralrat der Muslime sich vom türkischen Staat lösen und zu unabhängigen Religionsgemeinschaften werden“.

 

12.11.2017



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