Losung

für den 26.02.2021

Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat - er heißt »HERR, Gott Zebaoth«.

Amos 4,13

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Themenjahre der Evangelischen Kirche in Solingen

Bewahrung der Schöpfung

Die „Bewahrung der Schöpfung“ ist ein zentrales christliches Anliegen. Die Evangelische Kirche in Solingen stellt die beiden kommenden Jahre 2021/2022 mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und Aktionen unter dieses Thema.

Auch ein Thema der jungen Generation: Bewahrung der Schöpfung (Foto: Stephanie Hofschläger / pixelio.de) Auch ein Thema der jungen Generation: Bewahrung der Schöpfung (Foto: Stephanie Hofschläger / pixelio.de)

Als ersten „Aktionszeitraum“ zu diesem Thema wollen Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Solingen die kommende vorösterliche Fastenzeit nutzen. Sie schlagen vor, sich in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern an der Aktion „Klimafasten 2021“ zu beteiligen. Viele evangelische und katholische Kirchen tragen gemeinsam diese Aktion. Sie laden Menschen dazu ein, mehr darüber zu erfahren, wie der eigene Lebensstil zur Bewahrung der Schöpfung beitragen kann. Und sie regen an, die sieben Wochen vor Ostern dazu zu nutzen, eigene Schritte in eine neue Alltagspraxis zu versuchen, die achtsamer mit Gottes Schöpfung umgeht. Die evangelischen Gemeinden in Solingen bieten (in diesem Frühjahr vor allem online) vier wöchentliche Fastengruppen, einen Themenabend sowie zahlreiche Gottesdienste zum Thema an. Mehr dazu sowie Termine und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier: Solinger Gottesdienste und Fastengruppen

Bedrohung statt Bewahrung

„Christinnen und Christen verstehen Natur und Umwelt als Gottes Schöpfung - und sich selbst als deren Teil“, erklärt Pressepfarrer Thomas Förster. Schon am Beginn der Bibel läsen sie im 1. Buch Mose (Kap. 2, Vers 15) von der Aufgabe, die Schöpfung zu bewahren (1. Mose 2,15). „Im Zeitalter der Industrialisierung verbreitete sich dagegen leider ein Verständnis, in dem die Schöpfung nicht bewahrt, sondern verbraucht wird“, so Förster. Der Grundsatz von der Notwendigkeit wirtschaftlichen Wachstums habe zusätzlich dazu geführt, dass Gottes Schöpfung immer stärker ausgebeutet wurde. Die Kehrseite dieser Art des Wirtschaftens seien Klimawandel, Artensterben sowie die Verschmutzung von Wasser und Luft. Heute werde offenbar, dass die menschliche Lebensweise der letzten zwei Jahrhundert Gottes Schöpfung eher bedrohe, anstatt sie zu bewahren.

Leidtragende im globalen Süden

Förster betont, dass die Leidtragenden dieser menschengemachten Bedrohung vor allem in den Ländern des globalen Südens leben: „Obwohl vor allem unsere Staaten des globalen Nordens die Hauptverursacher der gefährlichen CO2-Emissionen sind, tragen im Süden vor allem solche Menschen die Kosten der Klimaveränderung, die durch Armut und Hunger sowieso bereits leiden.“ Aufgrund ihrer Not falle es ihnen aber besonders schwer, die eigenen Lebensumstände an die Folgen der Klimaveränderungen anzupassen. Die Folgen seien noch mehr Armut, Auseinandersetzungen um bedrohte Lebensgrundlagen wie sauberes Wasser sowie Flucht aus den als hoffnungslos empfundenen Lebensumständen.

Seit Jahrzehnten ökumenisches Thema

Im weltweiten Dialog um die Bewahrung der Schöpfung gehe es deshalb immer auch um Fragen der weltweiten Gerechtigkeit und des Friedens. „Auf ökumenischen Treffen stellen unsere Partner aus dem globalen Süden schon seit langem die Frage, wann wir aus dem globalen Norden endlich dazu bereit sind, den Weg eines achtsameren Lebensstils einzuschlagen“, erzählt der Theologe, „eines Lebensstils, der die Schöpfung schont und zu mehr Klimagerechtigkeit führt.“ Seit der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1983 im kanadischen Vancouver zählt das Engagement für „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ zum Selbstverständnis der meisten Kirchen weltweit. In Deutschland wurde in christlichen Kreisen „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ ab dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 1985 in Düsseldorf zu einem wichtigen Thema und ist es bis heute. Ab 1992 gab es dann mit der berühmten „Agenda 21“, die bei einer UN-Konferenz in Rio verabschiedet wurde, auch eine allgemein-gesellschaftliche Bewegung zu diesem Thema. In deren Folge entwickelten lokale Initiativen dann lokale Aufgaben. Seit rund 30 Jahren gibt es auch im Evangelischen Kirchenkreis Solingen einen Fachausschuss der Synode, der zuerst „Fachausschuss Umwelt“ hieß und jetzt seit einigen Jahren „Fachausschuss für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ heißt. Auch die Evangelische Kirche im Rheinland, zu der auch der Solinger Kirchenkreis gehört, hat das Engagement für „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ in ihrer Verfassung, der Kirchenordnung, verankert.

Vorösterliche Fastenzeit

Mit ihrem doppelten Themenjahr möchten die Gemeinden in Solingen einen aktuellen Beitrag zu diesem Engagement leisten. Als ersten Aktionszeitraum nutzen sie dazu die vorösterliche Fastenzeit. Schon seit Jahrhunderten nutzen Christinnen und Christen diese Wochen vor Ostern, um neue Wege auszuprobieren und innerhalb eines klar begrenzten Zeitraums Änderungen in ihrer Alltagspraxis auszuprobieren.

INFO
Die Fastenzeit vor Ostern dauert in diesem Jahr vom 17. Februar (Aschermittwoch) bis zum 4. April (Ostersonntag). Die Aktion „Klimafasten 2021“ stellt unter der Überschrift „So viel du brauchst“ in jeder Woche einen anderen Aspekt in den Mittelpunkt, z.B. den persönlichen Wasserverbrauch, die Verkehrsmobilität oder digitales Leben. Mehr unter www.klimafasten.de.
In Fastengruppen und Gottesdiensten laden die Gemeinden ein, diese Fragen zu vertiefen und Erfahrungen zu teilen. Termine und Anmeldemöglichkeiten unter www.klingenkirche.de.

Foto: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

 

02.02.2021



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