Losung

für den 13.06.2021

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Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung

Der Mensch hinter den Schulden

Corona hat viele Menschen in die Verschuldung geführt. Sie brauchen dringend die kompetente Beratung durch Schuldnerberatungsstellen. Darauf weist jetzt auch die entsprechende Einrichtung der Diakonie Solingen hin.

„Freitags war ich noch für das ganze Jahr ausgebucht, am Montag waren alle Aufträge storniert und ich stand vor dem Nichts“, erzählt der selbstständige Städteführer und Reiseleiter von seinen Erlebnissen zum Beginn der Corona-Pandemie. Miete, Strom, Krankenkasse, Versicherungen – alle Kosten liefen weiter, ohne dass Geld verdient werden konnte. Da waren alle Rücklagen, auch die fürs Alter, schnell aufgebraucht.

Mit solchen und ähnlichen Schicksalen werden die Schuldnerberaterinnen des Diakonischen Werkes immer häufiger konfrontiert. „Wie mit einem Brennglas verschärft die Corona-Pandemie bestehende Problemlagen“, so Bettina Spürkel-Jost, langjährige Schuldnerberaterin im Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Solingen.

Viele Freiberufliche von Überschuldung bedroht

So sind geschätzt zwei Millionen Soloselbstständige und freiberuflich Arbeitende von Überschuldung bedroht. Dies zeige, wie finanziell prekär viele berufliche Existenzen aufgestellt sind. Menschen, die es vorher niemals für möglich gehalten hätten, werden von finanziellen Krisen bedroht. Dies gehe weit über den besonders gefährdeten Bereich der Grundsicherungsempfangenden und Niedriglohnbeziehenden hinaus.

„In allen sozialen Schichten nimmt die Verschuldung weiter zu. Dieser Trend ist in unserer Stadt seit vielen Jahren erkennbar und wird durch die Corona-Pandemie spürbar verstärkt“, erläutert auch Linda Kästner, Schuldnerberaterin im Diakonischen Werk.

Dabei seien Ver- und Überschuldung nicht nur ein rein finanzielles Problem, vielmehr schränke sie die Lebensgrundlage vieler Menschen massiv ein. „Uns geht es um die Menschen hinter den Schulden“, meint Spürkel-Jost. So lautet auch das Motto der diesjährigen Aktionswoche der Arbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatung der Verbände.

„Verschuldung ist immer auch eine menschliche Katastrophe. Soziale Schuldnerberatung, so wie wir sie anbieten, hat den gesamten Menschen in seinem sozialen Umfeld im Blick. Das macht auch den Erfolg dieses Ansatzes aus, den zahlreiche Studien belegen“, betont Kästner.

Allgemeiner Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung nötig

Als ein gutes Instrument für einen wirtschaftlichen Neuanfang begrüßt Spürkel-Jost ausdrücklich die jüngste Reform des Insolvenzrechtes, nach der es möglich ist, bereits nach drei Jahren eine Schuldenbefreiung zu erlangen, doch der Zugang zu diesem Recht sei durch die begrenzten Beratungskapazitäten erschwert.

Menschen, die in finanzielle Not geraten seien, benötigten – unabhängig von ihrer Einkommenssituation – kompetente Unterstützung. Daher müsse endlich ein Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung für alle ins Gesetz geschrieben und somit ein bedarfsdeckender Ausbau der Schuldnerberatungsstellen gewährleistet werden. Damit auch Soloselbständige wie der Reiseleiter Anspruch auf die nötige Beratung haben.

 

 

Monika Janßen / 10.06.2021



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