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für den 30.10.2020

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Evangelischer Kirchenkreis Solingen startet neues Projekt für junge Leute

„Brückenschlag“ zwischen Jugendarbeit und Schule

Auf Orientierungstagungen können Schüler*innen sich selber und einander besser kennen lernen. Das stärkt die eigene Persönlichkeitsentwicklung, den Zusammenhalt in Klasse oder Stufe und die Lernatmosphäre an der Schule. Eine erste Bilanz ist positiv.

Lupe

„Die Leute, die die Tagung gemacht haben, haben sehr darauf geachtet, dass wir als Klasse entscheiden, was passiert. Und so konnten wir uns einzeln und als Gruppe ganz anders erleben. Das war eine total schöne Zeit!“ So lautete das Resümee der Schülerinnen Pauline, Rebecca, Lara und Rahel über drei Tage am Hackhauser Hof.  Mit ihrer Klasse des Technischen Berufskollegs Solingen hatten sie an einer Orientierungs- und Reflexionstagung (ORT) teilgenommen. Solche Tagungen sind wichtigster Teil des Projekts „Brückenschlag“, das der Evangelische Kirchenkreis Solingen in diesem Jahr gestartet hat.


Brücke zwischen Wissen und Persönlichkeit


Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung Ende September erläuterte der Jugendreferent des Kirchenkreises, Dennis Längert, als Projektleiter von „Brückenschlag“ die zentralen Ziele: „Wir wollen Brücken bauen zwischen Schule und Jugendarbeit, zwischen Schülerinnen und Schülern, zwischen Bildung als Wissensvermehrung und Bildung als Persönlichkeitsentwicklung.“ Gemeinsam mit der Bildungsstätte Hackhauser Hof und der Schulseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) solle auf institutioneller Ebene die Zusammenarbeit zwischen Solinger Schulen und Anbietern evangelischer Jugendarbeit aufgebaut und intensiviert werden.


Die Bildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen-Ohligs ist dabei nicht nur der Tagungsort für die Tagungen mit Schülerinnen und Schülern. Dort werden im Vorfeld auch haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende aus der Jugendarbeit im Kirchenkreis für die Durchführung solcher Tagungen qualifiziert.


Brücke zwischen Vernunft und Spiritualität


Bei der Auftaktveranstaltung wies die Superintendentin des Solinger Kirchenkreises, Dr. Ilka Werner, in einem Grußwort daraufhin, dass auch die evangelische Tradition seit jeher eine Brücke zwischen Religion und Bildung baue. Sie binde einerseits die Religion an Vernunft und Bildung sowie anderseits Bildung an die Spiritualität. „Dass nun in dieser Tradition Schülerinnen und Schüler unseres Kirchenkreises an ihren Fragen arbeiten und lernen können, freut mich.“

Anke Rikowski-Bertsch, Leiterin des Hackhauser Hofs, erläuterte das Selbstverständnis der Bildungsstätte als Projektpartner auf Zeit. „Wir stellen unser Knowhow und unsere Räume zur Verfügung und qualifizieren die Mitarbeitenden des Kirchenkreises. Wir stellen damit das Gerüst für den Brückenbau. Wenn die Brücke steht, der Brückenschlag zwischen Schule und Jugendarbeit gelungen ist, ziehen wir uns wieder zurück.“


Wertvolle Erfahrung für Schüler*innen und Lehrende


Die Corona-Pandemie hatte natürlich auch den Start der zunächst dreijährigen Projektphase beeinträchtigt. So konnten in diesem Jahr bislang nur zwei Tagungen durchgeführt werden. Von ihren Erfahrungen dabei berichteten bei der Auftaktveranstaltung Schüler*innen und Lehrende der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und des Technischen Berufskollegs. Cosima und Fiona, die zusammen mit ihren Mitschüler*innen sowie ihrem Lehrer Patrick Kiesecker im März bei einer Tagung dabei waren, betonten die besondere Bedeutung eines anderen Kennenlernens und die Auseinandersetzung mit anderen Fragen als den gewohnten im Verlauf der Tagung. „Wer will ich sein und wer begleitet mich? Solche Fragen, die meine persönliche Entwicklung betreffen, stelle ich mir sehr selten. Und noch weniger spreche ich mit Gleichaltrigen darüber. Auf dieser Tagung aber war das möglich“, erläutert eine Schülerin. Kiesecker berichtete, dass Schulleitung und Förderverein seiner Schule das Projekt von Beginn an unterstützt hätten: „Uns als Lehrerinnen und Lehrern hat es gutgetan, einen Start in die Oberstufe jenseits des Schulalltags zu ermöglichen. Lernende und Lehrende lernen sich bei einer solchen Tagung anders und intensiver kennen. Ein Brückenschlag auch in der Schule und eine Grundlage für eine Lernpartnerschaft, die in der Schule wichtig ist.“

Diese Einschätzung bestätigten auch die Schüler*innen des Technischen Berufskollegs Solingen: „Man konnte sowohl über sich selbst nachdenken als auch lernen, besser auf andere zuzugehen. Wir haben erst hinterher gemerkt, dass wir diese Zeit für uns als Klasse gebraucht haben, um stabil und vertrauensvoll miteinander zu werden. Es war eine sehr intensive Zeit.“ Sie zeigten eine Präsentation mit Bildern ihrer ORT vom September.


Jugendliche als ganze Menschen wertschätzen


„Die Schülerinnen und Schüler lernen auf solchen Tagungen, dass sie mehr sind als die Summe der Punkte, die sie für ihr Zeugnis sammeln“, begründete die Schulseelsorgerin Friederike Dietrich ihre Unterstützung für das Brückenschlag-Projekt des Kirchenkreises.  Und Maren Breithor, Jugendleiterin der Kirchengemeinde Ketzberg, betonte, dass die beteiligten Jugendlichen im Rahmen der ORTs die Möglichkeit bekämen, Angebote und Arbeitsformen der evangelischen Jugendarbeit kennenzulernen und zu erleben.  

„Im Zentrum unseres Projekts steht, dass Jugendliche jenseits der jeweiligen Etiketten, die sie sonst aufgedrückt bekommen, erleben, dass sie bei uns als ganze Menschen wahrgenommen und wertgeschätzt werden“, resümierte Projektleiter Dennis Längert zum Schluss der Veranstaltung.


INFO


Das synodale Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Solingen vernetzt und unterstützt die Jugendarbeit von zehn Kirchengemeinden. Außerdem verantwortet der Jugendreferent Dennis Längert die Koordination des Projekts Brückenschlag. Interessierte Schulen oder Schülerinnen und Schüler können ihn unter 0212-287249 oder laengert@evangelische-kirche-solingen.de erreichen.

Die „Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof-Bildungszentrum Jugendarbeit e.V.“ ist die zentrale Fort- und Weiterbildungseinrichtung der EKiR für Ehrenamtliche und Hauptberufliche in der evangelischen Jugendarbeit. Die seit 1968 arbeitende Bildungsstätte liegt in Ohligs und bietet neben eigenen Veranstaltungen Unterkunft und Seminarmöglichkeiten für Gruppen bis zu 80 Personen.

 

08.10.2020



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