Losung

für den 26.02.2021

Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat - er heißt »HERR, Gott Zebaoth«.

Amos 4,13

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3 Fragen an Kreiskantorin Stephanie Schlüter zu Kirchenmusik und Corona

„Das gemeinsame Singen wird wieder an Wert und Bedeutung gewinnen“

Stephanie Schlüter ist Kantorin in Dorp und Kreiskantorin für Solingen. Wie sich die Coronaeinschränkungen auf ihre Arbeit und auf die Kirchenmusik insgesamt auswirken, erzählt sie in unserer Rubrik „3 Fragen“.

Hat die Konzert-Pause wegen Corona genutzt, um sich in der Videoproduktion fortzubilden: Kreiskantorin Stephanie Schlüter. Hat die Konzert-Pause wegen Corona genutzt, um sich in der Videoproduktion fortzubilden: Kreiskantorin Stephanie Schlüter.

Frau Schlüter, vor Corona haben Sie Menschen im Gottesdienst dabei begleitet, singend zu beten, Sie haben Chöre geleitet, Konzerte organisiert. Was machen Sie jetzt?
 

Ich bin sehr dankbar, dass es mir seit Beginn der Krise möglich war, mich geistlich-musikalisch in die Dorper Online-Gottesdienste einbringen zu können. Durch den Wegfall manch anderer Tätigkeiten, wie z.B. Konzerte und Chorproben, habe ich mehr Zeit für Kreativität, kann neue Konzepte ausprobieren und die Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten nutzen. Momentan warten meine Chorgruppen darauf, dass es wieder losgehen kann. Solange versüßen wir uns die Zeit mit Videoprojekten. Hier habe ich mich im vergangenen Herbst fortgebildet und kann nun selber Videos konzipieren, schneiden und zusammenstellen. Die Früchte konnte man an Weihnachten erleben mit dem Kindermusical und mit Chorvideos im Dorper Heiligabendgottesdienst. Gerade arbeite ich an einem Danke-Video an die Dorper Ehrenamtlichen und an Videos zum Thema „Klimafasten“.
 

Gerade Chöre bedeuten für viele Sängerinnen und Sänger ja auch eine wichtige Gemeinschaft. Wie sehr fehlen die regelmäßigen Proben in dieser Hinsicht?
 

Mit jedem Monat, den die Coronapandemie fortschreitet, wächst die Sehnsucht nach leibhaftigen Treffen, nach Austausch und Gesang. Wir haben gegen Ende dieses Winters die härteste Zeit der Pandemie zu überstehen. Sobald das Wetter es zulässt, können sich kleine Gruppen wieder draußen treffen. Darauf warten die Chorsänger*innen geduldig, aber sehnsüchtig! Ich finde es bemerkenswert, wie Menschen in vielen Chören Kontakte halten, Telefonate führen oder sich kreativ engagieren - als Beispiel sei da der Adventskalender der Dorper Kantorei zu nennen, der sehr persönlich gestaltet war und vielen Menschen Mut gemacht hat.
 

Bei allem Negativen: Hat Corona auch positive Neuerungen mit sich gebracht, die nach dem Lockdown bleiben sollten?
 

Zum einen bietet die Digitalisierung für uns als Kirche enorme Chancen. Hier entdecke ich jeden Tag neue Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu treten, die nicht unbedingt zur Kerngemeinde gehören. Durch die „Produktion“ von Online-Gottesdiensten haben wir uns auf den Weg gemacht, uns selber in Qualität und Anspruch zu hinterfragen und positiv-kritisch von außen auf uns und auf unser Gottesdienstangebot zu schauen. Das wird in Zukunft nicht wieder verloren gehen. Da ich selber eher kritisch mit mir und meiner Arbeit bin, helfen mir die Online-Formate, mich selber in meinen Schwächen und Stärken anzunehmen.

Ein letzter Hoffnungsgedanke: Nach der Krise wird das gemeinsame Singen wieder an Wert und Bedeutung gewinnen, weil viele Menschen jetzt erst merken, was ihnen fehlt. Auf diesen Effekt bin ich persönlich am meisten gespannt!

 

16.02.2021



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